Mittwoch, 29. Dezember 2010

Aussicht vom Wallberg bei Pforzheim


Westlich über dem inneren Stadtbereich von Pforzheim erhebt sich der Wallberg. Dies ist eine Hügelkuppe, die durch die Aufschüttung von Trümmerschutt nach den Zerstörungen von Pforzheim im Zweiten Weltkrieg künstlich erhöht worden ist. Vom Wallberg bietet sich eine prächtige Aussicht auf Pforzheim sowie den südlich der Stadt beginnenden Schwarzwald mit den drei Tälern von Würm, Nagold und Enz.


Man kann den Wallberg mit einer kleinen Wanderung vom Pforzheimer Bahnhof aus erreichen. Man folgt vom Bahnhof aus zunächst der Markierung des Europäischen Fernwanderwegs E1 (weißes Kreuz, markiert durch den Odenwaldklub) und ab dem Hauptfriedhof der Markierung des Nordrandwegs (Schwarzwaldverein). Die Weglänge in einer Richtung ist 3,5 Kilometer.

Freitag, 24. Dezember 2010

Wanderwege mit Prädikat im Schwarzwald


Bei der Vielzahl der Wanderwege in Deutschland und gerade auch im Schwarzwald gibt es oft den Wunsch, gerade die besten, schönsten und abwechslungsreichsten Wanderwege zu kennen und zu begehen. Zur Zeit hat man in Deutschland in dieser Hinsicht die Wahl zwischen drei verschiedenen Zertifizierungsverfahren bzw. Auswahlverfahren für Wanderwege. Ein viertes Verfahren ist in Planung. Denn die europäische Wandervereinigung will im kommenden Jahr ebenfalls in das Thema der Zertifizierung von Wanderwegen einsteigen. Und das wird sicher spannend, wenn sich die deutschen Wanderwege in europäischem Rahmen messen lassen müssen. 

Zur Zeit gibt es in Deutschland die Premiumwege. Dahinter steckt ein strenges Zertifizierungsverfahren, das vom Detschen Wanderinstitut e.V. durchgeführt wird. Dann gibt es die Wanderwege Wanderbares Deutschland. Diese Wege werden vom Deutschen Wanderverband zertifiziert. Das Verfahren ist hierbei etwas weniger streng als bei den Premiumwegen. Und als drittes Auswahlverfahren wäre die jährliche Prämierung von Deutschlands schönsten Wanderwegen zu nennen, die seit dem Jahr 2006 von der Zeitschrift Wandermagazin vorgenommen wird.

Schauen wir mal, was mit Stand Ende 2010 der Schwarzwald an zertifizierten oder prämierten Wegen aufzuweisen hat.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Kniebiser Heimatpfad - ein neuer Premiumweg im Nordschwarzwald

Erneut hat das Deutsche Wanderinstitut einen Weg im Schwarzwald geprüft und als Premiumweg zertifiziert. Diesmal erhielt der Kniebiser Heimatpfad die Auszeichnung Premiumweg.

Die Zertifizierung erfolgte im November 2010 und ist bis November 2013 gültig. Der Kniebiser Heimatpfad verläuft rund um Freudenstadt-Kniebis. Die Weglänge ist 9,7 Kilometer. Der Weg erhielt eine Erlebnispunktzahl von 57 Punkten. Im Verlauf des Kniebiser Heimatpfads befinden sich zahlreiche Informationstafeln, die über die Natur und über die Geschichte von Kniebis informieren. Der Weg kommt an einigen Aussichtspunkten, unter anderem auf einen Karsee, vorbei. Außerdem führt der Weg durch den Ortskern von Kniebis hindurch.    

Der Freudenstädter Teilort Kniebis befindet sich in einer Höhenlage von über 900 Meter über NN am Hauptkamm des Nordschwarzwaldes gleich bei der Schwarzwaldhochstraße. Das garantiert Nebelfreiheit und viel Schnee im Winter. 

www.deutscheswanderinstitut.de

Freitag, 3. Dezember 2010

Bannwald Teufelsries bei Bad Rippoldsau-Schapbach


Unter den über 30 Bannwäldern des Schwarzwalds gibt es Bekannte und weniger Bekannte. Einige Bannwälder werden touristisch vermarktet. Es gibt dort Informationstafeln und Rundwege wie zum Beispiel beim Bannwald Bärlochkar oder Waldmoor-Torfstich. Andere Bannwälder sind so gut wie unbekannt. Dort sieht man gerade mal, wenn man aufmerksam ist, das einheitliche Schild der Forstbehörde, das auf den Bannwald hinweist.

Der Bannwald Teufelsries gehört zur zweiten Gruppe der Bannwälder. Kaum jemand kennt dieses Gebiet. Der Bannwald Teufelsries befindet sich im obersten Wolftal im Nordschwarzwald nur wenige Kilometer von Freudenstadt-Kniebis und von der Schwarzwaldhochstraße bei der Alexanderschanze entfernt. Der Bannwald befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Bad Rippoldsau-Schapbach. 

Donnerstag, 25. November 2010

Der Schliffkopf, ein Tausender im Nordschwarzwald


Der Schliffkopf ist mit einer Höhe von 1.055 Meter ü NN einer von 24 Gipfeln des Nordschwarzwalds, die die Höhenmarke von 1000 Metern erreichen oder überschreiten.

Und der Schliffkopf ist der südlichste der Tausender des Nordschwarzwalds. Weiter südlich im Bereich des mittleren Schwarzwalds befindet sich erst einmal über eine längere Strecke kein weiterer Gipfel mehr, der die Tausendmetermarke übersteigt. Das macht den Schliffkopf zu einem interessanten Aussichtsberg, zumindest für die Himmelsrichtungen von Südosten bis Südwesten.

Der Schliffkopf befindet sich im Hauptkamm des Nordschwarzwalds. Unweit vom Gipfel führt die bekannte Schwarzwaldhochstraße vorbei, eine Touristen- und Panoramastraße, die Baden-Baden mit Freudenstadt verbindet. Dort wo die Schwarzwaldhochstraße dem Schliffkopf am nächsten kommt, steht das Schliffkopfhotel. Dieses Hotel besteht schon seit über 75 Jahren, es hat hier eine Bestandsgarantie, auch wenn  das Gebiet um den Schliffkopf später als Naturschutzgebiet ausgewiesen worden ist.

Montag, 22. November 2010

Biosphärengebiet im Südschwarzwald geplant

Es deutet vieles darauf hin, dass Baden-Württemberg in den kommenden Jahren ein zweites, von der Unesco anerkanntes Biosphärengebiet bekommen wird. Zur Zeit hat Baden-Württemberg nur ein derartiges Schutzgebiet, das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Das zweite Biosphärengebiet könnte nun im Südschwarzwald entstehen.

Sonntag, 21. November 2010

Gernsbacher Runde von Gernsbach bis Lautenbach


Die Gernsbacher Runde ist einer der wenigen Wanderwege in Baden-Württemberg, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. mit dem Label Premiumweg zertifiziert worden sind. 

Das garantiert einen Wandergenuss der Spitzenklasse. Eine hervorragende Beschilderung und eine abwechslungsreiche Wegführung sind nur zwei von Dutzenden von Kriterien, die Wege erfüllen müssen, um als Premiumweg ausgezeichnet zu werden.

Die Gernsbacher Runde führt mit einer Länge von 42,7 Kilometern von Gernsbach zuerst durch die Berglandschaften östlich des Murgtals. Bei Hilpertsau wechselt der Weg auf die Westseite der Murg und führt durch die Landschaften zwischen dem Murgtal und dem Oostal. Die Weglänge verbietet es, die Gernsbacher Runde in einer Tagesetappe zu gehen. Zu den 42,7 Kilometern Weglänge kommen ja noch die Höhenunterschiede der zahlreichen Anstiege dazu. Noch wichtiger ist aber der Umstand, dass man einen Premiumweg auf keinen Fall im Dauerlauf zurücklegen sollte. Dafür gibt es auf einem Premiumweg einfach zu viel zu sehen.

Montag, 15. November 2010

Ellbachsee bei Freudenstadt-Kniebis


Der Ellbachsee ist einer von mehreren Karseen im Nordschwarzwald. Die Seefläche ist allerdings heute bereits stark eingeschränkt, einerseits durch Verlandungsvorgänge von den Seerändern her, andererseits durch eine auf dem See schwimmende Torfinsel, die sogar schon von einigen jungen Bäumen bestockt wird. Auch die heutige Tiefe des Sees ist mit 2 Metern im Vergleich zu einigen anderen Karseen des Schwarzwalds nicht besonders beeindruckend.

Der Ellbachsee befindet sich in einem ehemaligen Gletscherkar an einem Nordhang in einer Höhe von 771 m ü NN ca. 1,5 Kilometer nördlich des Freudenstädter Ortsteils Kniebis. Der Ellbachsee mit dem umgebenden Kar ist ein sehr anschauliches Beispiel für die Phänomene, die die letzte Eiszeit im Schwarzwald hinterlassen hat. Eines dieser Phänome ist die steile Karwand mit einer Höhe von ca. 150 Metern, die der Gletscher während der Würmeiszeit ausgehobelt hat. Ein weiteres Phänomen ist die Endmoräne des ehemaligen Gletschers, die den See gestaut hat. Der Abfluss aus dem See hat diese Endmoräne bereits vor längerer Zeit an der zentralen Stelle durchbrochen. Und das dritte Phänomen ist das vom Gletscher ausgehobelte Becken, das heute der See bzw. das entstehende Verlandungsmoor füllen.

Donnerstag, 11. November 2010

Laufbach-Wasserfälle bei Loffenau


Nicht besonders spektakulär, aber von oben schnell erreichbar sind die Laufbach-Wasserfälle bei Loffenau.  Der Ort Loffenau liegt auf einer Geländeterrasse östlich über dem Murgtal oberhalb von Gernsbach. Unmittelbar nördlich von Loffenau tieft sich der Laufbach in das Laufbachtal ein und fließt hierbei über einige Felsen, die zum sogenannten Oberrotliegend gehören. Zwei Stufen von 3 und 5 Metern sind es, über die der Laufbach mehr gleitet als fällt.

Das Rotliegend ist ein Sedimentgestein, das während des Perm, der jüngsten Einheit des Erdaltertums in verschiedenen Becken Mitteleuropas abgelagert wurde. Dieses Sedimentgestein ist also älter als die während des Erdmittelalters in ganz Baden-Württemberg abgelagerten großen Sedimentserien (Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, Jura).

Der Laufbach entspringt am Hang der Teufelsmühle. Das ist der nördlichste Berg des hohen Nordschwarzwalds südöstlich über Loffenau. Das Laufbachtal mündet zwischen Gernsbach und dem Teilort Hörden in das Murgtal.

Samstag, 6. November 2010

Ortenauer Weinpfad von Gernsbach nach Baden-Baden


Der Ortenauer Weinpfad verläuft in sieben Tagesetappen am Westrand des Nordschwarzwalds entlang durch die Landschaft der Ortenau. Ursprünglich war der nördliche Startpunkt des Weges in Baden-Baden. Vor wenigen Jahren hat man dem Weg jedoch eine weitere Etappe hinzugefügt, die Etappe von Gernsbach nach Baden-Baden.

Diese neue erste Etappe des Ortenauer Weinpfads ist ca. 14,5 Kilometer lang und bewältigt einen Höhenunterschied von ca. 270 Metern im Auf- und Abstieg. Ein Vorteil der ersten Etappe ist ihre leichte Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum Anfangspunkt in Gernsbach verkehrt die Murgtalbahn (Stadtbahn Karlsruhe - Freudenstadt) teilweise stündlich, teilweise halbstündlich (Haltestelle Gernsbach Mitte). Und vom Endpunkt beim Leopoldsplatz in Baden-Baden fahren in kurzen Abständen Busse zum Bahnhof von Baden-Baden oder jede Stunde nach Gernsbach zurück. Alle Verkehrsmittel können mit den Sonderangeboten wie zum Beispiel Wochenendticket oder Baden-Württemberg-Ticket benutzt werden.

Mittwoch, 3. November 2010

Aussicht vom Schloss Eberstein bei Gernsbach


Über dem mittleren Murgtal auf einem Ausläufer des Gernsbergs im Gemeindegebiet von Gernsbach liegt das Schloss Eberstein

Früher war hier eine Burg. Heute umfasst das Schloss Eberstein ein Hotel, ein Restaurant und ein Weingut. Vom Schloss Eberstein bietet sich ein wunderschöner Blick in Richtung Süden talaufwärts ins mittlere Murgtal mit seiner Bergumrahmung. 

Zwischen dem Schloss Eberstein und dem Grund des Murgtals befindet sich am Südhang ein großer Weinberg. Dies ist der höchstgelegene Weinberg im Murgtal und dies garantiert die freie Sicht nach Süden. Auf den folgenden vier Bildern ist die Aussicht vom Schloss Eberstein von rechts nach links (von Südwesten nach Südosten) zu sehen.

Man kann mit dem Auto zum Schloss Eberstein fahren. Parkplätze befinden sich oberhalb des Anwesens. In Gernsbach muss man sich zunächst auf die westliche Seite der Murg begeben. Die Schlossstraße führt dort nach Süden und zweigt dann nach rechts ab hinauf zum Schloss.

Interessanter ist es jedoch, zum Schloss Eberstein zu wandern. Ein Ausgangspunkt ist Gernsbach. Von dort führt der Ortenauer Weinpfad (Startpunkt am Marktplatz) in 3 Kilometern hoch zum Schloss. Nächstgelegener Ausgangspunkt ist Obertsrot im Murgtal (wie Gernsbach Haltestelle der Murgtalbahn). Von dort steigt man in 1,5 Kilometern zum Schloss an.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Nagoldtalsperre bei Seewald


Im obersten Nagoldtal zwischen dem Nagoldursprung und Altensteig wird die Nagold gestaut. Hintereinander liegen die sogenannte Vorsperre und die Hauptsperre.

Ursprünglich als Hochwasserrückhaltebecken und als Speicher während Niedrigwasserzeiten gedacht, entwickelte sich die Nagoldtalsperre bald zu einem beliebten Freizeitgebiet. Allerdings konzentriet sich der Freizeitbetrieb auf die Sommermonate. Während des Herbstes findet man eine großteils verlassene Landschaft und viel Ruhe vor. Allerdings muss man außerhalb der Hochsaison damit rechnen, dass die Sperre nicht ganz voll ist und die bei Stauseen bekannten hässlichen vegetationslosen Randstreifen zum Vorschein kommen.

Die Nagoldtalsperre befindet sich in einer Höhe von 552 m ü NN. Sie wurde in den Jahren 1965 - 1970 erbaut. Die Vorsperre weist die folgenden Daten auf: Länge des Stausees: 800m, Wasserfläche: 87.000 m², größte Tiefe: 10 m, Gesamtinhalt: 422.000 m³, Dammhöhe 11,5 m. Die Daten der Hauptsperre: Länge des Stausees: 2.050 m, Wasserfläche: 376.000 m², größte Tiefe: 30 m, Gesamtinhalt: 4.500.000 m³, Dammhöhe: 32,1 m.

Samstag, 23. Oktober 2010

Bannwald Altlochkar - Rotwasser


Zusammen mit dem unmittelbar angrenzenden Bannwald Wildseemoor bildet der Bannwald Altlochkar-Rotwasser die größte Bannwaldfläche in Baden-Württemberg. Während jedoch das Wildseemoor bei Kaltenbronn - der größte Hochmoorkomplex Mitteleuropas - weithin bekannt ist, kennt kaum jemand den Bannwald Altlochkar-Rotwasser.

Der Bannwald Altlochkar - Rotwasser hat eine Fläche von 105,4 Hektar. Anteil am Bannwald haben die Städte Gernsbach sowie Bad Wildbad und damit die Landkreise Rastatt und Calw. Die Höhenlage des Bannwalds ist zwischen 700 und 900 Meter. Der Bannwald reicht somit hinauf bis auf die Hochfläche zwischen dem Enz- und dem Murgtal.

Der Doppelname des Bannwalds leitet sich wie folgt ab:
Das Altlochkar ist ein eiszeitliches Kar unmittelbar nordöstlich der Hochfläche des Wildseemoors und im hintersten Eyachtal.
Rotwasser ist der Name des Baches, der das Gebiet entwässert. Der Bach Rotwasser mündet in den Bach Brotenau, der wiederum später zusammen mit dem Bach Dürreych die Eyach bildet. Die Eyach mündet in die Enz.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Zur Großen Wiese im Naturschutzgebiet Eyachtal


Genau genommen heißt das Naturschutzgebiet "Eyach-, Enz- und Rotenbachtal mit Herzogswiesen". Dieses Naturschutzgebiet an der Nahtstelle der Landkreise Calw, Rastatt und Enzkreis ist so groß, dass man es nicht in einem Post behandeln kann. Heute geht es um einen kleinen Teil dieses Naturschutzgebiets, das Eyachtal zwischen der Eyachmühle und der sogenannten Großen Wiese.

