Sonntag, 15. Juli 2012

Heinz Sielmann Stiftung sieht Wutachschlucht als eines der Naturwunder Deutschlands

Die Heinz Sielmann Stiftung veranstaltet nun bereits zum vierten Mal die Wahl des schönsten Naturwunders Deutschlands. Im Jahr 2012 stehen 30 herausragende Geotope zur Auswahl, darunter auch die Wutachschlucht im Südschwarzwald.


Die Wutachschlucht befindet sich am Ostrand des Südschwarzwalds. Diese Schlucht ist eines der besten Anschauungsbeispiele in Deutschland für die jüngere und die ältere Erdgeschichte.

In der Wutachschlucht liegen alle Schichten des südwestdeutschen Schichtstufenlandes offen. Das beginnt mit dem Grundgebirge aus Gneis und Granit bei Neustadt. Dann taucht die Schlucht in das Deckgebirge ein, beginnend mit dem Buntsandstein, gefolgt vom Muschelkalk, vom Keuper und vom Jura. 

Die jüngste Erdgeschichte zeigt sich darin, dass die Wutachschlucht erst knapp 20.000 Jahre alt ist. Viele Millionen Jahre floss der vom Feldberg kommende Fluss in die Donau. Dann hat ein Seitenfluss des wesentlich tiefer liegenden Rheinsystems vom Hochrhein her die ehemalige Donau angezapft und in Richtung Rhein umgeleitet. Darauf tiefte sich die Wutachschlucht rasch ein. Dieser Vorgang ist noch längst nicht beendet. Das zeigen die Rutschungen und Änderungen im Flusslauf der Wutach, die sich immer wieder ereignen.

Zum Schwarzwald als Naturraum (nicht als Fremdenverkehrsgebiet) gehört nur ein Teil der Wutachschlucht. Dies ist der Teil der Schlucht, der vom Grundgebirge sowie vom Buntsandstein gebildet wird. 

Unter den 30 zur Auswahl für die Wahl des schönsten Geotops Deutschlands stehenden Naturwundern befinden sich drei in Baden-Württemberg. Außer der Wutachschlucht sind dies die "Vulkanruine Kaiserstuhl im Oberrheingraben" sowie die "Karstlandschaft Blaubeurer Alb mit Sontheimer Höhle und Blautopf".

Bis zum 12. September 2012 kann man auf www.sielmann-stiftung.de abstimmen und den schönsten Geotop Deutschlands wählen.      
 

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