Sonntag, 9. September 2012

Bannwald Feldseewald (Teil 2)

Dies ist der zweite von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Bannwald Feldseewald, einem zukünftigen Urwaldgebiet an den Osthängen des Feldbergs, des höchsten Schwarzwaldbergs.

Im vorangegangenen Post sind wir von der Feldberg-Passhöhe beim Caritas-Haus auf dem Seesträßle in das Seebachtal hinabgewandert. Im heutigen Post geht es weiter am Feldseemoor und am Feldsee vorbei und auf einem Pfad hinauf zum Feldberger Hof und zur Talstation der Seilbahn auf den Feldberg-Seebuck.


Dort wo das Seesträßle den Talgrund des Seebachtals erreicht, mündet von rechts die breite Forststraße entlang des Seebachtals. Dort biegt man nach links in Richtung Feldsee ab und steigt wieder etwas an. Auf beiden Seiten des Wegs befindet sich jetzt wieder der Bannwald Feldseewald.

Nach kurzer Zeit fällt rechts des Wegs (nördlich) ein mit Felsbrocken durchsetzter Wall im Wald auf. Diese ist eine von mehreren Endmoränen des früheren Feldberggletschers. Endmoränen entstehen ja immer dort, wo das Ende des Gletschers eine Zeitlang konstant bleibt. Nach dem Ende der letzten Eiszeit ging der Rückzug des Feldberggletschers nicht gleichförmig vonstatten. Vielmehr kam der Rückzug immer wieder für einige hundert Jahre zum Stillstand. Die rechts des Wegs sichtbare Endmoräne ist das Zeugnis eines solchen vorübergehenden Stillstands.

Kurze Zeit später ist ebenfalls auf der rechten Seite das Feldseemoor zu sehen, das zum Bannwald Feldseewald gehört. Man darf dieses Moor nicht betreten. Man kann allenfalls vom Weg wenige Meter durch den Wald zum Moorrand hinabgehen und dort die einmalige Szenerie mit der Moorlandschaft und dem Feldberggipfel im Hintergrund auf sich wirken lassen. Das Feldseemoor befindet sich zwischen zwei Endmoränen des Feldberggletschers.

Bald kommt man zum Feldsee, dem wohl berühmtesten Karsee des Schwarzwalds. Unmittelbar vor dem Feldsee befindet sich die zweite Endmoräne. Der Feldsee gehört ebenfalls zum Bannwald Feldseewald. Die malerisch hinter dem See aufrangende Seewand ist allerdings bereits außerhalb des Bannwalds.

Vom Feldsee geht man auf einem Wanderweg in Kehren hinauf zum Feldberger Hof und zur Talstation der Seilbahn auf den Feldberg-Seebuck. Auch auf diesem Weg geht man durch den Bannwald Feldseewald.

Im folgenden dritten Post der kleinen Reihe zum Bannwald Feldseewald in diesem Blog ist der Felsenweg an der Reihe, der an der oberen Grenze des Bannwalds Feldseewald entlangführt.     
Endmoräne der letzten Eiszeit östlich des Feldseemoors im Bannwald Feldseewald
Das Feldseemoor ist ein Bestandteil des Bannwalds Feldseewald. Im Hintergrund sieht man den Seebuckgipfel des Feldbergs.
Das Feldseemoor im Bannwald Feldseewald befindet sich zwischen zwei Endmoränen, die verschiedene Rückzugstadien des Feldberggletschers dokumentieren.
Der Feldsee, der wohl bekannteste Karsee des Schwarzwalds, ist ebenfalls Bestandteil des Bannwalds Feldseewald.
Die Seewand nordwestlich über dem Feldsee befindet sich außerhalb des Bannwalds Feldseewald. Die Wälder bei der Seewand sind jedoch als Schonwald ausgwiesen.
Bannwald Feldseewald beim Anstieg vom Feldsee zum Feldberger Hof und zur Talstation der Seilbahn auf den Feldberg-Seebuck

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