Das Naturschutzgebiet Eyach-, Enz- und Rotenbachtal mit Herzogswiesen schützt einige der naturbelassensten Täler des Nordschwarzwalds. Die Bäche und Flüsse dürfen im Bereich des Naturschutzgebiets noch ohne Verbauungen frei fließen, sie werden von naturnahen Auenwäldern oder von Wiesen begleitet. Der Höhepunkt bei den Wiesen im Naturschutzgebiet ist sicher die Große Wiese. Sie befindet sich am Zusammenfluss der Bäche Dürreych und Brotenau. Durch den Zusammenfluss dieser Bäche wird die Eyach geboren, die zwischen Höfen und Rotenbach in die Enz mündet.

Samstag, 16. Oktober 2010

Schweizer Wiese in Bad Herrenalb


Die Schweizer Wiese ist eine von mehreren Parkanlagen in Bad Herrenalb. Sie befindet sich im nördlichen Teil der Kurstadt unmittelbar nordöstlich des Bahnhofs.

Die Schweizer Wiese wird auf ihrer östlichen Seite von der Ettlinger Straße begrenzt, der Hauptdurchgangsstraße durch Bad Herrenalb. Auf der westlichen Seite des Parks fließt das Flüsschen Alb und dahinter verläuft die Stadtbahn Bad Herrenalb - Karlsruhe. Innerhalb der Parkanlage befindet sich die Siebentälertherme.

Auf verschiedenen Wegen kann man einen Spaziergang durch die Schweizer Wiese machen. Es gibt zahlreiche Bänke, Wiesen, Einzelbäume, Baumgruppen, Seen, Springbrunnen und Freizeiteinrichtungen. Die Felsgruppe des Falkenstein bildet den malerischen Hintergrund im Nordwesten der Parkanlage. 

Montag, 11. Oktober 2010

Durch das Kollbachtal bei Bad Liebenzell


Das Kollbachtal ist eines der zahlreichen Seitentäler des Nagoldtals im nordöstlichen Schwarzwald. Im Gegensatz zu manch anderem Seitental wie z.B. dem Monbachtal oder dem Schweinbachtal ist das Kollbachtal jedoch ein eher ruhiges, wenig spektakuläres Tal.

Der Kollbach fließt plätschernd durch das vollständig bewaldete Tal. Ein Forstweg führt von unten, vom Nagoldtal her durch das Tal. Die Einmündung des Kollbachtals in das Nagoldtal ist 1,4 Kilometer südlich der Stadtmitte von Bad Liebenzell. 

In Bad Liebenzell beginnt der mit der blauen Raute bezeichnete Simmersfelder Weg. Er führt zunächst im Nagoldtal bis zur Einmündung des Kollbachtals und von dort das Kollbachtal aufwärts nach Oberkollbach und weiter nach Simmersfeld.

Donnerstag, 30. September 2010

Feldbergsteig - ein Weg der Superlative


Über die Gipfel und durch die Berghänge des Feldbergs führt der neue Feldbergsteig. Er bietet ein Naturerlebnis der Spitzenklasse.

Einigermaßen gut zu Fuß sein sollte man schon, wenn man den Feldbergsteig begeht. Seine Länge beträgt 12 Kilometer. Es gibt mehrere Anstiege, der letzte Anstieg vom Feldsee hoch zum Feldbergpass kann ganz schön anstrengen. Der Feldbergsteig wurde vom Deutschen Wanderinstitut e.V. als Premiumweg ausgezeichnet. Er erhielt eine Erlebnispunktzahl von 77 Punkten.

Start- und Endpunkt des Wegs ist am Feldbergpass. Der Weg führt hoch zum Seebuckgipfel des Feldberg, dann über den Grüblesattel zum Feldberg-Höchsten. Von dort wird zur St. Wilhelmer Hütte abgestiegen. Anschließend führt der Weg auf die wilde Nordseite des Feldbergs, zuerst in das Zastler Loch mit der Zastler Hütte. Ein weiterer Anstieg leitet hinüber zur Baldenweger Hütte. Entlang eines wilden Bachlaufs geht es von dort nach Nordosten abwärts und später horizontal und fallend zum Feldsee. Der letzte Teil des Feldbergsteigs führt vom Feldsee durch den Bannwald Feldseewald hinauf zum Feldbergpass.


Sonntag, 26. September 2010

Klosterruine Frauenalb


Im Jahr 1853 brannte das ehemalige Benediktiner-Nonnenkloster Frauenalb einschließlich der barocken Klosterkirche vollständig aus. Über 150 Jahre später stellt man heute staunend fest, dass die Außenmauern der Kirche und der Klostertrakte immer noch nahezu vollständig erhalten sind.

Frauenalb befindet sich im Südteil des Albtals. Das Albtal schneidet sich im Norden bei Ettlingen in den Schwarzwald ein und verläuft nach Süden bis südlich von Bad Herrenalb. Frauenalb befindet sich im Albtal vier Kilometer nördlich von Bad Herrenalb.

Durch das Albtal verkehrt die Stadtbahn von Karlsruhe bis nach Bad Herrenalb. Nur wenige Gehminuten von der Klosterruine entfernt hält die Stadtbahn an der Haltestelle Frauenalb - Schielberg. Bei der Klosterruine befinden sich Parkplätze. Der Albtalweg oder Graf-Rhena-Weg, ein regionaler Wanderweg des Schwarzwaldvereins, führt direkt an der Klosterruine vorbei. 

Mittwoch, 22. September 2010

Wetterfahnenhütte auf dem Wildbader Kopf bei Bad Wildbad


Nordwestlich des Zentrums von Bad Wildbad ragt der Wildbader Kopf aus der Hochfläche gegen das Enztal vor. Nur wenig unterhalb der Hochfläche wurden im Jahr 2002 auf einem vom Wald geräumten Grundstück eine Unterstandshütte gebaut sowie eine Wetterfahne errichtet. Konsequenterweise heißt die neue Hütte Wetterfahnen-Hütte.

Von der Hütte hat man einen schönen Blick auf das Enztal zwischen Bad Wildbad und Calmbach sowie auf die umgebenden durchgehend bewaldeten Höhen. In der Umgebung der Hütte lässt es sich angenehm rasten.

Im Zentrum von Bad Wildbad in der Paulinenstraße oberhalb der Kreisverkehrsanlage im Verlauf der König-Karl-Straße ist die Wetterfahnenhütte mit einer Entfernung von 1,2 Kilometer ausgeschildert. Man folgt zunächst der blauen Rautenmarkierung, dann der gelben Raute. Der Weg führt noch innerhalb der Bebauung über eine fast endlose Treppenreihe, die sogenannte Himmelsleiter, nach oben. Weiter oben im Wald verläuft der Weg im Zick-zack nach oben. Insgesamt ist ein Höhenunterschied von fast 300 Meter zu bewältigen. Die Rast an der Hütte hat man sich damit auf jeden Fall verdient. 

Sonntag, 19. September 2010

Saiger Höhe bei Lenzkirch


Zwischen dem Titisee im Norden und dem Tal der Haslach bei Lenzkirch im Süden erstreckt sich ein Höhenzug, der im Hochfirst, 1190 m, gipfelt. Westlich des Hochfirst liegt die Saiger Höhe.

Die Saiger Höhe sind zwei verschiedene Dinge. Ein bewaldeter Gipfel mit einer Höhe von 1055 m ü NN heißt Saiger Höhe. Dieser Gipfel bietet keinerlei Aussicht. Saiger Höhe heißt jedoch auch eine Ansammlung von Häusern zwischen diesem Gipfel und dem Hochfirst. Diese Häusergruppe gehört zum etwas tiefergelegenen Dorf Saig, das wiederum ein Ortsteil von Lenzkirch ist.

Von der Häusergruppe Saiger Höhe aus hat man einen schönen Blick über die Wiesen in Richtung Süden. Der Blick nach Norden ist durch Wald versperrt.

Mittwoch, 15. September 2010

Bannwald Sägberghang bei Frauenalp


Im Albtal zwischen Frauenalp im Norden und Bad Herrenalb in Süden befindet sich der Bannwald Sägberghang.

Der Bannwald Sägberghang wurde im Jahr 1998 verordnet und hat eine Größe von 53 Hektar. Der Bannwald erstreckt sich über einen nach Osten gerichteten Berghang des Sägbergs von der Hochfläche auf 550 Meter ü NN bis hinab ins Albtal auf 350 Meter ü NN. Im unteren Teil des Bannwalds dominiert die Buche, im oberen Teil ist die Fichte stärker vertreten. Teile der Fichtenbestände sterben in Folge des Borkenkäferbefalls ab.

Der Bannwald Sägberghang gehört zu den eher stillen Bannwäldern im Lande. Er wird von der Forstverwaltung nicht beworben, Informationen für Besucher vor Ort sind nicht vorhanden. Es kostet deshalb etwas Mühe, will man den Bannwald näher erkunden.

Samstag, 11. September 2010

Rundweg Nr. 2 auf dem Bad Wildbader Sommerberg


Sechs ausgeschilderte Rundwege gibt es auf dem Sommerberg bei Bad Wildbad. Heute geht es um den Rundweg Nr. 2. Dieser Rundweg hat eine Länge von 3,5 Kilometern bei einem zu bewältigenden Höhenunterschied von 60 Metern.

Ausgangs- und Endpunkt aller sechs Rundwege ist die Bergstation der Sommerbergbahn, einer Standseilbahn von Bad Wildbad hinauf auf den Sommerberg. Aktuell ist bei der Sommerbergbahn zu beachten, dass vom 30. November 2010 bis zum Herbst 2011 eine Großrevision stattfindet, in deren Rahmen Teile der Bahnstrecke vollständig neu gebaut werden. Während dieser Zeit verkehrt die Sommerbergbahn nicht. Statt dessen gibt es einen stündlichen Busersatzverkehr von Bad Wildbad zum Sommerberg. Der Sommerberg ist auf einer steilen Straße auch mit dem Auto zu erreichen. Ein Großparkplatz befindet sich einige Höhenmeter unterhalb der Sommerbergsiedlung.

Bevor man auf den Rundwegen durch den schönen Wald auf dem Sommerberg und an interessanten Details von Natur und Kultur vorbeigeht, sollte man sich auf den Tafeln bei der Bergstation der Sommerbergbahn über den genauen Wegverlauf informieren. Denn trotz zahlreicher Wegschilder gibt es doch zuweilen im Gelände Unklarheiten oder Zweideutigkeiten beim Wegverlauf. 

Dienstag, 7. September 2010

Der Feldsee - ein Karsee am Fuß des Feldbergs


Der Feldsee ist wohl der großartigste Karsee des Schwarzwalds. Er befindet sich im Südschwarzwald am Fuß des Seebuck, des östlichen Feldberggipfels. Dabei ist der Südschwarzwald gegenüber dem Nordschwarzwald unterlegen, was die Zahl der Karseen betrifft.

Der 34 Meter tiefe Feldsee hat fast schon einen alpinen Touch. Dazu tragen bei die Feldseewand, eine imposante Felswand über dem Nordwestufer des Sees, sowie die sogenannte Tauernrinne, eine Lawinenbahn, die unmittelbar vom Seebuckgipfel des Feldberg zum Feldsee herabführt.

Am schnellsten erreicht man den Feldsee vom Feldbergpass aus. Dort befinden sich viele Parkplätze, vor allem bei der Talstation der Seilbahn zum Seebuck. Der Feldbergpass wird auch häufig von Linienbussen angefahren.

Von der Talstation der Seebuckbahn folgt man dem Feldbergsteig, der in 1,4 Kilometer und mit einem Höhenunterschied von 150 Metern hinabführt zum Feldsee. Hierbei geht man durch den Bannwald Feldseewald hindurch, ein Stück Urwald am Feldberg. Anstrengender ist dann der Rückweg, bei dem man wieder zum Feldbergpass hinaufsteigen muss. 

Donnerstag, 2. September 2010

Wiesensteig bei Bad Peterstal-Griesbach ist neuer Premiumweg im Schwarzwald

Der Post vom 4.8.2010 befasste sich mit dem neuen Wasserfallsteig bei Todtnau, der vor kurzem vom Deutschen Wanderinstitut e.V. als Premiumweg zertifiziert worden ist.

Nun gibt es schon wieder einen neuen zertifizierten Premiumweg im Schwarzwald. Dies ist der Wiesensteig in Bad Peterstal-Griesbach. Der Weg hat eine Länge von 9,6 Kilometer und führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft an Bächen, Wiesen, Wäldern und Aussichtspunkten vorbei. Startpunkte sind an den Wanderparkplätzen Weiherplatz und Renchtalhütte. 

Montag, 30. August 2010

Das Zastler Loch - ein steiles Stück Feldberg


Der Feldberg, der höchste Berg des Schwarzwalds, hat verschiedene Gesichter. Am Gipfel befindet sich ein größeres Plateau und die Südhänge sind eher sanft. Anders sieht es hingegen im Norden aus. Dort gibt es steile Hänge und Kare. Dazu gehört das sogenannte Zastler Loch. Dies ist ein besonders tief eingeschnittenes Kar direkt nördlich des Feldberg-Höchsten.

Das Zastler Loch ist ein sogenanntes Treppenkar, das heißt es besteht aus mehreren untereinanderliegenden Stufen. Es wurde während unterschiedlicher Gletscherstände gebildet. Die Steilheit der Karwände ermöglicht nur biegsamen Laubhölzern, sich anzusiedeln. Die zentralen Lawinenbahnen sind gehölzfrei. Tatsächlich gibt es im Winter und im Frühjahr hier Lawinen. Man könnte allerdings kontrovers diskutieren, ob dies letztendlich ein vollkommen natürlicher Vorgang ist oder ob zumindest indirekt nicht doch der Mensch hierfür verantwortlich ist.

Sonntag, 29. August 2010

Elzwasserfälle bei Schonach


Man mag beim Betrachten der Bilder einwenden, dass die Elzwasserfälle gar nicht so besonders beeindruckend sind. Das Besondere an den Elzwasserfällen erlebt man jedoch erst, wenn man vor Ort ist und sich auch noch das Gebiet oberhalb der Elzwasserfälle ein wenig anschaut.

Denn es ist der Gegensatz zwischen dem Tal der Elz oberhalb der Wasserfälle und dem Tal bei den Wasserfällen und unterhalb der Wasserfälle, der besticht. In ihrem Oberlauf fließt die Elz durch ein breites, mit sanften Hängen ausgetattetes Tal. Bei den Wasserfällen ändert sich das. Ab hier fließt die Elz durch ein tief eingeschnittenes Kerbtal. Das Talsystem oberhalb der Wasserfälle ist von Gletschern der letzten Eiszeit geprägt und weist Eigenschaften auf, die die zur Donau entwässernden Täler haben (danubische Prägung). Das Kerbtal unterhalb der Wasserfälle ist durch eine junge, aggressive Tiefenerosion geprägt, verursacht durch den Einbruch des Oberrheingrabens im Zeitalter des Tertiär und die tiefe Lage des Vorfluters Rhein.

Donnerstag, 26. August 2010

Der Bahnhof Aha an der Dreiseenbahn


Fährt man mit der Dreiseenbahn von Freiburg oder Titisee in Richtung Süden, ist der Bahnhof Aha der erste Bahnhof am Schluchsee, dem größten See des Schwarzwalds. Entsprechend groß sind die Zahlen der Ausflügler, die an schönen Tagen beim Bahnhof Aha aus dem Zug aussteigen und dem nur wenige Meter entfernten Schluchsee zustreben. Beim Bahnhof Aha befinden sich auch zahlreiche gebührenpflichtige Parkplätze. Der Bahnof Aha befindet sich auf einer Höhe von 940 m ü NN. Damit gehört er zu den höchstgelegenen Bahnhöfen Deutschlands.

Die Dreiseenbahn verläuft zwischen den Bahnhöfen Titisee und Seebrugg. Ihren Namen hat die Dreiseenbahn von den drei Seen Titisee, Windgfällweiher und Schluchsee, an denen sie unmittelbar vorbeifährt. Stündlich fahren direkte Züge von Freiburg im Breisgau über Titisee und die Dreiseenbahn nach Seebrugg. Die Fahrzeit zwischen Freiburg im Breisgau und dem Bahnhof Aha ist 56 Minuten, zwischen Titisee und Aha 17 Minuten. 

Montag, 23. August 2010

Seensteig zu einem der schönsten Wanderwege Deutschlands gewählt

Die Zeitschrift Wandermagazin wählt jedes Jahr den schönsten Wanderweg Deutschlands. Hierbei gibt es zwei Kategorien. Die Kategorie Routen beinhaltet mehrtägige Wege, die Kategorie Touren umfasst Tages- oder Halbtagestouren.

Bei der diesjährigen Wahl wurde der Seensteig im Nordschwarzwald auf Platz drei bei den mehrtägigen Wegen gewählt. Die Urkunde für die ersten Plätze werden am 4. September 2010 auf der Messe TourNatur in Düsseldorf verliehen.

Sonntag, 22. August 2010

Die Quelle der Breg bei Furtwangen


Direkt bei der Martinskapelle, einem bekannten Ort auf den Höhen des Mittleren Schwarzwalds nordnordwestlich von Furtwangen, befindet sich die gefasste Quelle der Breg. Bei Donaueschingen, durch den Zusammenfluss der Flüsse Breg und Brigach, wird dann die Donau geboren.

Nun könnte man auf die Idee kommen, einfach die Quelle der Breg bei der Martinskapelle zu besuchen und sich an dem aus der Erde strömenden Wasser zu erfreuen. Das ist durchaus möglich, nur wird ein solcher Besuch ein wenig durch einen etwas bizarr anmutenden Streit um die wahre Quelle der Donau überschattet.

Beim Zugang zur Bregquelle (Verzeihung: Donauquelle) kann man einen kleinen Prospekt mitnehmen, der über die wahre Donauquelle aufklärt. Darin heißt es, dass die Donau zwar auf Gemarkung Donaueschingen beginnt, dass jedoch die Quelle der Donau sich bei der Martinskapelle befindet. Dann wird im Prospekt über die jahrzehntelangen Forschungen zur Klärung der wahren Donauquelle berichtet. Wörtlich ist zum Beispiel zu lesen: "Im 20. Jahrhundert haben sich besonders zwei Persönlichkeiten um die Anerkennung des Furtwanger Donauursprungs verdient gemacht: Der Lehrer Dr. Franz Burgert und die Geologin Irma Öhrlein, sprich ihr Ehemann Prof. Dr. Ludwig Öhrlein."

Mittwoch, 18. August 2010

Das Herzogenhorn im Südschwarzwald

Das Herzogenhorn steht ein wenig im Schatten des ungleich bekannteren Feldbergs, der sich nur etwas mehr als drei Kilometer in nördlicher Richtung erhebt. Das Herzogenhorn kann jedoch für sich beanspruchen, der natürlichere Gipfel von beiden zu sein. Fast hat man ein alpines Feeling am Gipfel des Herzogenhorns. Dazu trägt das Gipfelkreuz bei mit Gipfelbuch. Zudem führt im Gegensatz  zum Feldberg kein asphaltierter Fahrweg auf den Gipfel des Herzogenhorns.

Die Aussicht vom Herzogenhorn zeichnet sich durch einen instruktiven Blick auf den südlichsten Schwarzwald aus. Auch der Feldberg im Norden ist beeindruckend.

Samstag, 14. August 2010

Aussichtsturm auf dem Mooswaldkopf


Der Mooswaldkopf (manchmal auch Moosenwaldkopf) ist eine der höchsten Erhebungen des Mittleren Schwarzwalds zwischen dem Schiltachtal im Osten und dem Gutachtal im Westen. Vom vollständig bewaldeten Gipfel hat man keine Sicht in die Umgebung. Über den Gipfel verläuft die Grenze zwischen dem Landkreis Rottweil und dem Ortenaukreis. Früher war hier die Grenze zwischen Württemberg und Baden.

Bereits im Jahr 1905 wurde auf dem Gipfel des Mooswaldkopfs eine erste Turm-Hütte eingeweiht, also eine Unterkunftshütte mit angeschlossenem Aussichtsturm. Der erste Turm war 16 Meter hoch. Im Jahr 1929 wurde der Turm auf dem Mooswaldkopf um 4,5 Meter auf die heute noch vorhandene Höhe von 21 Meter erhöht. Die angeschlossene Gaststätte heißt Fohrenbühl-Gedächtnishaus, benannt nach dem Fohrenbühl, einer Passhöhe südlich des Mooswaldkopfs. Das in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts neuerbaute Haus dient dem Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder des Schwarzwaldvereins.

Mittwoch, 11. August 2010

Windgfällweiher bei Feldberg-Altglashütten


Ein wunderschöner natürlicher Wald- und Moorsee: so präsentiert sich der knapp 20 Hektar große Windgfällweiher im Südschwarzwald. Auf den ersten Blick nimmt man kaum wahr, dass der Windgfällweiher in seiner heutigen Form zum größten Teil auf menschliche Einflussnahme zurückgeht.

Der Windgfällweiher befindet sich im Bereich einer Wasserscheide. Ein Gletscher lagerte Moränen zu beiden Seiten der Wasserscheide ab, so dass ein nach zwei Richtungen entwässernder See entstand (Fachbegriff: Bifurkation). Im Laufe der Zeit verlandete der See, übrig blieb ein kleiner Moorsee. Im Jahr 1895 wurde der See durch einen Damm auf der Südseite und im Jahr 1930 durch einen Damm auf der Nordseite zu seiner heutigen Größe aufgestaut. Im Jahr 1929 übernahm das Schluchseewerk den See und integrierte ihn das Wasserregime des Schluchseewerks. Der Abfluss aus dem See findet heute nur noch nach Süden statt, über einen Kanal wird das Wasser dem Schluchsee zugeleitet. Zusätzlich wird über einen Stollen Wasser aus dem Feldberggebiet von Norden her in den Windgfällweiher geleitet.

Mittwoch, 4. August 2010

Wasserfallsteig bei Todtnau ist neuer Premiumweg im Südschwarzwald

Das Deutsche Wanderinstitut e.V. in Marbach hat im Juli 2010 einen weiteren Wanderweg im Schwarzwald als Premiumweg zertifiziert. Es ist der Wasserfallsteig bei Todtnau. Der Weg erreichte eine Punktzahl von 76 Punkten, die Zertifizierung gilt bis zum Juli 2013. 

Der Weg führt zum Beispiel beim Todtnauer Wassserfall vorbei oder beim Fahler Wasserfall. Die Weglänge ist 10,8 Kilometer. Hierbei fährt man mit dem Bus vom Endpunkt zum Ausgangspunkt zurück. Der Wasserfallsteig beginnt bei der Quelle der Wiese (ein Fluss) in der Nähe der Feldberg-Passhöhe und führt bis nach Todtnauberg.

Bereits im Post vom 18.09.2009 waren die Premiumwege im Schwarzwald das Thema. Damals wie heute gibt es im Schwarzwald insgesamt fünf Premiumwege. Dies hat seinen Grund darin, dass der Rundwanderweg Ebersteinburg bei Baden-Baden seit dem Jahr 2010 nicht mehr als Premiumweg geführt wird. Wurde es versäumt, seine Zertifizierung zu erneuern oder ist dieser Weg bei der Zertifizierung durchgefallen?

www.wanderinstitut.de

www.wasserfallsteig.de 

Montag, 2. August 2010

Günterfelsen bei Furtwangen


Die Günterfelsen sind die größten Felsblöcke des Mittleren Schwarzwalds und die größten bekannten Felsblöcke aus Triberger Granit. Rund um die Günterfelsen wurde im Jahr 1956 ein 1,7 Hektar großes Naturschutzgebiet ausgewiesen. Anlass waren damals Begehrlichkeiten, bei den Günterfelsen Granit abzubauen.

Heute sind die Günterfelsen im dichten Wald versteckt und man sieht sie erst aus ca. 100 Metern Entfernung zwischen den Bäumen. Man glaubt es kaum, aber Bilder von vor 50 Jahren zeigen die Günterfelsen auf freiem Feld. Seit dieser Zeit hat man die Weidewirtschaft in der Umgebung der Günterfelsen aufgegeben und den Wald wachsen lassen.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Alte Grenzsteine Baden - Württemberg bei Fohrenbühl


Auf dem Fohrenbühl westlich von Schramberg finden sich noch gut erhaltene Grenzsteine der früheren Grenze zwischen dem Großherzogtum Baden und dem Königreich Württemberg. Die Grenze zwischen dem früheren Großherzogtum Baden und dem früheren Königreich Württemberg verlief über mehr als ein Jahrhundert hinweg durch weite Bereiche des Schwarzwalds.

Westlich von Pforzheim verlief die Grenze in Richtung Südwesten und westlich in einem Bogen um Bad Herrenalb herum. Von dort ging es westlich der Enz und über das Murgtal hinweg in einem großen Bogen westlich um Freudenstadt herum. Das Kinzigtal wurde zwischen Alpirsbach und Schiltach gequert. Im weiteren Verlauf führte die Grenze westlich um Schramberg herum und dann in Richtung Südosten nach Schwenningen. Zwischen Villingen und Schwenningen hindurch ging es weiter in Richtung Südosten zum obersten Donautal, das zwischen Möhringen und Tuttlingen gequert wurde.

Samstag, 24. Juli 2010

Elzquelle bei Furtwangen


Die Elz, ein Fluss des Mittleren Schwarzwalds, hat einen etwas merkwürdigen Verlauf. Von ihrer Quelle aus fließt die Elz zunächst nach Norden und tieft sich bald steil in die Hochfläche des Schwarzwalds ein. Bei Oberprechtal ändert sich ihr Verlauf markant. Von nun an fließt die Elz nach Südwesten bis zum Verlassen des Schwarzwalds bei Emmendingen. Von dort ändert sich die Richtung erneut nach Nordwesten bis zur Mündung in den Rhein bei Riegel am Kaiserstuhl. Von dort fließt das Elzwasser im Rhein nach Norden.

Die Elzquelle befindet sich nahe der Europäischen Wasserscheide Rhein - Donau. Auf der anderen Seite der Wasserscheide, nur ein Kilometer von der Elzquelle entfernt, ist die Bregquelle, die auch als die eigentliche Donauquelle gilt. 

Sonntag, 18. Juli 2010

Rabenfelsen und Kreuzfelsen bei Lauterbach


An einem Berghang östlich von Lauterbach ragen zwei Felsen aus dem Wald heraus. Der in der Draufsicht von Lauterbach linke und höhergelegene Felsen ist der Rabenfels, der rechte und tiefergelegene ist der Kreuzfelsen. Vor Ort namentlich ausgeschildert ist nur der Kreuzfelsen. Auf dem Rabenfels befindet sich ein kleiner Pavillon. Auf den Wanderwegschildern ist der Rabenfels mit "Aussichtspavillon" ausgeschildert.

Beide Felsen bestehen aus dem sogenannten Triberg-Granit. An einer Stelle wird der Granit durch einen Granitporphyrgang durchsetzt. Der Kopf beider Felsen ist auf Wanderwegen erreichbar. Von beiden Felsen bietet sich ein schöner Blick auf das Lauterbachtal, ein Seitental des Schiltachtals bei Schramberg. Am Besten, man kombiniert beide Felsen miteinander.

Freitag, 16. Juli 2010

Naturschutzgebiet Blindensee bei Schönwald


Ein Hochmoor mit einem geheimnisvollen kleinen See auf fast 1000 Meter Höhe im Mittleren Schwarzwald: das umfasst das 28 Hektar große Naturschutzgebiet Blindensee bei Schönwald.

Lange Zeit war nicht bekannt, wie der Blindensee entstanden ist. Eines ist klar: Künstlich, z.B. durch Torfstich, ist der See nicht entstanden. Das Blindenseemoor wurde kaum für den Torfabbau benutzt und ist eines der natürlichsten Moore des Schwarzwalds. Der Blindensee ist jedoch auch nicht ein Restsee, der beim Verlanden eines Moorsees übriggeblieben ist. Fachleute sind heute der Auffassung, dass der Blindensee durch die Vergrößerung eines Risses entstanden ist, indem eine Moorscholle an dem leicht geneigten Hang abgerutscht ist. Die Frostsprengung tat ein übriges und vergrößerte den See auf seine heutige nahezu quadratische Form.

Dienstag, 13. Juli 2010

Entlang der Triberger Wasserfälle von oben nach unten


Deutschlands höchste Wasserfälle bei Triberg im Mittleren Schwarzwald sind, obwohl stark vermarktet, sicher mehr als einen Besuch wert. Bereits der Post vom 16.01.2010 hat sich mit den Triberger Wasserfällen befasst, der Jahreszeit gemäß mit den winterlichen Wasserfällen. Im Januar konnte man von unten her nur bis zur ersten Plattform gehen. Der obere Teil der Fälle war nicht begehbar. In diesem Post geht es um die Triberger Wasserfälle im Sommer. Vorgeschlagen wird, die Wasserfälle einmal von oben nach unten zu begehen.

Ein Parkplatz befindet sich direkt an der B 500 Triberg - Schönwald bei der Kreisverkehrsanlage am Ende der Steigungsstrecke (Parkplatz Adelheid). Die Idee, zu Fuß entlang der Wasserfälle hinunter nach Triberg zu gehen und dann mit dem Bus zurückzufahren, klingt bestechend, dürfte sich aber kaum in die Tat umsetzen lassen. Die  Busse zwischen Triberg und Schönwald verkehren fast alle über Schonach und fahren nicht beim oberen Ende der Wasserfälle vorbei. Somit muss man jeden Höhenmeter, den man hinabsteigt, später auch wieder hinaufsteigen. Das ist jedoch halb so schlimm, denn dadurch kann man die Fälle erst so richtig genießen.

Montag, 12. Juli 2010

Aussicht vom Brendturm bei Furtwangen


1.149 m ü NN hoch ist der Gipfel des Brend im Mittleren Schwarzwald. Der Gipfel bildet den südlichen Punkt einer ausgedehnten Massenerhebung, die sich nach Norden bis zum Rohrhardsberg und zu den Höhen zwischen dem Elztal und dem Gutachtal erstreckt. Die Sicht vom Aussichtsturm auf dem Brendgipfel ist vor allem von Südosten über Süden bis nach Westen hervorragend. Nach Norden hat man vom Brendturm keine Sicht. Einerseits wachsen in dieser Richtung die Bäume zu hoch. Andererseits fällt der Bergrücken nach Norden vom Brend aus kaum ab.

Der Brendgipfel ist mit dem Auto von Furtwangen und von Gütenbach aus erreichbar. Direkt am Gipfel vorbei führt der Westweg, der bekannteste Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins (gleichzeitig Europäischer Fernwanderweg 1). Eine kleinere Wanderung kann man zum Beispiel von der Martinskapelle nördlich des Brend zum Brendgipfel unternehmen (Westweg, einfach Entfernung ca. 2 Kilometer).

Samstag, 10. Juli 2010

Zum ehemaligen Bahnhof Niederwasser der Schwarzwaldbahn


Die Schwarzwaldbahn Offenburg - Konstanz ist die schönste Eisenbahnstrecke des Schwarzwalds und darüber hinaus eine der schönsten Gebirgsbahnen Europas. Zwischen den Bahnhöfen Hornberg und Triberg beschreibt die Schwarzwaldbahn eine große Schleife mit zwei Kehren, um Höhe zu gewinnen. Im Verlauf dieser Schleife befand sich bis zum Jahr 1981 der Bahnhof Niederwasser. Im heutigen Post wird ein Spaziergang zum ehemaligen Bahnhof Niederwasser beschrieben.

Das Obergießbachtal, in dem sich der ehemalige Bahnhof Niederwasser befindet, ist ein linkes (westliches) Seitental des Gutachtals zwischen Hornberg und Triberg. Durch das Tal verläuft eine schmale öffentliche Straße, die sich mehrfach verzweigt. Die Abzweigung der Straße von der Bundesstraße B 33 im Gutachtal ist ca. 350 Meter nördlich der Stelle, wo die Schwarzwaldbahn die B 33 im Verlauf einer Kehrschleife überquert. Die Abzweigung ist nicht unbedingt einfach zu finden, eine Beschilderung im Verlauf der B33 oder Abbiegespuren gibt es nicht.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Wegbuch bei Mittelweg - km 15


Von den Alpen kennt man die Gipfelbücher, die auf ungezählten Gipfeln in wasserdichten Boxen zusammen mit einem Kugelschreiber verstaut sind. Es gibt vereinzelt sogar Wandbücher im Verlauf schwieriger Kletterrouten. Sehr viel seltener sind dagegen Bücher, die sich im Verlauf von Fernwanderrouten befinden. Im Schwarzwald gibt es so ein Wegbuch bei Kilometer 15 des Mittelwegs.

