Sonntag, 27. Dezember 2009

Bannwald Maienberg bei Dobel




Der Bannwald Maienberg im Nordschwarzwald im Landkreis Calw wurde am 11. Januar 2002 verordnet mit einer Fläche von 121,7 Hektar. Somit gehört dieser Bannwald zur ersten Liga der Waldschutzgebiete in Baden-Württemberg. Der Bannwald umfasst die Gipfelkuppe sowie die Hänge des Maienbergs, einem Bergsporn, der in das oberste Albtal bei Bad Herrenalb hineinragt.

Einen Besuch des Bannwalds kann man unten im Tal bei Bad Herrenalb beginnen. In diesem Fall muss man etwas anstrengend einen Höhenunterschied von 350 Höhenmetern zurücklegen. Einen überraschend einfachen Zugang zum Bannwald bietet Dobel, ein Höhenluftkurort auf der Hochfläche zwischen dem Albtal und dem Enztal an der Landesstraße L 340 Bad Herrenalb - Enztal.

Montag, 21. Dezember 2009

Heinz-Sielmann-Stiftung: Triberger Wasserfälle gehören zu den 42 Naturwundern Deutschlands

Die Heinz-Sielmann-Stiftung hat im Sommer 2009 eine Online-Umfrage zur Wahl des schönsten Naturwunders Deutschlands durchgeführt. 20.000 Menschen beteiligten sich an der Umfrage und wählten das Wattenmeer Nordseeküste zum schönsten Naturwunder Deutschlands.

Eines der 42 vorgeschlagenen Naturwunder befindet sich im Schwarzwald. Es sind die Triberger Wasserfälle. Die Triberger Wasserfälle kamen bei der Wahl auf Platz 28.

Die Triberger Wasserfälle befinden sich am südlichen Stadtrand von Triberg im Schwarzwald-Baar-Kreis. Sie gelten als die höchsten Wasserfälle Deutschlands. Die Triberger Wasserfälle befinden sich innerhalb des Naturparks Südschwarzwald. Sie sind ein Biotop gemäß §32 des Landesnaturschutzgesetzes Baden-Württemberg sowie ein ausgewiesener Geotop. Zudem befinden sie sich in einem Landschaftsschutzgebiet.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Auf den Obergrind, 1.091 Meter ü NN



Der Obergrind ist ein Tausendergipfel des Nordschwarzwalds sowie einer der zahlreichen Trabanten der Hornisgrinde, des höchsten Bergs des Nordschwarzwalds. 

Der Obergrind befindet sich genau im Osten des höchsten Punkts der Hornisgrinde. Mit dem Hornisgrindeplateau ist der Obergrind durch einen Grat und einen Sattel, Kieneck genannt, verbunden.

Der Obergrind ist der erste Berg eines langen Seitenkamms, der von der Hornisgrinde nach Osten ausstrahlt. Weiter im Osten gegen das Murgtal zu beherbergt dieser Seitenkamm zwei Hochkare mit See bzw. Moor, der Schurmsee und der Blindsee.

Ausgangspunkt für den Obergrind ist das Seibelseckle an der Schwarzwaldhochstraße mit Gastwirtschaft, vielen Parkplätzen und Skilift. Mit der roten Raute und später gelben Raute des Schwarzwaldvereins geht man am Ecklesbrunnen vorbei in Richtung Kieneck (1,2 Kilometer) und hat hierbei einen Höhenunterschied von 129 Metern zu bewältigen. Am Kieneck trennen sich die Wege. Links geht es zur Hornisgrinde und rechts geht es - der Obergrind ist nicht ausgeschildert.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Aussicht vom Mehliskopfturm


Die Gipfelkuppe des 1008 Meter hohen Mehliskopfs, einer der 24 Tausendergipfel des Nordschwarzwalds, ist bewaldet und nicht zugänglich. Unmittelbar westlich der Gipfelkuppe ganz in der Nähe der Bergstation des Skilifts vom Hundseck her befindet sich der Mehliskopfturm

Im Gegensatz zum Mehliskopfgipfel führt am Turm ein Wanderweg vorbei. Zudem ist zumindest derzeit in der Umgebung des Turms kein Hochwald vorhanden. Damit kann man vom Mehliskopfturm tatsächlich eine Aussicht nach Norden, Westen und Süden genießen. In einigen Jahrzehnten werden die Verhältnisse vielleicht schon wieder andere sein.

Der Mehliskopfturm ist nur im Sommerhalbjahr zwischen dem 1. Mai und dem 1. November geöffnet. Der Turm ist nicht besonders hoch, das heißt, es sind bis zur Plattform nicht besonders viele Treppenstufen zurückzulegen.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Durch das Schweinbachtal bei Hirsau



Ausgangspunkt für eine Wanderung durch das Schweinbachtal ist der Bereich beim ehemaligen Kloster Hirsau. Hierher gelangt man rasch vom Bahnhof Hirsau, wenn man mit dem Zug anreist. Ansonsten befinden sich direkt neben der Straße Hirsau - Calmbach beim ehemaligen Kloster viele Parkplätze.

Man folgt zunächst dem Wegweiser zum Wildgehege, quert das Gelände einer Fabrik und ist dann auf dem mit der gelben Raute des Schwarzwaldvereins markierten Weg durch das Schweinbachtal. Die Entfernung von Hirsau bis nach Oberreichenbach am oberen Ende des Tals ist 5 Kilometer, der Höhenunterschied 300 Meter. Man muss jedoch, wenn man nur das Schweinbachtal genießen will, nicht bis nach Oberreichenbach wandern. Es reicht, zum Beispiel bis zum steinernen Brückle zu gehen in einer Entfernung von 3,8 Kilometern von Hirsau. Geht man denselben Weg zurück, kann man je nach Lust und Laune auch einfach so weit in das Schweinbachtal hineingehen wie man will.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Murgleiter - ein Premiumweg im Nordschwarzwald



Mit Stand Juni 2016 gibt es nur vier Weitwanderwege (Wege mit mehr als einer Tagesetappe) in Baden-Württemberg, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. als Premiumweg ausgezeichnet worden sind. 

Dazu gehört der Weitwanderweg Murgleiter im Nordschwarzwald. Die Mehrzahl der vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichneten Premiumwege sind Tagestouren. Andererseits sind viele Weitwanderwege mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet worden, das weniger strenge Anforderungen stellt als das Label Premiumweg.

Die Murgleiter ist von daher etwas Besonderes. Man kann erwarten, dass dieser Weitwanderweg sowohl bei der Beschilderung und Markierung als auch bei der Wegbeschaffenheit und beim Erlebniswert weit überdurchschnichttlich ist. 

Die Murgleiter wurde im Jahr 2008 mit zunächst drei Tagesetappen zwischen Gernsbach und Baiersbronn eingerichtet. Bei der Zertifizierung hat der Weg vom Deutschen Wanderinstitut 57 Erlebnispunkte erhalten.

Im heutigen Post in diesem Blog soll die Murgleiter kurz vorgestellt werden. Alle Artikel dieses Blogs, die sich mit der Murgleiter befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Dieser Post wird auch von der rechten Spalte des Blogs aus direkt verlinkt.

Montag, 30. November 2009

Auf den Hochkopf, 1.038 m ü NN



Zwischen den Pässen von Hundseck im Norden und von Unterstmatt im Süden befindet sich im Hauptkamm des Nordschwarzwalds das Bergmassiv des Hochkopfs und des Pfrimmackerkopfs, zweier Tausendergipfel des Nordschwarzwalds.

Die Umgebung beider Gipfel ist als Schonwald ausgewiesen. Im Schonwald ist das Verlassen der gekennzeichneten Wege nicht gestattet. Dies führt dazu, dass man nur den Gipfel des Hochkopfs, nicht jedoch des Pfrimmackerkopfs aufsuchen kann.

Das ist jedoch nicht weiter schlimm. Denn der Gipfel des Pfrimmackerkopfs ist weitgehend bewaldet und bietet somit keine Aussicht. Der Gipfel des Hochkopfs hingegen befindet sich innerhalb eines Mosaiks aus Magerwiesen, Wäldern und Grindenflächen. Von dort bietet sich eine interessante Aussicht auf die nahe Hornisgrinde sowie eine Fernsicht bis zu den Vogesen.

Samstag, 21. November 2009

Friedrichsturm bei Freudenstadt



Der Kienberg mit dem Friedrichsturm ist nur ca. einen Kilometer vom Zentrum von Freudenstadt entfernt. Der Turm sowie die parkartige Landschaft des Kienbergs mit vielen Spazierwegen ist somit ein beliebtes Naherholungsziel der Freudenstädter und der Touristen. Auch der Ostweg, einer der drei großen Fernwanderwege des Schwarzwaldvereins, führt beim Turm vorbei.

Der Turm steht auf einer Höhe von 800 m ü NN, die Aussichtsplattform ist noch einmal 25 Meter höher. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Sicht vom Turm ist vor allem in Richtung Norden, Osten und Südosten weit und umfassend. Nach Süden und Westen behindern Bäume teilweise die Sicht.

Vom Zentrum von Freudenstadt aus geht man auf der Straßburger Straße nach Westen und biegt nach links in die Hartranftstraße ab. Hier beginnt der Anstieg auf den Kienberg. Später biegt man (Beschilderung) nach rechts in die Herzog-Friedrich-Straße ab. Sie führt durch parkartiges Gelände nach oben zum Aussichtsturm.


Hier gibt es eine Übersicht über alle Aussichtstürme des Schwarzwalds.

Siehe auch:
Premiumweg Tannenriesen bei Freudenstadt, Teil 1 und Teil 2 in den Posts vom 31.01.2016 und vom 05.02.2016 in diesem Blog

Freitag, 20. November 2009

Bannwald Große Tannen




Der Bannwald Große Tannen hat eine Größe von 13,3 Hektar. Er wurde im Jahr 1989 ausgewiesen, nachdem bereits einige Jahrzehnte zuvor der Wald wegen der dort vorhandenen Riesenexemplare der Tanne kaum genutzt wurde. Im Jahr 2002 wurde die Verordnung zum Bannwald entsprechend dem Landeswaldgesetz erneuert.

Die riesengroßen Tannen, der Grund, weshalb der Bannwald und das Gebiet einst berühmt wurden, sucht man heute vergebens. Sie sind inzwischen zum größten Teil abgestorben. Teilweise ragen ihre riesigen Baumstämme noch gegen den Himmel. Ein Besuch des Gebiets ist trotzdem interessant. Denn jetzt scheinen die Laubbäume die Funktion der Tannen zu übernehmen. Auch bei den Jungbäumen ist eine Dominanz der Laubbäume zu beobachten. Möglicherweise wird man hier in einigen Jahrzehnten einen von Buchen dominierten Wald vorfinden.

Freitag, 13. November 2009

Sankenbachwasserfall bei Baiersbronn




Der Sankenbachwasserfall ist ein Geotop sowie ein flächenhaftes Naturdenkmal mit einer Größe von 4,8 Hektar. Der Wasserfall befindet sich im hintersten Sankenbachtal an der steilen Karwand. Der Sankenbach stürzt hier über eine besonders harte Schicht des Mittleren Buntsandsteins. Das Naturdenkmal umfasst auch den Schluchtwald in der Umgebung des Wasserfalls, der nicht forstwirtschaftlich genutzt wird.

Entlang der Wasserfälle vom Sankenbachsee hinauf bis zur Wasserfallhütte verläuft ein Pfad mit einer Länge von ca. 800 Metern und einem Höhenunterschied von ca. 110 Metern. Dieser Pfad erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie gutes Schuhwerk.

Den Sankenbachsee, hinter dem der Pfad beginnt, erreicht man von Baiersbronn in 4 Kilometern und vom Parkplatz Sankenbach aus in 2 Kilometern. Am oberen Ende des Pfads entlang der Wasserfälle kann man auf den Bänken bei der Wasserfallhütte rasten. Von dort bietet sich ein Blick von oben auf den Sankenbachsee sowie auf das große Sankenbachkar.

Aussicht vom Rinkenturm bei Baiersbronn



Der Aussichtsturm auf dem Rinkenkopf bei Baiersbronn ist immer geöffnet. Von Baiersbronn aus muss man einen Höhenunterschied von 180 Metern bewältigen, die Wanderwegsentfernung ist 1,4 Kilometer.

Der nächstgelegene Bahnhof ist Baiersbronn Schule. An diesem Bahnhof halten jedoch die Eilzüge der Stadtbahn nicht. Benutzt man einen Eilzug, ist der Bahnhof Baiersbronn der Ausgangspunkt. Von dort geht man erst durch das Ortszentrum, bevor man über die Häslergasse von der Durchgangsstraße aus ansteigt.

Vom Bahnhof Baiersbronn Schule überquert man das Bahngleis auf einer Brücke und folgt der Markierung blaue Raute des Schwarzwaldvereins über den Lochweg, den Neumühlenweg. Man überquert die Murg auf einer Fußgängerbrücke und anschließend die Hauptstraße und steigt dann über die Häslergasse und links ab über die Schiefelgasse an. Weiter oben quert man den Sonnenseitenweg und erreicht bald den Waldrand. Im Wald geht es auf schmalem Weg teilweise im Zick-Zack bis zum Gipfel. Der Gipfel ist mehr ein Bergausläufer als ein Gipfel. Die Tür zum Aussichtsturm lässt sich öffnen, der Turm ist nicht besonders hoch. Die Aussicht ist vor allem auf das Murgtal und seine Seitentäler beeindruckend. Hoher Baumwuchs behindert die Sicht nach Westen. Beim Turm befindet sich eine Schutzhütte, in der eine Tafel Erklärungen zum rätselhaften Ringwall auf dem Rinkenkopf bietet. 


Hier gibt es eine Übersicht über alle Aussichtstürme des Schwarzwalds.

Siehe auch:
Premiumweg Tannenriesen bei Freudenstadt, Teil 1 und Teil 2 in den Posts vom 31.01.2016 und vom 05.02.2016 in diesem Blog

Sankenbachsee bei Baiersbronn



 Der Sankenbachsee hat eine Größe von 2,4 Hektar, eine Tiefe von bis zu 7 Metern und einen Wasserinhalt von 60000 cbm. In Jahren 1980/81 wurde an der Stelle der ehemaligen Endmoräne des früheren Sankenbachsees mit 12000 cbm Erdmaterial ein Wall gebaut. Somit ist der bereits vor ca. 3000 Jahren verschwundene Sankenbachsee wiedererschaffen worden. Über diese Zahlen gibt eine Tafel beim See Auskunft.

Beeindruckender als der doch künstliche See erschien mir das riesige Sankenbachkar, das im Gegensatz zum See vollkommen natürlich ist. Es gibt kaum ein größeres Kar im Nordschwarzwald. Der See mag zwar interessant und dem Fremdenverkehr dienlich sein. Jedoch wurde beim Wiederanstau des Sees das dort vorhandene Verlandungsmoor als Relikt des ehemaligen Sees mit vielen seltenen Pflanzenarten unter Wasser gesetzt. Jetzt sind am Nordrand des neuen Sees erneut Verlandungsvorgänge zu beobachten.

Montag, 9. November 2009

Auf den Hundsrücken, 1080 Meter



Der Hundsrücken ist einer der Tausendergipfel des Nordschwarzwalds. Der Hundsrücken ist einer der zahlreichen Ausläuferberge der mächtigen Hornisgrinde, des höchsten Bergs des Nordschwarzwalds. 

Während die Hornisgrinde eine Höhe von 1163 m ü NN erreicht, bringt es der Hundsrücken auf 1080 Meter. Der Hundsrücken befindet sich im Nordosten der Hornisgrinde. Mit der Hornisgrinde ist der Hundsrücken über einen Sattel verbunden, in dem sich das Gasthaus Ochsenstall befindet.

Vom Gipfel des Hundsrücken hat man wegen Baumbewuchs keine Sicht auf die umliegenden Berge. Eine Besteigung des Hundsrückengipfels möchte ich trotzdem empfehlen. Denn einerseits bietet sich während des Anstiegs über den Westgrat eine interessante Sicht auf die Hornisgrinde. Und andererseits wird das Gipfelplateau des Hundsrücken von einem Moor eingenommen, das eine große Schönheit ausstrahlt. Selbstverständlich muss man auf dem Weg bleiben und darf das Moor nicht betreten.

Donnerstag, 5. November 2009

Der Vogteiturm bei Loßburg am Ostrand des Schwarzwalds



Der Vogteiturm ist ein sehr junger Aussichtsturm im Schwarzwald. Der Turm wurde erst im Jahr 2002 aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der Ortsgruppe Loßburg-Rodt des Schwarzwaldvereins errichtet.

Der Vogteiturm befindet sich am Ortsrand von Loßburg auf der sogenannten Rodter Egart, 739 m ü NN. Am Fuß des Turms befinden sich Infotafeln, die auch einige technische Daten des Turms beinhalten. Die Höhe der Plattform ist demnach 31,00 Meter über Grund. Die Gesamthöhe des Turms beträgt 35 Meter. 172 Treppenstufen führen hinauf zur Aussichtsplattform. 

Für den Bau des Turms wurden 25,6 m³ Holz aus heimischer Douglasie verwendet. Dazu kommen 6,67 Tonnen Konstruktionsstahl, 3,48 Tonnen Betonstahl, 15,59 Tonnen Treppenstahl und 164,8 Tonnen Stahlbeton. Das Gesamtgewicht des Turms beträgt ca. 206 Tonnen.   

Naturschutzgebiet "Glaswiesen und Glaswald" bei Alpirsbach




Diese wunderschönen Wiesen liegen versteckt im Wald in einem Seitental des Kinzigtals bei Alpirsbach. Die Wiesen und der umgebende Wald wurden im Jahr 1989 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 57 Hektar und erstreckt sich in einer Höhe zwischen 480 und 590 Meter ü NN. Die Glaswiesen umfassen eine Fläche von 7 Hektar, die übrigen 50 Hektar des Schutzgebiets erstrecken sich auf den umgebenden Wald.

Im Tal verläuft das Alpirsbächle, das in Alpirsbach in die Kinzig mündet. Die Wiesen im Talgrund sind von unterschiedlichem Typ. Es gibt Feuchtwiesen, Nasswiesen und Moorwiesen. In den umgebenden Wäldern befinden sich zahlreiche Quellaustritte, jeweils an der Gesteinsgrenze Grundgebirge - Deckgebirge.

Freitag, 30. Oktober 2009

Die Fernwanderwege des Schwarzwaldvereins


Beim Wort "Fernwanderwege" fühle ich mich etwas unwohl. Zumindest der Schwarzwaldverein tituliert seine großen Wanderwege durch das Mittelgebirge mit diesem Begriff. Meiner Ansicht nach wäre der Begriff "Weitwanderwege" zutreffender. Beim Begriff Fernwanderweg denkt man zum Beispiel an die europäischen Fernwanderwege, die jeweils durch halb Europa führen und mehrere Länder durchqueren. Und die anderen Wandervereine wie zum Beispiel der Schwäbische Albverein titulieren ihre großen Wege tatsächlich mit dem Begriff Weitwanderweg.

Das Wegenetz des Schwarzwaldvereins besteht zunächst aus den Fernwanderwegen, die in mehreren Etappen durch den gesamten bzw. einen Teil des Schwarzwalds führen. Diese Wege haben jeweils eine eigene spezifische Markierung. Dann gibt es die regionalen Wanderwege, deren Markierung die blaue Raute ist. Schließlich kommen die lokalen Wanderwege mit der Markierung gelbe Raute.

Insgesamt gibt es 17 Fernwanderwege des Schwarzwaldvereins. Diese Wege kann man in einzelne Gruppen einteilen:

Dienstag, 27. Oktober 2009

Naturschutzgebiet Erlenbruckmoor




Das Naturschutzgebiet Erlenbruckmoor in Hinterzarten wurde bereits im Jahr 1942 ausgewiesen und gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten des Schwarzwalds. Das Gebiet ist mit einer Fläche von 17,5 Hektar verhältnismäßig klein. Man darf das Naturschutzgebiet nicht betreten, es sei denn, man verfügt über eine Sondergenehmigung des Regierungspräsidiums.

Lohnt es sich also überhaupt, das Gebiet aufzusuchen? Lohnend ist ein Rundweg um das Gebiet. Teilweise kann man von diesen Wegen einen Blick auf das Moor bekommen. Von Hinterzarten wandert man Richtung Oberzarten bis zum Mathisleshof. Dort biegt man nach links ab auf einen Forstweg und hält sich dann bei der nächsten Gelegenheit erneut links. Die Orientierung ist eigentlich nicht besonders schwierig. Man benutzt einfach immer diejenigen Wege, die sich am nächsten zum Moor befinden. So kommt man automatisch um das Moor herum. Später erreicht man die kleine Häuseransammlung Erlenbruck, die dem Moor den Namen gegeben hat. Von dort kann man wieder nach Hinterzarten zurückwandern oder auch in die andere Richtung zum Seebachtal und zum Titisee gehen.

Freitag, 23. Oktober 2009

Die Flusssysteme des Schwarzwalds


Der Schwarzwald wird nach allen Himmelsrichtungen hin von zahlreichen Flüssen entwässert. Für eine gewisse Systematik ist es hilfreich, dass durch einen Teil des Schwarzwalds die europäische Hauptwasserscheide Nordsee - Schwarzes Meer verläuft.

Eine erste Unterteilung kann somit entlang dieser Wasserscheide erfolgen. Auf der einen Seite der Wasserscheide befindet sich das sogenannte rhenanische Flusssystem, auf der anderen Seite befindet sich das danubische Flusssystem. Das rhenanische System umfasst den Rhein und alle Flüsse, die in den Rhein münden. Das danubische System umfasst die Donau und ihre Nebenflüsse.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Falkenstein bei Bad Herrenalb


Es gibt den geologischen Begriff der Badener Mulde. Dieses Gebiet zwischen Baden-Baden und Bad Herrenalb ist im Erdaltertum gegenüber der Umgebung abgesackt, so dass sich dort die Sedimente des Rotliegenden in nennenswerter Form erhalten konnten. Das Rotliegende ist ein Gestein, das auf den Mulden des Grundgebirges aus Granit abgelagert wurde, lange bevor im Erdmittelalter die eigentliche Hunderte von Millionen Jahren andauernde Ablagerungszeit in Baden-Württemberg begann.

Die sehenswerte Felsengruppe des Falkenstein besteht aus dem Rotliegenden (und nicht aus Buntsandstein oder Granit wie sonst im Schwarzwald häufig der Fall). Das Rotliegende besteht aus Konglomeraten und Arkosen (Sandsteine mit einem nennenswerten Anteil an Feldspat sowie einer eckigen Struktur der Körner). Sieht man sich vor Ort das Gestein näher an, sieht man schnell die Unterschiede zum Buntsandstein. Die Felsengruppe ist als Naturdenkmal ausgewiesen sowie ein Geotop.

EU-Vogelschutzgebiete im Schwarzwald


Die Vogelschutzrichtlinie aus dem Jahr 1979 ist der älteste Teil der Gesetzgebung der EU zum Naturschutz. Zusammen mit der erst später erlassenen FFH- (Flora-Fauna-Habitat) Richtlinie bildet sie das EU-Schutzgebietsnetzwerk NATURA 2000.

Ziel der Vogelschutzrichtlinie ist es, einen einheitlichen Schutz für alle in der EU vorkommenden Wildvogelarten zu gewährleisten. Die Richtlinie wurde im Jahr 1979 einstimmig von allen Mitgliedsstaaten der EU verabschiedet. Die Richtlinie war eine Reaktion auf die besorgniserregende Abnahme der Vogelpopulationen in der EU als Folge der Umweltverschmutzung, des Verlusts an geeigneten Lebensräumen und anderen menschlichen Eingriffen wie zum Beispiel die Vogeljagd. Der EU-Vogelschutzrichtlinie lag auch die Erkenntnis zu Grunde, dass der Schutz der Wildvögel nur staatsübergreifend gelingen kann, denn viele Vögel sind Zugvögel, deren Lebensräume sich über mehr als einen Staat erstrecken.

Montag, 19. Oktober 2009

Der Schliffkopf-Rundweg im Nordschwarzwald



Der Schliffkopf-Rundweg ist einer von vier Rundwegen im Naturschutzgebiet Schliffkopf im Nordschwarzwald. Ausgangspunkt für den Weg sind die Parkplätze an der Schwarzwaldhochstraße beim Schliffkopfhotel oder südlich davon. Die Weglänge ist ca. 5 Kilometer, der zu bewältigende Höhenunterschied beträgt ca. 60 Meter.

Man sollte sich den Wegverlauf auf den Tafeln am Beginn des Rundwegs gut einprägen. Denn leider war zumindest im Sommer 2009 nicht an jeder Wegverzweigung ein Schild des Rundwegs vorhanden.

Der Weg verläuft über den Schliffkopfgipfel und ein Stück am Grat des Hauptkamms des Nordschwarzwalds entlang. Teilweise geht es durch Naturwiesen, teilweise durch Wald. Die teilweise waldlosen Gipfel des Nordschwarzwalds nennt man auch die Grinden (grind = kahler Kopf). Die Gipfel sind nicht von Natur aus kahl, der Nordschwarzwald erhebt sich nicht über die natürliche Waldgrenze. Der Mensch hat durch jahrhundertelange Beweidung und Streunutzung die waldlosen Flächen geschaffen. Nach der Aufgabe der regelmäßigen Beweidung in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts drohte das Gebiet zu verbuschen und sich anschließend wieder zu bewalden. Das wollte man nicht haben, denn die Grinden sind ein wertvoller Naturraum mit einer Vielzahl spezialisierter Pflanzen und Tiere. Teilgebiete der Grinden werden seit einigen Jahren von Rindern und Schafen wieder beweidet. Das Fleisch dieser Rinder soll besonders gut schmecken. 


Mittwoch, 14. Oktober 2009

Der Schwarzwald über 1400 Meter ü NN


Nur fünf Berge übersteigen im Schwarzwald die Höhenmarke von 1400 Metern über dem Meer. Alle diese Berge befinden sich im Südschwarzwald südlich der Linie Höllental - Wutachschlucht.

Der höchste Berg des Schwarzwalds ist der Feldberg. Dies ist gleichzeitig der höchste Gipfel aller Mittelgebirge Deutschlands, der höchste Punkt in Baden-Württemberg und der höchste außeralpine Punkt Deutschlands.

Freitag, 9. Oktober 2009

Wilder See im Nordschwarzwald




Der Wilde See ist einer der sieben Karseen des Nordschwarzwalds - zumindest findet man die Zahl sieben häufig in der Literatur. Der See befindet sich in einer Höhe von 910 m ü NN in der Ostflanke des Seekopfs (1054 m ü NN). Wie alle Karseen ist auch der Wilde See als Folge eines Gletschers während der letzten Eiszeit entstanden.

Der See hat eine Oberfläche von ca. 2,4 Hektar und eine Tiefe von 11 Metern. Die Karwand vom Seekopfplateau bis zum See ist 115 Meter hoch. Der See wäre heute zumindest teilweise bereits verlandet, hätte nicht der Mensch in den vergangenen Jahrhunderten der Natur ein wenig entgegengearbeitet. Der Wilde See wurde teilweise aufgestaut, um die für den Holztransport erforderlichen Wassermengen in die Murg zu bekommen.


Mittwoch, 7. Oktober 2009

Enzquelle bei Enzklösterle Gompelscheuer



Mit den Quellen und mit der Enstehung von Flüssen ist das so eine Sache. Es gibt die symbolischen Quellen und es gibt den hydrographisch exakten Entstehungsort von Flüssen. Die in Enzklösterle - Gompelscheuer ausgeschilderte Enzquelle gehört zu den symbolischen Quellen. Das ist so ähnlich wie mit der Donauquelle in Donaueschingen. Die Donau entsteht durch den Zusammenfluss von Brigach und Breg und sicher nicht in der Donauquelle.

Die Enz, dieser bedeutende Fluss im Nordschwarzwald entsteht durch den Zusammenfluss von Großer und Kleiner Enz bei Calmbach nördlich von Bad Wildbad. Die Große Enz wiederum entsteht durch den Zusammenfluss des Kaltenbachs und des Poppelbachs bei Enzklösterle-Gompelscheuer. Nur wenige Meter neben diesem Zusammenfluss wurde eine kleine Quelle gefasst und als Enzquelle bezeichnet. Aber man muss zugeben: Solche symbolischen Orte haben, wenn sie entsprechend gekennzeichnet sind, durchaus einen gewissen Zauber.


Montag, 5. Oktober 2009

Naturschutzgebiet Rotmeer bei Feldberg Bärental


Das Naturschutzgebiet Rotmeer mit einer Größe von 46 Hektar wurde im Jahr 1995 verordnet. Es gehört somit zu den jüngeren Naturschutzgebieten im Land. Das Gebiet befindet sich im Südschwarzwald unmittelbar südlich des Orts Feldberg-Bärental. Die Eisenbahnlinie Titisee-Schluchsee-Seebruck (Drei-Seen-Bahn) führt mitten durch das Gebiet hindurch.

Die im Gebiet vorhandenen Hochmoore verdanken ihre Entstehung einem früheren See, der nach dem Ende der letzten Eiszeit verlandete. Die Hochmoorgesellschaften umfassen die Bergkiefer (Spirke), verschiedene Heidekrautgewächse sowie das Scheidige Wollgras. Dort wo es besonders nass ist, wachsen keine Bäume mehr. Statt dessen breiten sich hier die seltenen Torfmoose aus.

Samstag, 3. Oktober 2009

Von Hinterzarten nach Titisee auf dem Querweg Freiburg-Bodensee



Der Querweg Freiburg - Bodensee ist einer von 16 Fernwanderwegen des Schwarzwaldvereins. 

Der 180 Kilometer lange Weg quert den Südschwarzwald von West nach Ost und verläuft hierbei von Freiburg i.Br. im Norden des Dreisamtals und Höllentals bis Hinterzarten. Von dort geht es weiter zum Titisee und zum Hochfirst. Dann folgt der lange Weg durch die Wutachschlucht, den Hegau und den Bodanrück bis nach Konstanz.

Der Abschnitt Hinterzarten - Titisee mit einer Länge von 7,5 Kilometern ist einer der am einfachsten zu begehenden Abschnitte des Querwegs. Denn sowohl in Hinterzarten als auch in Titisee befindet sich ein Bahnhof. Damit kann man schnell und einfach zum Ausgangspunkt zurückfahren.

Das Zeichen des Querwegs ist eine weiß-rote Raute auf gelbem Grund. Die Markierung ist entsprechend dem hohen Qualitätsstandard des Schwarzwaldvereins insgesamt gut. An zwei Stellen des Abschnitts Hinterzarten - Titisee hätte ich mir jedoch eine zusätzliche Markierung gewünscht.

Dienstag, 29. September 2009

Naturschutzgebiet Hinterzartener Moor




Das Naturschutzgebiet Hinterzartener Moor hat eine Größe von 82 Hektar. Es befindet sich in einer Höhe von 890 Meter ü NN unmittelbar nördlich von Hinterzarten im Südschwarzwald. Das Hinterzartener Moor gilt als der größte Moorkomplex des Schwarzwalds und als eines der besterhaltenen Moore in Mitteleuropa.

Das Moor befindet sich im Bereich einer Wasserscheide. Nach Westen fließt der Höllenbach in Richtung des tief sich einschneidenden Höllentals und weiter in Richtung Rhein. Nach Osten fließt die Gutach und die sich anschließende Wutach, die später ebenfalls in den Rhein mündet. Vor ca. 10000 Jahren war hier sogar die europäische Wasserscheide Rhein - Donau, bevor die von Süden her vordringende Wutach die sogenannte Feldbergdonau bei Blumberg anzapfte und umlenkte.

Donnerstag, 24. September 2009

Westweg von Titisee nach Bärental



Dies ist mit 6,5 Kilometer Länge eine relativ kurze Etappe des Westwegs. Über eine längere Strecke geht man im Verlauf dieser Etappe am Ufer des Titisees vorbei. Das führt im allgemeinen dazu, dass man wegen der zahlreichen Pausen für die Etappe etwas längere Zeit benötigt. Somit ist die Etappenlänge gerade recht. Zudem hat sowohl der Ausgangspunkt Titisee als auch der Endpunkt Bärental einen Bahnhof. Damit bereitet auch die Rückfahrt zum Ausgangspunkt keinerlei Probleme.

Der große, lange Westweg führt von Pforzheim her kommend in Nord-Süd-Richtung durch den Schwarzwald bis Titisee. Dort teilt sich der Weg in zwei Varianten, die auf unterschiedlichen Strecken den Endpunkt Basel erreichen. Die hier vorgestellte Etappe des Westwegs gehört zur östlichen Variante. Der Beginn der Etappe ist vor dem Kurhaus von Titisee. Dort befinden sich die Wegweiser, die die Teilung des Westwegs in die beiden Varianten verkünden.


Freitag, 18. September 2009

Bismarckturm auf der Hornisgrinde



Das Hochplateau auf dem höchsten Gipfel des Nordschwarzwalds, der Hornisgrinde, ist weitgehend waldfrei. Unter anderem befindet sich dort ein sehr wertvolles Hochmoor, das mit einem Bohlenweg erschlossen ist. Man könnte sich nun fragen, ob es bei diesen Bedingungen überhaupt noch eines Aussichtsturms bedarf.

Die Frage muss man bejahen, denn durch die Größe des Hochplateaus und durch Bäume am Rand des Plateaus sieht man nicht so weit in die Ferne und in die Täler hinab, wie man sich dies vielleicht wünscht. Ein Aussichtsturm wie der Bismarckturm kommt hier sehr gelegen.

Premiumwege im Schwarzwald

Das deutsche Wanderinstitut e.V. in Marburg hat den Qualitätsbegriff des Premiumwegs geschaffen. Um als Premiumweg klassifiziert zu werden, muss ein Wanderweg bei insgesamt 34 Kriterien möglichst gute Ergebnisse erzielen. Die Kriterien kommen aus den Bereichen Wegbeschaffenheit, Natur/ Landschaft, Kultur / Zivilisation und Wegeleitsystem.

Die Zahl der vorhandenen Premiumwege in den einzelnen Bundesländern ist sehr unterschiedlich. Dies kommt aber nicht daher, dass es in bestimmten Bundesländern einfach bessere Wanderwege gibt als in anderen Bundesländern. Das deutsche Wanderinstitut ist nur dann zertifizierend tätig, wenn ein entsprechender Antrag aus einem Gebiet vorliegt. Und augenscheinlich werden in bestimmten Bundesländern einfach mehr Anträge auf Zertifizierung gestellt als in anderen Bundesländern.

Nach einer etwas zögerlichen Anlaufpfase nimmt die Zahl der Premiumwege im Schwarzwald nun rasch zu. Mit Stand November 2013 gibt es im Schwarzwald 17 Premiumwege.

Montag, 14. September 2009

Bannwald Hoher Ochsenkopf - Nägeliskopf




Im Bannwald Hoher Ochsenkopf - Nägeliskopf lässt sich Waldgeschichte hautnah erleben. Die Entwicklung des Waldes im Bereich des Hohen Ochsenkopfs lässt sich in die folgenden Phasen einteilen:

1. Die ursprüngliche Bewaldung mit einem Tannen-Buchen-Mischwald wird im 17. und 18. Jahrhundert beseitigt, um Platz für Weideflächen zu schaffen.
2. Der Gipfel des Hohen Ochsenkopfs ist vollständig kahl.
3. Die Weide wird gegen Ende des 19. Jahrhunderts zurückgenommen. Erste Latschen (Bergkiefern) siedeln sich an.
4. Die Weide wird aufgegeben. Immer mehr Fichten siedeln sich an.
5. Die schnellwachsende Fichte zwingt die Latschen dazu, sich im Konkurrenzkampf um Licht aufzurichten. Jedoch können die Latschen bei weitem nicht die Höhe der Fichtenstämme erreichen.
6. Die Latschenbäume verlieren den Konkurrenzkampf mit der Fichte und sterben ab.
7. Die Fichte gerät ab den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts selbst unter Druck. Der Borkenkäfer, Stürme und trockene Sommer sorgen dafür, dass nun auch die Fichte großflächig abstirbt.
8. Die weitere Entwicklung ist noch nicht sicher. Neben den Skeletten der abgestorbenen Bäume prägen zur Zeit Pionierbäume wie die Vogelbeere und erneut viele Jungfichten das Bild im Bannwald.

Donnerstag, 10. September 2009

Friedrichsturm auf der Badener Höhe



Die Badener Höhe ist ein ganz besonderer Berg. Sie ist der nördlichste Gipfel des Schwarzwalds über 1000 Meter Höhe und sie ist auch der höchste Punkt der Gemarkung Baden-Baden. 

Unter diesen Umständen sollte es nicht weiter überraschend sein, dass man vom Gipfel der Badener Höhe eine sehr abwechslungreiche Rundsicht genießen kann.

Allerdings musste man dafür einen Aussichtsturm bauen, denn die Badener Höhe war vollständig bewaldet. In Bezug auf die Bewaldung ist tatsächlich die Vergangenheitsform passend. Der Jahrhundertorkan Lothar hat am Zweiten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1999 im Schwarzwald unermesslichen Schaden angerichtet. Auch am Gipfel der Badener Höhe hat der Orkan seine Spuren hinterlassen. Diese Spuren werden noch jahrzehntelang sichtbar sein.

Mittwoch, 9. September 2009

Unzerschnittene verkehrsarme Räume im Schwarzwald

Die sogenannten unzerschnittenen verkehrsarmen Räume sind keine förmlichen Schutzgebiete. Sie haben jedoch sehr viel mit dem Flächennaturschutz zu tun. Deshalb habe ich dieses Thema unter die Rubrik "Schutzgebiete" gestellt.

Immer wieder hören wir, dass immer mehr Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind. Dafür gibt es eine Reihe von Ursachen. Der Flächenverbrauch ist hier ebenso zu nennen wie die Industrialisierung der Landwirtschaft. Eine wichtige Ursache für das Artensterben ist jedoch auch die Zerschneidung der Lebensräume z.B. durch Verkehrswege und durch Siedlungen. Dadurch findet eine sogenannte Verinselung der Lebensräume statt. Denn viele Tierarten können die Verkehrswege oder Siedlungsbereiche nicht überqueren.

Eine Folge der Verinselung der Lebensräume ist eine schleichende genetische Degradierung. Dies führt letztendlich zum Aussterben der Art. Es gilt somit, der Verinselung der Lebensräume entgegenzuwirken und möglichst große zusammenhängende Lebensräume zu schaffen.

Die Bundesanstalt für Naturschutz hat eine Methodik festgelegt, nach der unzerschnittene verkehrsarme Räume definiert werden. Wendet man dieses Verfahren auf Baden-Württemberg an, gibt es in diesem Bundesland heute noch 20 unzerschnittene verkehrsarme Räume über 100 km² (UZVR 100). Davon befinden sich 12 im Schwarzwald! Dies sind die folgenden Gebiete:

Sonntag, 6. September 2009

Walderlebnispfad im Bannwald "Klebwald"



In den letzten paar Jahren haben die Forstverwaltungen in einigen Bannwäldern des Schwarzwalds Pfade eingerichtet, die zu einer Entdeckung des Bannwalds einladen und gleichzeitig Lehrreiches über den Bannwald vermitteln sollen. Diese Pfade richten sich nicht zuletzt auch an Kinder, die auf diese Weise mit der kaum bekannten Tatsache vertraut gemacht werden sollen, dass es auch im Schwarzwald inzwischen wieder kleine Wildnisflächen gibt.

Auch im Bannwald Klebwald wurde ein Pfad eingerichtet, er heißt dort Walderlebnispfad. Der Bannwald Klebwald befindet sich am Osthang des Nagoldtals unmittelbar bei Unterreichenbach.
Unterreichenbach kann man gut mit dem Zug z.B. von Pforzheim oder von Calw her erreichen. Ist man mit dem Auto unterwegs (Bundesstraße 463), parkt man am Besten auf den Parkplätzen beim Bahnhof Unterreichenbach.

Pforzheim - Kupferhammer: Startpunkt von Fernwanderwegen



Pforzheim-Kupferhammer ist kein Weg. Die Örtlickeit habe ich hier trotzdem unter der Rubrik "Wege" eingeordnet, denn hier beginnen die drei großen Weitwanderwege des Schwarzwalds, der Westweg, der Mittelweg und der Ostweg. Darüber hinaus beginnen hier noch regionale und lokale Wege des Schwarzwaldvereins sowie die Hauptwanderwege 5 und 10 des Schwäbischen Albvereins.

Man wird wohl sagen können, dass es in Bezug auf die Wanderwege in Baden-Württemberg (und möglicherweise in ganz Deutschland?) keinen markanteren und bekannteren Ort gibt als Pforzheim-Kupferhammer. Und dieser Ort hat bereits eine lange Tradition, denn die Weitwanderwege des Schwarzwaldvereins sind inzwischen über 100 Jahre alt.

Ist man vor Ort, sieht man viele Schilder und seit wenigen Jahren auch die neue Pforte des Westwegs. Sonst deutet aber wenig auf die Bedeutung des Orts hin. Vielleicht macht man sich Gedanken: wie wurde im 19. Jahrhundert gewandert? wie vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg, während der Weimarer Republik, der wirtschaftlichen Krisenzeit, dem Dritten Reich, dem Zweiten Weltkrieg, den Wiederaufbaujahren, den Wohlstandsjahren?

Samstag, 5. September 2009

Die Orgelfelsen im Murgtal



Die Murg hat sich so tief in den Nordschwarzwald eingeschnitten, dass unterhalb des Buntsandsteindeckgebirges das Grundgebirge aus Granit zum Vorschein kommt. Der aus Granit bestehende Orgelfelsen befindet sich am Osthang des Murgtals oberhalb des Orts Reichental im Gemeindegebiet von Gernsbach

Nur wenige Höhenmeter oberhalb des Orgelfelsens auf 650 Meter Höhe wird das Grundgebirge aus Granit vom Deckgebirge aus Buntsandstein abgelöst.

Der im Murgtal anstehende Granit wird auch Forbachgranit genannt. Der Granit verwittert zu charakteristischen Formen. Man spricht von Wollsackverwitterung, denn es entstehen abgerundete Felsblöcke, die entlang von Klüften getrennt sind. Beim Orgelfelsen haben die einzelnen Felsblöcke teilweise das Aussehen von Orgelpfeifen. Die Ausmaße des Felsens sind ca. 70 x 80 x 40 Meter.

Freitag, 4. September 2009

Der Mummelsee im Nordschwarzwald



Mummelsee = Rummelsee: dieser Reim passt so gut, dass man immer wieder versucht ist, ihn anzuwenden. Und es muss auch gleich ein klares Wort gesagt werden: der Reim trifft absolut zu. Die Schwarzwaldhochstraße führt unmittelbar am Mummelsee vorbei. Die vielen Parkplätze am See sind selten frei. Ein nicht endenwollender Strom von Menschen geht in beiden Richtungen um den See herum. Und auf dem See findet Bootsverkehr statt.

Da will sich der Zauber nicht einstellen, den man beim Besuch der anderen Karseen des Schwarzwalds erfährt. Freilich muss man in der Mehrzahl der Fälle mehr oder weniger lang wandern und auch Steigungen bewältigen, bis man an die Ufer eines Karsees gelangt. Und dort ist man dann vielfach allein. Nur der Wind bewegt die Bäume und macht dabei ein beruhigendes Geräusch. Oder man hört den Laut eines Vogels. Oder auch - aber das hört man inzwischen überall auf der Welt - das Brummen eines Flugzeugs hoch oben.

Mittwoch, 2. September 2009

Westweg ist Deutschland`s drittschönster Wanderweg 2009

Die Fachzeitschrift "Wandermagazin" ernennt seit einiger Zeit jedes Jahr Deutschlands schönste Wanderwege. Hierbei gibt es die Kategorie "Routen" (gemeint sind Weitwanderwege) und die Kategorie "Touren" (gemeint sind Tagestouren).

Nun ist es wieder soweit. Die schönsten Wanderwege für das Jahr 2009 sind ernannt und werden am 5. September 2009 bei der Wander- und Trekkingmesse TourNatur in Düsseldorf eine Auszeichnung bekommen.

In der Kategorie "Routen" hat der Westweg im Jahr 2009 den dritten Platz erlangt. Den ersten Platz erhielt der erst im Jahr 2007 eröffnete Saar-Hunsrück-Steig, der zweite Platz ging an den Sauerland-Höhenflug.

Sonntag, 30. August 2009

Westweg von Seibelseckle bis Ruhestein



Der Westweg von Pforzheim nach Basel gehört zu den bekanntesten Fernwanderwegen weit über Deutschland hinaus. Die meisten Menschen, die im Verlauf dieses Wegs unterwegs sind, sind jedoch keine Fernwanderer im klassischen Sinne. Vielmehr geht die überwiegende Zahl der Wanderer jeweils nur kleine Teilabschnitte des Wegs.

Im Nordschwarzwald verläuft der Westweg über eine längere Strecke in der Nähe der Schwarzwaldhochstraße. Hier bietet es sich besonders an, einen kurzen Teilabschnitt zu gehen und mit dem Bus wieder zum Ausgangspunkt zurückzufahren. Ein besonders schöner Teilabschnitt mit einer Weglänge von 6,5 Kilometern ist der Abschnitt vom Seibelseckle zum Ruhestein. Beim Seibelseckle (nur ca. 1 Kilometer vom Mummelsee entfernt) befinden sich ausreichend Parkplätze und eine Bushaltestelle. Man sollte wegen der Rückfahrt mit dem Bus sich bereits vorher z.B. im Internet über die Fahrpläne erkundigen oder man studiert den Aushangfahrplan beim Seibelseckle, der ebenfalls Auskunft über die Fahrtmöglichkeiten vom Ruhestein zum Seibelseckle gibt.

Samstag, 29. August 2009

Hohlohsee auf dem Kaltenbronn


Genau genommen gibt es zwei Hohlohseen, den großen und den kleinen Hohlohsee. Die Besucher sehen heute nur noch den großen Hohlohsee vom Bohlenweg aus. 

Bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts führte der Westweg, der bekannteste Fernwanderweg des Schwarzwalds, noch direkt am kleinen Hohlohsee vorbei. Dieser Weg wurde aus Gründen der Besucherlenkung aufgegeben. Heute kann man diesen Weg nicht mehr erkennen.

Der Hohlohsee befindet sich nahe des höchsten Punkts der großen Buntsandsteinplatte zwischen dem Murg- und dem Enztal auf einer Höhe von 982 Meter im Gemeindegebiet von Gernsbach. Die Wasserfläche der beiden Seen beträgt zusammengenommen 3 Hektar.


Der Lotharpfad an der Schwarzwaldhochstraße



Der Lotharpfad basiert auf einer großartigen Idee, die in der Zwischenzeit im Schwarzwald, aber auch in ganz Deutschland Nachahmer gefunden hat. Nach den Zerstörungen des Jahrhundertorkans Lothar am Zweiten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1999 ließ man auf einer Fläche von 10 Hektar alles liegen und baute einen Pfad durch das Chaos.

Der Lotharpfad gehört inzwischen zu den größten Besucherattraktionen des Schwarzwalds. Zählungen ergaben eine jährliche Besucherzahl von fast 50000. Auch für Kinder ist dieser Pfad eine großartige Gelegenheit, den Geheimnissen und Schönheiten einer wilden Natur auf die Spur zu kommen.

Der Lotharpfad befindet sich im Nordschwarzwald unmittelbar an der Schwarzwald-Hochstraße zwischen Schliffkopf und Kniebis. Von der Straße aus ist der Parkplatz deutlich ausgeschildert. Auch eine Bushaltestelle wurde dort eingerichtet. Die Weglänge ist 900 Meter. Für das Begehen des Wegs sollte man mindestens eine halbe Stunde veranschlagen. Im Wegverlauf befinden sich viele Stufen und Treppen.

Freitag, 28. August 2009

Herrenwieser See bei Forbach

Im Schwarzwald gibt es ca. 10 Karseen, die Mehrzahl davon befindet sich im Nordschwarzwald. Der Herrenwieser See gilt als einer der schönsten Karseen. Er befindet sich am Fuße des 1001 Meter hohen Seekopfs am Rand des Schwarzenbachtals, einem Seitental des Murgtals.

Karseen verdanken ihre Entstehung der letzten Eiszeit. Die vor allem an den Nord- und Ostflanken der Berge herabfließenden Gletscher hobelten eine Vertiefung im Gestein aus (Kar). Nach dem Abschmelzen der Eismassen füllten sich die entstandenen Senken mit Wasser. Alle Karseen neigen zur Verlandung. Die Vegetation ergreift von der Wasserfläche immer mehr Besitz, bis letztendlich ein Moor übrigbleibt. Ginge es nur nach der Natur, wären wohl alle Karseen des Schwarzwalds bereits verlandet.

Dienstag, 25. August 2009

Beckerweg rund um den Hohen Ochsenkopf


Wann ist ein Weg ein Geheimtip? Ich denke, das trifft dann zu, wenn der Weg lohnend und zu empfehlen ist und wenn er gleichzeitig kaum bekannt ist. Der Beckerweg rund um den Gipfel des 1055 Meter ü NN gelegenen Hohen Ochsenkopfs zählt zu dieser Kategorie an Wegen.

Ich bin eher zufällig auf diesen Weg gekommen. Eigentlich wollte ich auf dem Gipfelweg über den Hohen Ochsenkopf mitten durch den Bannwald. Diesen Weg habe ich auch bewältigt, jedoch wird der Gipfelweg über den Hohen Ochsenkopf augenscheinlich nicht mehr instandgehalten und es bereitet bereits jetzt große Probleme, dem Weg zu folgen. Nur die Ortskenntnis von früheren Begehungen haben es mir ermöglicht, die Gipfelüberschreitung erfolgreich zu beenden.

Vor und nach der Gipfelüberschreitung stieß ich auf einen mit Holzpfählen mit blau-weißer Farbe markierten Weg. Dieser Weg führte anscheinend um den Gipfel herum. Ich folgte dem Weg und umrundete tatsächlich den Hohen Ochsenkopf auf diesem Weg mit einer Wegdauer von einer starken Stunde. Dieser Weg verläuft entweder am Rand des Bannwalds entlang oder auch durch den Bannwald. Somit kann man auch auf dem Beckerweg den Bannwald erleben.

Freitag, 21. August 2009

Bannwälder im Schwarzwald

36 der zur Zeit 111 Bannwälder des Bundeslandes Baden-Württemberg befinden sich im Schwarzwald. Bannwald ist die baden-württembergische Bezeichnung für ein Naturwaldreservat, in dem forstwirtschaftliche Eingriffe nicht stattfinden und das sich allmählich wieder zu einem Urwald entwicklen soll.

Die Gesamtfläche der Bannwälder im Schwarzwald ist 3186,2 Hektar. Hier ist meiner Meinung nach noch viel Spielraum nach oben drin.

Donnerstag, 20. August 2009

Aussichtsturm auf der Büchenbronner Höhe


Die 608 Meter ü NN hohe Büchenbronner Höhe ist ein relativ unspektakulärer Waldberg am unmittelbaren Nordrand des Schwarzwalds nur 3 Kilometer Luftlinie vom Einschnitt des Enztals entfernt. Vom Gipfel der Büchenbronner Höhe hätte man wegen der Bewaldung nicht die geringste Sicht, gäbe es nicht den Aussichtsturm.

Die Sicht vom Turm ist jedoch sehr instruktiv. Hier kann man sehen, wie der Schwarzwald im Norden beginnt, wie sich das Gelände in Wellen langsam emporhebt. Durch die Lage am Nordrand des Schwarzwalds hat man nach Norden, Nordosten und Nordwesten zudem eine weite Sicht. Sie reicht bis zum Höhenzug des Strombergs im Norden und zu den Bergen des Pfälzer Walds im Nordwesten.

Mittwoch, 19. August 2009

Naturparks in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg bestehen zur Zeit sieben Naturparks:

  • Neckartal-Odenwald, Fläche 129200 Hektar, Verordnung 1986
  • Obere Donau, Fläche 135019 Hektar, Verordnung 1992
  • Schönbuch, Fläche 15564 Hektar, Verordnung 1961
  • Schwäbisch-Fränkischer Wald, 90400 Hektar, Verordnung 1993
  • Schwarzwald Mitte / Nord, 374000 Hektar, Verordnung 2003
  • Stromberg-Heuchelberg, 32891 Hektar, Verordnung 1986
  • Südschwarzwald, 333000 Hektar, Verordnung 2000

Die Zahlen zeigen, dass die beiden Naturparks im Schwarzwald nicht nur die jüngsten, sondern auch die größten Naturparks des Landes Baden-Württemberg sind. Der Naturpark Schwarzwald Mitte / Nord ist sogar der größte Naturpark Deutschlands. Nahezu der gesamte Schwarzwald wird von den beiden Naturparks Südschwarzwald und Schwarzwald Mitte / Nord abgedeckt.

Dienstag, 18. August 2009

Das Monbachtal bei Bad Liebenzell



Das Monbachtal gehört zu den ursprünglichsten und schönsten Buntsandsteintälern des Schwarzwalds. Der Monbach ist ein Zufluss der Nagold. Er mündet von Osten her kommend zwischen Bad Liebenzell im Süden und Unterreichenbach im Norden in die Nagold.

Nur ein schmaler Fußweg verläuft durch das Monbachtal. Dies garantiert ein ursprüngliches Naturerlebnis. Wegen der großen Bekanntheit des Tals ist das Besucheraufkommen jedoch vor allem an schönen Wochenenden und während der Ferienzeit sehr hoch.

Bemerkenswert sind das enge Bachtal mit steilen Hängen, die zahlreichen Steine ("Felsenmeer") sowie die Moose, die im Bach und neben dem Bach weite Flächen bedecken. Die vielen Steine sind seit dem Ende der letzten Eiszeit von den Hängen durch Erosion und Unterspülung ins Tal gestürzt. Eine Besonderheit sind die Moose, unter denen es sehr seltene Arten gibt. Im Tal stockt ein Tannen-Buchenwald. Einige Bäume weisen einen sehr großen Stammdurchmesser auf. Die Wälder an den Hängen werden teilweise forstwirtschaftlich genutzt, nicht jedoch der Waldstreifen am Talboden. Der Unterschied im Waldbild ist vor Ort deutlich zu erkennen.

Sonntag, 16. August 2009

Naturschutzgebiete im Landkreis Calw

Der Landkreis Calw befindet sich in der Nordostecke des Schwarzwalds. Er erstreckt sich über die Täler von Nagold, Enz und Alb und die dazwischenliegenden Hochflächen. Außer am Schwarzwald hat der Landkreis Calw auch noch Anteile an der östlichen Nachbarlandschaft des Schwarzwalds, dem Gäu. Der größere Teil des Landkreises gehört jedoch zum Schwarzwald.

Im Landkreis Calw wurden bisher 26 Naturschutzgebiete ausgewiesen. Einige wenige dieser Gebiete erstrecken sich über mehrere Landkreise. 11 dieser Naturschutzgebiete liegen vollständig im Schwarzwald, 5 weitere Naturschutzgebiete befinden sich an der Grenze zwischen dem Schwarzwald und dem Gäu und erstrecken sich über beide Landschaften.

Dies sind die 11 Naturschutzgebiete des Landkreises Calw im Schwarzwald:

Freitag, 14. August 2009

Bannwald Eiberg bei Höfen an der Enz



Der Bannwald Eiberg ist ein Naturwaldreservat im Nordschwarzwald zwischen dem Enz- und dem Eyachtal. Das Schutzgebiet ist 95 Hektar groß und wurde im Jahr 1998 ausgewiesen.

Dieser Bannnwald erfordert etwas Anstrengung, wenn man ihn richtig erleben will. Um auf die Hochfläche des Eibergs zu kommen, sind vom Enztal bei Höfen a.d. Enz aus ca. 300 Höhenmeter zu bewältigen. Zwar kann man sehr viel schneller an die untere Grenze des Bannwalds gelangen, wo sich auch die Informationstafeln (Waldschrat) befinden. Das ist jedoch nicht ausreichend, um einen Gesamteindruck vom Gebiet zu bekommen.

Im Bannwald gibt es einen extra angelegten Pfad (Forscherpfad), der auf den Informationstafeln verzeichnet ist. Dieser Pfad ist ungemein interessant, jedoch nicht gerade einfach zu gehen.
Für mich ist die Hochfläche des Eibergs ein Geheimtip. Dort herrscht eine köstliche Ruhe, kaum jedoch kommt hier herauf. Auf einer Wiese, die bemerkenswerterweise zur Bannwaldfläche dazugehört (soll sich hier wieder Wald ansiedeln?) kann man die unbeschreibliche Stimmung am Besten genießen.

Aktualisierung vom 28.06.2017: Die Infotafeln zum Bannwald (Bannwaldschrate) wurden inzwischen entfernt. Der Forscherpfad ist nicht mehr vorhanden. Augenscheinlich will man nicht mehr, dass sich Besucher im Bannwald aufhalten. Der Bannwald ist nur noch von den am Rand entlanglaufenden Forstwegen zu erleben.

Die zehn größten Naturschutzgebiete in BW

Fünf der zehn größten Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg befinden sich im Schwarzwald. Dies unterstreicht die Bedeutung dieses Mittelgebirges und seiner Natur für das Bundesland Baden-Württemberg.

Hier sind die zehn größten Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg, geordnet nach der Größe:

Donnerstag, 13. August 2009

Abschnitt des Westwegs entlang der Enz



Der Westweg von Pforzheim nach Basel war der erste und ist heute noch der bekannteste Weitwanderweg des Schwarzwalds. Der Westweg war darüber hinaus der erste Weitwanderwegs Deutschlands. Zudem gehört er weltweit zur ersten Liga der Weitwanderwege.

Im Jahr 2006 erhielt der Westweg auf verschiedenen Teilstrecken
eine geänderte Wegführung. Hintergrund war die bevorstehende Zertifizierung des Westwegs als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland".

Auch im Abschnitt zwischen Pforzheim und Dobel wurde die Wegführung teilweise verändert. Bis zum Jahr 2006 machte der Westweg mit dem Fluss Enz nur ganz kurz Bekanntschaft. Der Weg querte die Enz lediglich auf dem "Unteren Enzsteg" bei Birkenfeld und stieg dann sofort wieder auf die Hochflächen des Nordschwarzwalds an. Die neue Wegführung verläuft nun vom Unteren Enzsteg bis nach Neuenbürg entlang der Enz auf ca. 6 Kilometern Länge. Damit hat sich der Erlebniswert des Westwegs enorm gesteigert. Die bisherige Wegführung bleibt erhalten. Sie ist nun als Höhenvariante ausgeschildert. Es bereitet keinerlei Schwierigkeiten, gerade diesen neuen Wegverlauf zu gehen. Von Neuenbürg kommt man bequem mit der Stadtbahn wieder nach Birkenfeld zurück.

Dienstag, 11. August 2009

Die Tausender des Nordschwarzwalds


24 Gipfel des Nordschwarzwalds erreichen eine Höhe von mehr als 1000 Meter ü NN. Sie befinden sich alle in einem eng begrenzten Gebiet im Hauptkamm des Nordschwarzwalds zwischen dem Oberrheingraben im Westen und dem Murgtal im Osten.

Der höchste Berg des Nordschwarzwalds ist die Hornisgrinde mit ihrem Hauptgipfel, 1.163 Meter ü NN.


Nachfolgend sind alle 24 Gipfel aufgelistet. Bei den einzelnen Gipfeln finden sich Links zu Artikeln in diesem Blog, die sich mit den jeweiligen Gipfeln befassen. Der heutige Artikel ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt. 

Montag, 10. August 2009

Der Schwarzwald und seine Natur

Der Schwarzwald ist das größte, höchste und bekannteste Mittelgebirge in Deutschland. Thema dieses Blogs soll die faszinierende Natur des Schwarzwalds sein.

Die einzelnen Naturerscheinungen des Schwarzwalds wie z.B. Berge, Täler, Flüsse, Seen, Moore oder Felsen sollen hier regelmäßig vorgestellt werden. Dann soll es aber auch um den Schutz der Natur und die einzelnen Schutzgebiete gehen. Nicht zuletzt sollen auch Wege in die Natur vorgestellt werden. Aktuelle Entwicklungen in Sachen Natur und Naturschutz sollen begleitet und auch kommentiert werden.