Mittwoch, 29. Dezember 2010

Aussicht vom Wallberg bei Pforzheim


Westlich über dem inneren Stadtbereich von Pforzheim erhebt sich der Wallberg. Dies ist eine Hügelkuppe, die durch die Aufschüttung von Trümmerschutt nach den Zerstörungen von Pforzheim im Zweiten Weltkrieg künstlich erhöht worden ist. Vom Wallberg bietet sich eine prächtige Aussicht auf Pforzheim sowie den südlich der Stadt beginnenden Schwarzwald mit den drei Tälern von Würm, Nagold und Enz.


Man kann den Wallberg mit einer kleinen Wanderung vom Pforzheimer Bahnhof aus erreichen. Man folgt vom Bahnhof aus zunächst der Markierung des Europäischen Fernwanderwegs E1 (weißes Kreuz, markiert durch den Odenwaldklub) und ab dem Hauptfriedhof der Markierung des Nordrandwegs (Schwarzwaldverein). Die Weglänge in einer Richtung ist 3,5 Kilometer.


Man verlässt den Bahnhof durch den Hauptausgang und sieht dort an einer Stahlstütze die erste Markierung in der Form des weißen Kreuzes. Es geht nach rechts, hinab in die Unterführung und nach rechts unter den Bahngleisen durch. Hinter den Gleisen wendet man sich nach links und geht über die Rampe hinauf zur Güterstraße. Ihr folgt man im Rechtsbogen. Die Güterstraße mündet in die Ispringer Straße, der man weiter bergauf folgt. Über eine Treppe erreicht man die Hohenzollernstraße. 

Der Hohenzollernstraße folgt man nach links bis zur Kreisverkehrsanlage beim Hauptfriedhof. Dort befindet sich eine ausführliche Wanderwegbeschilderung. Man verlässt hier den E1 und folgt nun dem Nordrandweg zum ausgeschilderten Wallberg. Man folgt der Hachelallee, geht durch den oberen Teil der Hachelanlage mit (verschlossenem) Aussichtsturm und erreicht die stark befahrene Wilferdinger Staße (B10) Man überquert sie und geht dahinter durch eine kleine Grünanlage. Dann quert man die Straße "Kurze Steig" ohne Querungshilfe (Vorsicht!). 

Dahinter folgt man der Wallbergallee geradeaus weiter, biegt nach links in die Kuppenheimstraße ab, darauf nach rechts in die Straße Auf der Wanne. Letztendlich erreicht man über Fußwege den Gipfel des Wallbergs. Der Rückweg erfolgt auf derselben Route.   
Seit dem Februar 2005 gibt es auf dem Pforzheimer Wallberg ein Mahnmal. Es erinnert an die Zerstörungen, die Pforzheim im Zweiten Weltkrieg erlitten hat. Bei einem Luftangriff am 23. Februar 1945 wurden 80 Prozent der Stadt zerstört. Noch heute läuten die Kirchenglocken von Pforzheim jedes Jahr am 23. Februar zur Erinnerung und Mahnung.  
Vor allem in Richtung Süden bietet sich vom Wallberg aus eine großartige Aussicht. Eine Tafel erläutert die wichtigsten Punkte.
Blick vom Wallberg in Richtung Südosten: im Hintergrund tieft sich das Würmtal in die Buntsandsteintafel des nordöstlichen Schwarzwalds ein. Wo der Wald beginnt, befindet sich der bekannte Ort Kupferhammer. Dort starten nicht weniger als sechs Weitwanderwege (Westweg, Mittelweg, Ostweg, Schwarzwald-Schwäbische Alb-Allgäu Weg, Frankenweg, Stromberg-Schwäbischer Wald Weg).
Blick vom Wallberg nach Südsüdosten: in Windungen tieft sich das Nagoldtal in die Schwarzwaldtafel ein.
Blick vom Wallberg in Richtung Südwesten: nach rechts hinten tieft sich das Enztal ein.
Blick vom Wallberg in Richtung Westsüdwesten: von der Schwarzwaldtafel abgetrennt erhebt sich der Bergzug von Rennberg, Mauzenberg, Bernstein, Tannschachberg, Mönchkopf und Mahlberg zwischen Bad Herrenalb und Gaggenau.
Südlich des Wallbergs befindet sich der Stadtbahnhaltepunkt Brötzingen (Zoom).

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