Der Mittelweg ist einer der drei großen Nord-Süd-Fernwanderwege des Schwarzwaldvereins. Der Weg verläuft von Pforzheim bis nach Waldshut. Die erste Etappe des Mittelwegs führt von Pforzheim nach Bad Wildbad mit einer Länge von 22,5 Kilometern. Im Verlauf dieser Etappe beim Wegkilometer 15 befindet sich das Wegbuch. Anlass für das Aufstellen des Wegsbuchs war im Jahr 2002 das hundertjährige Jubiläum der Eröffnung des Mittelwegs.

Sonntag, 4. Juli 2010

Wälder am Belchen sind Kandidat für schönstes Wald-Naturwunder Deutschlands

Die Heinz-Sielmann-Stiftung sucht im Sommer 2010 das schönste Wald-Naturwunder Deutschlands. Zu den 19 Kandidaten gehört auch ein Ort des Schwarzwalds, genannt "Bachlauf am Belchen". Der Belchen mit einer Höhe von 1414 m ü NN ist der vierthöchste sowie der alpinste Berg des Schwarzwalds. Der Berg befindet sich innerhalb des Naturparks Südschwarzwald. 

Freitag, 2. Juli 2010

Riesenstein bei Bad Wildbad


Der Riesenstein ist ein unvermittelt im dichten Wald auf dem Meisternrücken östlich von Bad Wildbad liegender großer Buntsandsteinfelsen.

Das Enztal bei Bad Wildbad ist tief in die Hochflächen des Nordschwarzwalds eingeschnitten. Die Mehrzahl der erholungssuchenden Menschen, der Wanderer und Spaziergänger in Bad Wildbad geht oder fährt auf die Hochflächen westlich des Enztals. Dorthin führen die Sommerbergbahn - eine Standseilbahn -, und auch eine Straße. Auch die Wanderwege führen in der Mehrzahl in das Gebiet westlich des Enztals.

Das Gebiet östlich des Enztals fristet dagegen ein Schattendasein. Östlich des Enztals befindet sich ein Höhenzug, der Meistern genannt wird. Dieser Höhenzug bildet kaum eine richtige Hochfläche aus, denn das Tal der Großen Enz und das östlich verlaufende Tal der Kleinen Enz nehmen das Gebiet förmlich in die Zange. Will man auf die Höhe des Meistern, hilft keine Bahn und keine Straße. Den gesamten Höhenunterschied von immerhin 300 Metern von Bad Wildbad bis zum Gipfelbereich des Meistern muss man zu Fuß bewältigen.

Sonntag, 27. Juni 2010

Großvatertanne bei Freudenstadt


Die Erläuterungstafel bei der Großvatertanne im Stadtwald von Freudenstadt verkündet, dass dies die größte Tanne des Schwarzwalds ist. Auffallend ist, um wie viel größer die Großvatertanne im Vergleich zu den Bäumen in der Umgebung ist. Auch dafür hat die Erläuterungstafel bei der Großvatertanne eine Antwort. Auf dem Schöllkopf, wo heute durchgehend Wald ist, befand sich früher ein Bauernhof, der Schöllkopfhof. Die heutige Großvatertanne war früher eine Weidtanne, also ein einzelstehender Baum auf einer Wiese. Die anderen Bäume in der Umgebung wurden erst viel später, nachdem der Schöllkopfhof aufgegeben worden war, gepflanzt.

Samstag, 26. Juni 2010

Von Vordersteinwald rund um den Stausee Kleine Kinzig


Der Stausee Kleine Kinzig an der Grenze zwischen dem Nördlichen und dem Mittleren Schwarzwald ist etwas Besonderes. Dies ist der einzige Stausee Baden-Württembergs, der für die Trinkwasserversorgung errichtet worden ist. Das hat verschiedene Auswirkungen auch auf die Besucher, die Spaziergänger und Wanderer, die in der Umgebung des Stausees unterwegs sind.

Zunächst einmal gibt es bestimmte Verbote. Jegliche Art von Wassersport im See einschließlich Schwimmen ist nicht erlaubt. Das ist eigentlich sofort nachvollziehbar, denn niemand will wohl das Wasser trinken, in dem man gerade gebadet hat. Selbst an das Ufer des Sees darf man nicht gehen. Der Uferrandweg verläuft auf Forststraßen ca. 20 bis 50 Höhenmeter über dem See. Den gesamten Hangstreifen zwischen dem Seeufer und dem Uferrandweg darf man nicht betreten.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Auf dem Ostweg von Freudenstadt nach Alpirsbach


Der Ostweg ist einer von drei Fernwanderwegen des Schwarzwaldvereins, die den Schwarzwald in Nord-Süd-Richtung - also der Länge nach - durchqueren. Auf 240 Kilometern Länge verbindet der Ostweg Pforzheim am Nordrand des Schwarzwalds mit Schaffhausen, das im Süden bereits außerhalb des Schwarzwalds in der Schweiz liegt.

Heute geht es um die fünfte Etappe des Ostwegs von Freudenstadt nach Alpirsbach. Diese Etappe kann man gut auch als Tagestour unternehmen, denn stündlich fahren Züge von Alpirsbach zurück nach Freudenstadt. Innerhalb der fünften Etappe des Ostwegs gibt es eine Variante, die beim Vogteiturm bei Loßburg vorbeiführt. Die Variante ist um ca. 3 Kilometer länger als die direkte Wegführung.

Samstag, 19. Juni 2010

Burgruine Waldeck im Nagoldtal südlich von Calw


Überraschend groß ist die Burgruine Waldeck, die sich auf einem Bergsporn im Nagoldtal südlich der Einmündung des Teinacher Tals befindet. Dies ist eine der größten Burgruinen des Schwarzwalds. Und überraschend ist es auch, wie diese Burgruine plötzlich im dichten Wald auftaucht. Eine Aussicht hat man von der Burgruine aus nicht, allzu dicht ist der Wald in den letzten Jahrhunderten auf dem ganzen Bergsporn gewachsen. Als die Burg bewohnt war, sah die Landschaft möglicherweise ganz anders aus. Der Wald auf dem Bergsporn war abgeholzt und von der Burg aus konnte man  das Nagoldtal überblicken und überwachen.

Die Burg erstreckte sich über einen noch wesentlich weiteren Bereich als man auf den ersten Blick meinen könnte. Auf dem Bergsporn sind über eine Länge von 400 Metern mehrere Wälle und Mauerreste sichtbar, die früher die Burg gegen Angriffe von oben her absicherten.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Geigerles Lotterbett bei Neubulach


Dieser Felsen aus Mittlerem Buntsandstein (Geröllsandsteinformation) ist mit einer Abmessung von 2 mal 3 Metern nicht besonders groß. Seine Form ist es, die ihn aus den Tausenden gleich großer Buntsandsteinfelsen im Schwarzwald herausragen lässt. 

Der Felsen "Geigerles Lotterbett" befindet sich im Nagoldtal unmittelbar südlich der Abzweigung des Teinacher Tals auf einem Bergsporn, der von Westen her in das Nagoldtal hineinragt und die Nagold zu einer großen Schleife zwingt. Die Eisenbahnlinie Calw-Nagold unterquert den Bergsporn in einem Tunnel. Am Ende des Bergsporns unmittelbar über der Nagold befindet sich die Burgruine Waldeck, die Thema des nächstfolgenden Posts in diesem Blog sein wird.

Montag, 14. Juni 2010

Murgtal-Wanderweg von Huzenbach nach Raumünzach

Heute gehen wir eine Teilstrecke des Murgtal-Wanderwegs von Baiersbronn-Huzenbach nach Forbach-Raumünzach. Diese Teilstrecke ist 8,7 Kilometer lang. 

Der Murgtal-Wanderweg ist ein regionaler Wanderweg des Schwarzwaldvereins. Der Weg verläuft mit einer Länge von 95 Kilometern in acht Tagesetappen von der Quelle der Murg bis zu ihrer Mündung in den Rhein.

Der heutige Wegabschnitt verläuft fast durchgehend rechts (östlich) der Murg in der Nähe der Murgtalbahn. Der Weg ist auf diesem Abschnitt zum größten Teil asphaltiert, denn hier verläuft gleichzeitig der Murgtal-Radweg. Man könnte diesen Abschnitt ohne weiteres auch mit dem Fahrrad zurücklegen. Jedoch ist auch das zu Fuß gehen lohnend, denn man sieht beim zu Fuß gehen einfach mehr und andere Dinge als dies bei den schnelleren Fortbewegungsarten der Fall ist. Steigungen gibt es kaum. Aus naturkundlicher Sicht interessant ist, dass man auf dem Wegabschnitt von Huzenbach nach Raumünzach vom Buntsandsteinschwarzwald mit seinen breiten und gleichmäßigen Tälern in den Grundgebirgsschwarzwald mit seinen tiefeingeschnittenen Tälern wechselt.

