Dienstag, 17. Mai 2011

Premiumweg "Murgleiter" von Forbach bis zur Schwarzenbach-Talsperre, Teil 1


Murgleiter heißt ein noch junger Wanderweg in drei Tagesetappen durch das Murgtal von Gernsbach bis nach Baiersbronn. Der Weg bleibt hierbei nicht im Talgrund des Murgtals, sondern steigt mehrfach auf die Höhen links und rechts des Tals hinauf und wieder hinab. Die Devise des Weges ist, das Murgtal in seiner Gesamtheit, oben und unten, zu erleben. Das macht die Murgleiter ein wenig anstrengend. Allerdings wird man mit Ansichten des Murgtals belohnt, die man so noch nicht gekannt hat.

Die Murgleiter ist einer von zur Zeit elf Wanderwegen in Baden-Württemberg, die vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Label "Premiumweg" ausgzeichnet worden sind. Das sollte eigentlich großen Wandergenuss erwarten lassen.

Es gibt aber auch einen Wehrmutstropfen bei der Murgleiter. Im Verlauf der mittleren Tagesetappe von Forbach bis nach Schönmünzach finden zur Zeit (2010/2011) umfangreiche Forstarbeiten statt. Dadurch gibt es im Verlauf dieser Etappe zwei große Umleitungsstrecken. Forstarbeiten werden ja heute sehr industriell gehandhabt und das führt dazu, dass ganze Wege für Monate gesperrt werden.

Ich habe dem Deutschen Wanderinstitut geschrieben und gefragt, ob es solche umfangreichen Forstarbeiten im Verlauf eines Premiumwegs überhaupt geben darf. Passen Waldindustrie und Erholungsgenuss im Verlauf von Premiumwegen zusammen? Eines ist klar: es gibt Länder auf der Welt (z.B. Kanada, USA, Australien, Neuseeland, Spanien), in denen es undenkbar ist, dass Spitzen-Wanderwege durch forstwirtschaftlich genutzte Gebiete führen. 

Es geht hier nicht darum, etwa die mit der Forstwirtschaft verbundenen Arbeitsplätze in Frage zu stellen. In Frage stellen muss man aber, ob in intensiv forstwirtschaftlich genutzten Gebieten unbedingt Premiumwege verlaufen müssen. Schließlich sollte ein Wanderer erwarten können, dass sich für einen Premiumweg auch eine weite Anreise lohnt und man dort wirklichen Wander- und Naturhochgenuss finden kann. Das was man im Verlauf der Murgleiter zur Zeit geboten bekommt, schadet den Wanderwegen und insbesondere den Spitzen-Wanderwegen in ganz Europa.

Die Forstarbeiten im Verlauf bestimmter Abschnitte der Murgleiter sind der Grund, weshalb hier in diesem Blog nicht wie ursprünglich geplant die gesamte zweite Etappe des Wegs von Forbach bis nach Schönmünzach das Thema ist. Statt dessen geht es nur um den Abschnitt von Forbach bis zur Schwarzenbach-Talsperre. Dieser Abschnitt ist nicht durch Forstarbeiten beeinträchtigt. Der Abschnitt ist 7,5 Kilometer lang und bewältigt einen Anstieg von 340 Höhenmetern. Ausgangspunkt ist der Bahnhof von Forbach im Verlauf der Murgtalbahn. Endpunkt ist die Schwarzenbach-Talsperre mit Bushaltestelle (vorher Fahrplan ermitteln).

Im folgenden Post in diesem Blog geht es dann los mit der Wanderung auf der Murgleiter von Forbach bis zur Schwarzenbach-Talsperre. 

Hier gibt es eine Übersicht über alle Premiumwege im Schwarzwald.

Hier gibt es eine Übersicht über die Murgleiter mit Links zu den Artikeln über die Murgleiter in diesem Blog.  

Ziele über Ziele werden gegenüber dem Bahnhofsgebäude von Forbach angezeigt. Die zweite Etappe der Murgleiter ist unten links beschildert.
Das Zeichen der Murgleiter ist im Wegverlauf in kurzen Abständen vorhanden.
   

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