Dienstag, 11. Januar 2011

Hansjakobweg von Haslach nach Hausach


Die beiden Hansjakobwege gehören zu den Fernwanderwegen des Schwarzwaldvereins. Von der Mehrzahl der Fernwanderwege im Schwarzwald unterscheiden sich die Hansjakobwege dadurch, dass sie einen Rundkurs verfolgen mit dem Endpunkt an der Stelle des Anfangspunkts. Der Hansjakobweg 1 (auch Kleiner Hansjakobweg genannt) beginnt und endet in Bad Rippoldsau-Schapbach. Der Hansjakobweg 2, auch Großer Hansjakobweg genannt, beschreibt einen 105 Kilometer langen Rundkurs ab / bis Haslach im Kinzigtal.

Die Hansjakobwege sind nach dem Schriftsteller und Pfarrer Heinrich Hansjakob benannt, der im Mittleren Schwarzwald zu Hause war. Mit den Jakobs-Pilgerwegen (Wege nach Santiago de Compostela) haben die Hansjakobwege also nichts zu tun. Das Zeichen der Hansjakobwege ist eine weiße Raute mit einem stilisierten Hut, wie ihn Heinrich Hansjakob trug. Eine Besonderheit der Hansjakobwege ist, dass im Wegverlauf immer wieder Erläuterungstafeln zu finden sind. Auf diesen Tafeln werden Besonderheiten am Weg erläutert, die immer in einem Bezug zum Leben von Heinrich-Hansjakob oder zu dessen Erzählungen stehen.


Das Zeichen des Hansjakobwegs ist eine weiße Raute mit einem stilisierten schwarzen Hut.
Wie alle Wege des Schwarzwaldvereins ist auch der Hansjakobweg hervorragend beschildert.
Im Verlauf des Hansjakobwegs befinden sich Informationstafeln, die über geschichtliche, naturkundliche oder gesellschaftliche Sachverhalte Auskunft geben.
In diesem Post geht es um die ersten paar Kilometer des Großen Hansjakobwegs von Haslach bis nach Hausach. Dieser Wegabschnitt ist 9 Kilometer lang. Der Charme dieses Abschnitts des Hansjakobwegs besteht darin, dass Ausgangs- und Endpunkt sehr gut mit der Bahn zu erreichen sind. Denn Haslach und Hausach sind jeweils wichtige Bahnhöfe im Verlauf der Schwarzwaldbahn. Und mit einer Höhenlage zwischen 220 und 520 Meter ü NN ist der Wegabschnitt zwischen Haslach und Hausach auch im Winter nach wenigen Tagen mit Plus-Temperaturen relativ bald schneefrei.

Vom Bahnhof Haslach muss man zunächst durch die Altstadt von Haslach gehen, bis man den Ausgangspunkt des Hansjakobwegs beim Sandhaasdenkmal südlich der Altstadt erreicht. Man folgt der Mühlenbacherstraße am Bach entlang, biegt nach links in die Grafenstraße ein und bald wieder nach rechts in die Hansjakobstraße.

Straßennamensschild der Hansjakobstraße in Haslach
Die Hansjakobstraße führt zum Hansjakobhaus, das sich heute im Besitz der Gemeinde Haslach befindet (Museum). Vor dem Haus wendet man sich nach rechts in die Otto-Goller-Straße und darauf nach links in die Rotkreuzstraße. Sie führt stark steigend aus dem Ort heraus und zum Waldrand. Nun beginnt ein Stationenweg durch Wald hinauf zur Kapelle am Heiligen Brunnen. Vor der Kapelle befinden sich originelle Wasserspiele. Durch Wald und auf teilweise schmalem Weg geht es weiter aufwärts bis zur Sandhaasenhütte. Dort gibt es einen wunderbaren Tiefblick auf Haslach und die umgebenden Schwarzwaldhöhen.

Geheimnisvolle Nebelschleier umhüllen das tief unten im Kinzigtal gelegene Haslach und die umgebenden Schwarzwaldhöhen.
Bei der Sandhaasenhütte hat man fast den Hochpunkt des Wegs erreicht. Es folgt nun ein Gang durch ein Wechselspiel von Wald und Hochwiesen mit leichtem Auf und Ab. 

Vom Rotweinbänkle aus geht der Blick hinab ins Kinzigtal und die nördlich davon gelegenen Schwarzwaldhöhen bis zum Brandenkopf.
Man kommt an einzelnen Bergbauernhöfen mit ungebenden Wiesenlandschaften vorbei.
Letztendlich steigt der Weg steil nach Hausach ab, das sich hier vor dem Betrachter ausbreitet.
Den Zielort Hausach erreicht man am Pfarrbergweg in Hausach Dorf. Der Weg mündet in die Hauserbachstraße, der man nach links folgt. Man kommt am Friedhof und an der Kirche vorbei und biegt dann nach rechts in die Dietersbachstraße ab. Ihr folgt man im großen Bogen, bis man die Hauptstraße erreicht. Auf der Hauptstraße geht es nach rechts, später unter der Bahnlinie hindurch und dann weiter im Verlauf der Eisenbahnstraße bis zum Bahnhof Hausach.   

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen