Donnerstag, 28. April 2011

Zum Calwer Schafott


Auf der Hochfläche westlich des Nagoldtals ca. ein Kilometer Luflinie südwestlich des Bahnhofs von Calw befindet sich eine ehemalige Hinrichtungsstätte. Man nennt sie das Calwer Schafott. Das Wort Schafott kommt aus dem französischen und bedeutet Blutgerüst. Die Hinrichtungsstätte ist hierbei als erhöhtes Podest ausgebildet.

Beim Calwer Schafott ist das aus groben Steinen aufgemauerte runde Podest noch erhalten. Auf dem Podest hat man in jüngerer Zeit ein Schwert festgemacht. Einen Besuch wert ist das Calwer Schafott vor allem wegen der Informationstafel, die ausführlich über die Hinrichungsstätte sowie über die letzte Hinrichtung im Jahr 1818 informiert. Das Schafott an dieser Stelle wurde erst im Jahr 1800 erbaut und wurde somit nicht besonders lange betrieben.

Direkt beim Calwer Schafott führt der Ostweg vorbei, einer der drei großen Nord-Süd-Fernwanderwege des Schwarzwaldvereins. Von Calw aus folgt man der rot-schwarzen Rautenbeschilderung des Ostwegs. Über die Salzgasse verlässt man die Stadt und steigt durch den am Hang liegenden Stadtgarten an. Dann steigt man im Wald weiter an und erreicht beim Buntsandsteinfelsen des Gimpelsteins weniger geneigtes Gelände. Nun geht es auf angenehmem Waldweg nur noch leicht ansteigend bis zum Calwer Schafott. Die Entfernung vom Zentrum von Calw bis zum Schafott ist ca. 1 Kilometer, der Höhenunterschied ist ca. 140 Meter. 
Das Podest des ehemaligen Calwer Schafotts mit Treppe befindet sich heute mitten im Wald.
Die Nachbildung eines Schwerts ist in einen Holzpflock eingerammt.
Eine Informationstafel erklärt die Geschichte des Calwer Schafotts und die letzte Hinrichtung im Jahr 1818.

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