Freitag, 13. November 2009

Sankenbachsee bei Baiersbronn



 Der Sankenbachsee hat eine Größe von 2,4 Hektar, eine Tiefe von bis zu 7 Metern und einen Wasserinhalt von 60000 cbm. In Jahren 1980/81 wurde an der Stelle der ehemaligen Endmoräne des früheren Sankenbachsees mit 12000 cbm Erdmaterial ein Wall gebaut. Somit ist der bereits vor ca. 3000 Jahren verschwundene Sankenbachsee wiedererschaffen worden. Über diese Zahlen gibt eine Tafel beim See Auskunft.

Beeindruckender als der doch künstliche See erschien mir das riesige Sankenbachkar, das im Gegensatz zum See vollkommen natürlich ist. Es gibt kaum ein größeres Kar im Nordschwarzwald. Der See mag zwar interessant und dem Fremdenverkehr dienlich sein. Jedoch wurde beim Wiederanstau des Sees das dort vorhandene Verlandungsmoor als Relikt des ehemaligen Sees mit vielen seltenen Pflanzenarten unter Wasser gesetzt. Jetzt sind am Nordrand des neuen Sees erneut Verlandungsvorgänge zu beobachten.

Also könnte man zusammenfassen: der See kann das Ziel einer Wanderung sein, das Wichtigste und Wertvollste an dieser Wanderung ist jedoch der Weg durch das Sankenbachtal sowie der Rundumblick im Sankenbachkar.
Mit dem Auto fährt man von Baiersbronn aus auf der Sankenbachstraße in das Sankenbachtal, am Sessellift vorbei bis zum Parkplatz Sankenbach. Von dort geht es mit der Bezeichnung gelbe Raute des Schwarzwaldvereins in 2.0 Kilometern zum See. Vom Bahnhof Baiersbronn aus folgt man der blauen Raute des Schwarzwaldvereins (Seensteig) und gelangt nach 4 Kilometern zum See.

In einem beeindruckenden eiszeitlichen Kar im Nordschwarzwald befindet sich der Sankenbachsee.
 

Der von einem Gletscher der Würmeiszeit geschaffene Karsee im Sankenbachkar ist allerdings bereits vor ca. 3000 Jahren ausgelaufen. Der heute vorhandene Sankenbachsee wurde erst in den Jahren 1980/81 durch das Wiederrichten der eiszeitlichen Endmoräne aufgestaut.

Die Karte zeigt die durch die Verordnung des Landratsamts Freudenstadt über die Beschränkung des Gemeingebrauchs gesperrten Bereiche am Sankenbachsee (rote Schraffur). Diese Flächen befinden sich am nördlichen Seeufer.

Hier sieht man die gesperrten Flächen am Ufer des Sankenbachsees. Auf diesen Flächen soll sich die teilweise seltene Flora und Fauna ungestört entwickeln können.

Der Herbst zeigt sich mit verschiedenen Farben in der Umgebung des Sankenbachsees. 

Beeindruckend und geheimnisvoll ist die riesige Rundung des Sankenbachkars.

Von der Karwand aus hat man einen Tiefblick auf den Sankenbachsee.

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