Freitag, 3. Dezember 2010

Bannwald Teufelsries bei Bad Rippoldsau-Schapbach


Unter den über 30 Bannwäldern des Schwarzwalds gibt es Bekannte und weniger Bekannte. Einige Bannwälder werden touristisch vermarktet. Es gibt dort Informationstafeln und Rundwege wie zum Beispiel beim Bannwald Bärlochkar oder Waldmoor-Torfstich. Andere Bannwälder sind so gut wie unbekannt. Dort sieht man gerade mal, wenn man aufmerksam ist, das einheitliche Schild der Forstbehörde, das auf den Bannwald hinweist.

Der Bannwald Teufelsries gehört zur zweiten Gruppe der Bannwälder. Kaum jemand kennt dieses Gebiet. Der Bannwald Teufelsries befindet sich im obersten Wolftal im Nordschwarzwald nur wenige Kilometer von Freudenstadt-Kniebis und von der Schwarzwaldhochstraße bei der Alexanderschanze entfernt. Der Bannwald befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Bad Rippoldsau-Schapbach. 

Der Bannwald Teufelsries wurde im Jahr 1992 ausgewiesen. Er hat eine Größe von 39,1 Hektar und befindet sich in einer Höhenlage von 760 bis 880 Meter über NN. Daraus ist ersichtlich, dass sich der Bannwald an einem Hang befindet.

Der Grund für die Ausweisung des Bannwalds Teufelsries waren die Zerstörungen, die die Orkane Vivian und Wibke anfangs der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts angerichtet haben. Ziel der Bannwaldausweisung war, die natürliche Wiederbewaldung der vom Sturm geschädigten Fläche verfolgen zu können. Kommt man heute zum Bannwald, sieht man von den ehemaligen Sturmschäden praktisch nichts mehr. Man trifft auf einen nicht sonderlich auffälligen Wald, teilweise ist der Bewuchs sehr dicht. Spektakuläre Bilder sind in diesem Bannwald zur Zeit nicht mehr - bzw. noch nicht - vorhanden. Somit liegt der Schwerpunkt eines Besuchs dieses Bannwalds auf dem Genießen des großen, stillen, geheimnisvollen Waldes.


Der nächstgelegene Ausgangspunkt für den Bannwald Teufelsries ist nicht Bad Rippoldsau-Schapbach, sondern die Alexanderschanze an der Schwarzwaldhochstraße. Dort befinden sich ein Wanderparkplatz und eine Bushaltestelle. Von der Alexanderschanze folgt man dem Zeichen gelbe Raute in Richtung Wolfursprung und Holzwald. Am unscheinbaren Wolfursprung vorbeikommend fällt der Forstweg langsam im obersten Wolftal bergab. Nach 1,5 Kilometer ab der Alexanderschanze erreicht man die große Wegkreuzung "Abgebrannte Hütte" mit Wegweiserschild. 

Von dieser großen Wegkreuzung führen zwei Forstwege nach Westen weg. Der ansteigende Weg (Wegweiser Heuplatz) verläuft später am oberen Rand des Bannwalds entlang. Der ebene bis leicht absteigende Weg (Wegweiser Am Floßweiher) führt später am unteren Rand des Bannwalds entlang. Man kann eine Rundtour unternehmen. Hierbei geht man zunächst am unteren Rand des Bannwalds entlang, steigt später zur Hochfläche auf und geht am oberen Rand des Bannwalds wieder zurück.

Zunächst geht man den Forstweg in Richtung des Wegweisers Am Floßweiher. Nach einiger Zeit sieht man an Hand des Bannwaldschilds, dass jetzt das Schutzgebiet beginnt. Man folgt dem Forstweg immer geradeaus und geht nicht (!) die Kehre, die der Wanderweg unternimmt.

Nach dem Ende des Bannwalds geht es noch ein Stück weiter. Dann kommt man zum Wanderwegweiser "Am Wolfenberg". Dort folgt man dem Wanderweg nach rechts aufwärts. Nach einem etwas steileren Anstieg erreicht man den Forstweg, der am oberen Rand des Bannwalds entlangführt. Man kommt bald einem Sattel im Bergkamm sehr nahe. Dort empfiehlt es sich, einen kurzen Abstecher zum Sattel zum machen. Von dort aus hat man einen wunderschönen  Blick auf das Renchtal mit seiner Bergumrahmung. Ansonsten geht es auf dem Forstweg großteils horizontal in Schleifen am Berghang entlang zurück bis zum Punkt "Abgebrannte Hütte" und von dort auf dem schon bekannten Weg zurück zur Alexanderschanze. Die Rundwanderung ist ca. 12,5 Kilometer lang.  

Im obersten Wolftal: Aus Richtung Alexanderschanze kommend sieht man den Bannwald Teufelsries hinten am Hang.
Von den Sturmschäden vor knapp 20 Jahren ist im Bannwald Teufelsries kaum mehr etwas zu sehen.
Man muss aufpassen, dass man die auf den Bannwald hinweisenden Schilder nicht übersieht.

Auf stillen Forstwegen geht es am oberen Rand des Bannwalds Teufelsries entlang.

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