Freitag, 11. Juni 2010

Nagoldursprung bei Seewald


Die 92 Kilometer lange Nagold verläuft von ihrer Quelle bei Seewald-Besenfeld bis zur Mündung in die Enz bei Pforzheim praktisch durchgehend in den Gesteinsschichten des Buntsandsteins. Kein anderer Fluss in Baden-Württemberg ist so eng mit dem Buntsandstein verbunden.

Die Quelle der Nagold befindet sich auf der Hochfläche zwischen dem Murgtal im Westen und dem Nagoldtal im Osten. Die Nagold fließt von der Quelle zunächst nach Südosten, biegt dann nach Osten um und schlägt erst bei der Stadt Nagold ihren Hauptkurs nach Norden ein.

Montag, 7. Juni 2010

Huzenbacher See bei Baiersbronn-Huzenbach


In den unendlichen Wäldern westlich des Murgtals befindet sich der Huzenbacher See. Der Huzenbacher See ist ein Karsee. Der See hat eine Naturgeschichte und eine vom Menschen beeinflusste Geschichte.

Die Naturgeschichte des Huzenbacher Sees beginnt während der letzten Eiszeit vor ca. 20.000 Jahren. An den Nordosthängen des Schwarzwalds sammelten sich damals große Schneemengen an, die durch ihr Gewicht langsam zu Eis wurden. Das Eis begann sich in Bewegung zu setzen, ein kleiner Gletscher entstand. Der Gletscher hobelte die Bergflanke ab, eine Mulde, ein Bergkar wurde gebildet. Das abgehobelte Gestein sammelte sich am Schmelzpunkt des Gletschers an und bildete dort einen hohen Wall, eine sogenannte Endmoräne. Nach dem Abschmelzen des Gletschers am Ende der Eiszeit bildete sich in der Karmulde, unterstützt durch die wie eine Staumauer wirkende Endmoräne, ein See. 

Mittwoch, 2. Juni 2010

Bannwald Birkenkopf bei Gaggenau


Beim Gedanken an einen Bannwald im Schwarzwald, einen zukünftigen Urwald im bekanntesten deutschen Mittelgebirge, denkt man unwillkürlich an hohe, dicke Tannen, die auf bemoostem Grund wachsen. Da verwundert es vielleicht, dass der Bannwald Birkenkopf im unteren Murgtal fast nur aus Laubbäumen besteht.

Und in der Tat ist der Laubwald die natürliche Waldart der tieferliegenden Teile des Schwarzwalds. Wenn heute im ganzen Schwarzwald die Nadelbäume überwiegen, dann ist dies vom Menschen so gemacht. Und bei den Nadelbäumen handelt es sich vielfach nicht einmal um die Tanne, die von Natur aus die Herrscherin der höheren Schwarzwaldlagen ist. Die Forstwirtschaft hat sehr viel Fichte gepflanzt, ein Nadelbaum, der auf den ersten Blick nicht sofort von der Tanne zu unterscheiden ist.


Sonntag, 30. Mai 2010

Aussicht vom Mahlberg-Turm bei Gaggenau


Zieht man von Karlsruhe aus eine Linie nach Süden, ist der 613 Meter hohe Mahlberg der erste richtige Gipfel des Schwarzwalds. Zwischen Karlsruhe und dem Mahlberg hebt sich das Gelände zwischen dem Albtal im Osten und dem Oberrheingraben bzw. dem Murgtal im Westen langsam in der Form eines Hochplateaus an, richtige Gipfel fehlen jedoch.

Die besondere Stellung des Mahlbergs drückt sich auch in der naturräumlichen Gliederung des Schwarzwalds aus. Die Untereinheit "Grindenschwarzwald und Enzhöhen" hat im Mahlberg ihren nördlichen Ausläufer. Westlich und nordwestlich des Mahlbergs erstreckt sich die Untereinheit "Nördlicher Talschwarzwald" und östlich sowie nördlich des Mahlbergs befindet sich die Untereinheit "Schwarzwald-Randplatten". Die politische Gliederung steht der landschaftlichen nicht nach. Über den Mahlberggipfel verläuft die Grenze zwischen den Landkreisen Rastatt (Stadt Gaggenau) und Karlsruhe (Gemeinde Malsch). Der Mahlberg ist der höchste Punkte des Landkreises Karlsruhe, nicht jedoch des Landkreises Rastatt. 

Samstag, 29. Mai 2010

Vom Eyachtal hinauf zum Tornadostein und zur Spitzhütte


Das Eyachtal, ein Seitental des Enztals, zählt zu den schönsten und naturbelassendsten Tälern des Schwarzwalds. Die Hänge des 10 km langen Tals sind durchgehend bewaldet. Der Talgrund ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dort befindet sich ein Mosaik aus Wiesen, Wasserläufen und Wäldern. 

Man kann mit dem Auto in das Tal hineinfahren. Hierbei biegt man zwischen Neuenbürg und Höfen an der Enz nach Westen vom Enztal ab. Bei der Eyachmühle ungefähr in der Mitte des Tals befinden sich Parkplätze. Es gibt eine Vielzahl an Wandermöglichkeiten im Tal, entlang der Talhänge und auf den angrenzenden Hochflächen. Als erste Schnupperwanderung bietet sich eine 1,2 Kilometer lange Tour (hin und zurück 2,4 Kilometer) von der Eyachmühle hinauf zum Tornadostein und weiter zur Spitzhütte an. Der zu bewältigende Höhenunterschied ist 170 Meter.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Hagenschießer Felsenmeer bei Pforzheim


Das Hagenschießer Felsenmeer ist ein Überbleibsel der letzten Eiszeit am Hang des Würmtals ganz in der Nähe von Pforzheim.

Am Ende der letzten Eiszeit sah es im Schwarzwald noch ein wenig anders aus als heute. Die Talhänge und Hochflächen waren unbewaldet. Die Sonne taute die südexponierten Hänge tagsüber auf. Nachts gefror der Boden wieder. Der Westwind konnte ungehindert wehen und kleine Gesteinspartikel aufnehmen. Durch diese Vorgänge lösten sich einzelne Felsen aus dem Buntsandstein und rutschten den Hang hinab. An bestimmten Stellen sammelten sie sich an und bildeten Felsgruppen. Diese Häufung von Felsen nennt man heute Felsenmeere. 

Es gibt im Schwarzwald an vielen Hängen Felsenmeere. Unter den heute vorherrschenden Randbedingungen mit dichter Bewaldung und mäßig warmem Klima können sich die Felsenmeere nicht mehr neu bilden. Die noch vorhandenen Felsenmeere sind somit Zeugen einer Zeit vor 10.000 Jahren.

Samstag, 15. Mai 2010

Gibt es eine zweite Chance für den Nationalpark Nordschwarzwald?

In einer sogenannten Pressehintergrundinfo vom 12.05.2010 zum Thema "Wildnis und Wildnisgebiete in Deutschland" hat das Bundesamt für Naturschutz die Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gebeten zu prüfen, ob nicht auch in diesen Ländern geeignete Gebiete vorliegen, die als Nationalpark entwickelt werden können.

Die Bitte des Bundesamts für Naturschutz und damit der Bundesregierung gründet sich auf mehrere Sachverhalte:

Donnerstag, 13. Mai 2010

Bannwald Zimmeracker bei Pforzheim


Der Bannwald Zimmeracker ist der nordöstlichste Bannwald des Schwarzwalds und der einzige auf dem Gebiet der Stadt Pforzheim. Seine Größe von 111,7 Hektar ist allerdings in Bezug auf seine Nähe zur Großstadt Pforzheim beachtlich. Eine erste Verordnung zum Bannwald stammt aus dem Jahr 1992. Die jünste Verordnung, die den Bannwald auch vergrößerte, stammt aus dem Jahr 2001.

Innerhalb des Bannwalds kann man zwischen der Hochfläche Hagenschieß und den Hängen zum Würmtal unterscheiden. Die Bereiche auf der Hochfläche wurden von den Stürmen der vergangenen Jahrzehnte teilweise stark mitgenommen. Der Baumbestand an den Hängen des Würmtals hingegen ist relativ alt. Im Gebiet sind die Laubbäume vorherrschend.