Montag, 10. September 2012

Bannwald Feldseewald (Teil 3)

 
Dies ist der dritte hintereinanderfolgende Post in diesem Blog zum Bannwald Feldseewald an den Hängen des höchsten Schwarzwaldbergs. Im ersten Post der kleinen Reihe sind wir von der Feldberg-Passhöhe hinab in das Seebachtal gewandert. Im zweiten Post ging es am Feldseemoor und am Feldsee vorbei und hinauf zum Feldberger Hof und zur Talstation der Seilbahn auf den Feldberg-Seebuck.

Im heutigen Post sehen wir uns noch den oberen Teil des Bannwalds Feldseewald an. Der sogenannte Felsenweg verläuft am oberen Rand des Bannwalds entlang. Vom Feldberger Hof bzw. von der Talstation der Seilbahn auf den Feldberg-Seebuck steigt man auf dem beschilderten Weg auf der Nordseite der Seilbahn und an der Grenze zwischen dem offenen Wiesengelände und dem Wald in Richtung Seebuck-Gipfel an.


Nach einiger Zeit biegt bei einem Wegweiser der Felsenweg nach rechts (Richtung Nordwesten) ab. Der Bannwald Feldseewald befindet sich auf der rechten Seite (der Talseite) des Felsenwegs. Der Felsenweg ist ein Pfad, der ohne große Höhenunterschiede am steilen Nordosthang des Feldberg-Seebucks und über dem Kar des Feldsees entlangführt. Den Feldsee sieht man wegen des dichten Bewuchses allerdings fast nicht.

Nach einiger Zeit quert der Felsenweg eine Erosionsrinne, die direkt vom Feldberg-Seebuck-Gipfel herabkommt. Diese Rinne nennt man auch die Tauernrinne. Die Vegetation zwischen dem Felsenweg und dem Gipfel ist hier relativ dünn. Winters kommen hier kleinere Lawinen herab. Später kommt man an einen Bach, der von links (vom Gebiet um den Feldberg-Mittelbuck) herabkommt. Hier endet das Gebiet des Bannwalds Feldseewald. Der Felsenweg führt von hier weiter oberhalb der Seewand entlang. Man kann nun zur Talstation der Seilbahn auf den Feldberg-Seebuck zurückgehen. Von dort kann man auf einem beschilderten Wanderweg durch Wald zum Caritas-Haus an der Feldberg-Passhöhe gehen.

Die Gesamtlänge des in den letzten drei Posts beschriebenen Wegs vom Caritas-Haus über den Feldsee, den Feldberger Hof, den Felsenweg und zurück über den Feldberger Hof zum Caritas-Haus ist ca. 7,5 Kilometer lang.        

Waldbild des Bannwalds Feldseewald am Beginn des Felsenwegs
Blick vom Felsenweg über die Bäume des Bannwalds Feldseewald hinab in das Kar des (nicht sichtbaren) Feldsees und die Seewand
Die Baumarten entlang des Felsenwegs im Bannwald Feldseewald sind andere als in den tiefergelegenen Bereichen des Bannwalds. Hier an den steilen Hängen des Feldberg-Seebucks gibt es im Winter Schneeansammlungen, Schneerutschungen und sogar kleine Lawinen. Laubbäume und Büsche, die sich unter dem Schnee biegen können, haben hier größere Überlebenschancen als andere Bäume.
Blick vom Felsenweg auf den Bannwald Feldseewald: die kleine Ziegenherde hat sich in den Bannwald verirrt. Eigentlich sollten diese von Natur aus hier nicht vorkommenden Tiere nicht in den Bannwald eindringen, weil sie dort die natürliche Entwicklung verfälschen. Die Ziegenherde ist wahrscheinlich auf den waldfreien Gipfelkuppen des Feldbergs im Einsatz, um dort die Verbuschung zu verhindern. Es wäre interessant zu erfahren, welche Maßnahmen die Naturschutzverwaltung einleitet, um die Ziegen auch wirklich dort zu halten, wo sie hingehören.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen