Dienstag, 13. Juli 2010

Entlang der Triberger Wasserfälle von oben nach unten


Deutschlands höchste Wasserfälle bei Triberg im Mittleren Schwarzwald sind, obwohl stark vermarktet, sicher mehr als einen Besuch wert. Bereits der Post vom 16.01.2010 hat sich mit den Triberger Wasserfällen befasst, der Jahreszeit gemäß mit den winterlichen Wasserfällen. Im Januar konnte man von unten her nur bis zur ersten Plattform gehen. Der obere Teil der Fälle war nicht begehbar. In diesem Post geht es um die Triberger Wasserfälle im Sommer. Vorgeschlagen wird, die Wasserfälle einmal von oben nach unten zu begehen.

Ein Parkplatz befindet sich direkt an der B 500 Triberg - Schönwald bei der Kreisverkehrsanlage am Ende der Steigungsstrecke (Parkplatz Adelheid). Die Idee, zu Fuß entlang der Wasserfälle hinunter nach Triberg zu gehen und dann mit dem Bus zurückzufahren, klingt bestechend, dürfte sich aber kaum in die Tat umsetzen lassen. Die  Busse zwischen Triberg und Schönwald verkehren fast alle über Schonach und fahren nicht beim oberen Ende der Wasserfälle vorbei. Somit muss man jeden Höhenmeter, den man hinabsteigt, später auch wieder hinaufsteigen. Das ist jedoch halb so schlimm, denn dadurch kann man die Fälle erst so richtig genießen.


Vom Parkplatz Adelheid bis zum Fuß der Wasserfälle ist ein Höhenunterschied von 190 Meter zurückzulegen - zuerst im Abstieg, dann im Aufstieg. Die Triberger Wasserfälle kosten Eintritt, im Sommer 2010 sind das 3,50 Euro pro Person. Eine Kasse befindet sich auch am oberen Ende der Wasserfälle.

Das Wasserfallportal beim oberen Eingang (Adelheid)
Die Gutach bei den Triberger Wasserfällen wird schon seit 1884 zur Energieerzeugung genutzt. Allerdings blieben die eigentlichen Triberger Wasserfälle von einer Wasserableitung verschont. Es gibt zwei separate Wasserkraftwerke, die hundert Höhenmeter auseinanderliegen. Auf dem Bild sieht man, wie aus dem oberhalb der Fälle gelegenen Wasserkraftwerk das zuvor aus der Gutach abgeleitete Wasser zurück in die Gutach fließt. Unmittelbar unterhalb des Kraftwerks beginnen die Triberger Wasserfälle. 
Der Blick hinunter ins Tal zeigt eine kahle Fläche neben den Wasserfällen. Gemäß der vor Ort aushängenden Information handelt es sich hier um die Auswirkungen einer Windhose, die am 11. Juli 2008 40 zum Teil über 200 Jahre alte Bäume umgeweht hat.
Die oberste Fallstufe der Triberger Wasserfälle
 Die 3. Stufe der Triberger Wasserfälle
Die 4. Stufe der Triberger Wasserfälle
Die 4. Stufe der Triberger Wasserfälle mit der Bergseebrücke
Die Plattform (Steg über die Gutach) am Fuß der Wasserfälle von oben gesehen
Blick von der Plattform auf die Triberger Wasserfälle
Am Fuß der Triberger Wasserfälle wird ein Teil des Wassers erneut abgeleitet, um im zweiten Wasserkraftwerk Strom zu erzeugen.
 P.S. Ob es sich bei den Triberger Wasserfällen wirklich um die höchsten Wasserfälle Deutschlands handelt, sei einmal dahingestellt. Beeindruckend sind sie allemal.

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