Sonntag, 25. November 2012

Der Biberkessel bei der Hornisgrinde (Teil 2)

Von den zahlreichen Karen, die es im Nordschwarzwald als Überbleibsel der letzten Eiszeit gibt, ist der Biberkessel am Osthang der Hornisgrinde eines der großartigsten. Genau genommen sind es sogar zwei Kare, der Große und der Kleine Biberkessel. Im vorangegangenen Post in diesem Blog war der Kleine Biberkessel das Thema, heute geht es um den Großen Biberkessel.

Es gibt einige Unterschiede zwischen dem Großen und dem Kleinen Biberkessel. Der Große Biberkessel ist kompakter und hat steilere Karwände. Im Kleinen Biberkessel sind die Reste des ehemaligen Karsees noch deutlicher zu sehen als im Großen Biberkessel. Der Große Biberkessel ist dagegen besser zugänglich als der Kleine Biberkessel. Während inzwischen der zentrale Teil des Kleinen Biberkessels für Besucher gesperrt ist (das haben wir ja im vorangegangenen Post gesehen), kann man sich im Großen Biberkessel noch ungestört bewegen.


Wie kommt man hin?
Ausgangspunkt für einen Besuch des Großen Biberkessels ist das Seibelseckle an der Schwarzwaldhochstraße (B 500), ca. 1,5 Kilometer östlich des Mummelsees. Am Seibelseckle befinden sich Parkplätze und eine Bushaltestelle. Bei ausreichend Schnee ist ein Skilift hinauf zum Schwarzkopf in Betrieb.

Vom Seibelseckle folgt man dem mit der gelben Raute des Schwarzwaldvereins beschilderten Weg, der am Osthang der Hornisgrinde in den Bergsattel zwischen der Hornisgrinde und dem Obergrind hinaufführt. Im Sattel wendet man sich nach links und folgt nur ganz wenige Meter dem Wanderweg, der weiter hinauf zum Hochplateau der Hornisgrinde führt. Dann biegt man rechts ab auf einen schönen und etwas abenteuerlichen Pfad, der mit einer Kehre an der steilen Karwand entlang in den Großen Biberkessel hinabsteigt. Unten angelangt, führt ein breiterer Weg nach links ins Zentrum des Kessels. Die Entfernung vom Seibelseckle bis zum Grund des Großen Biberkessels ist ca. 2,3 Kilometer.     


Ein Weg führt ins Zentrum des Großen Biberkessels hinein. Im Hintergrund ist die steile Karwand zu sehen, oben befindet sich die Hochfläche der Hornisgrinde.
Der nach dem Ende der letzten Eiszeit im Großen Biberkessel vorhanden gewesene See ist schon längst verlandet. Inzwischen wachsen sogar Bäume im Grund des Kessels.
Blick vom südlichen Kesselrand hinab auf den Grund des Großen Biberkessels
Ein Pfad führt an der steilen Karwand entlang hinab in den Großen Biberkessel.
Die Karwand des Großen Biberkessels ist teilweise so steil, dass sie ungangbar ist.
    

1 Kommentar:

  1. Ich habe das gestern entdeckt, es war extrem lohnend ! Vielen Dank noch, fürs zeigen. ;-)

    AntwortenLöschen