Donnerstag, 6. Dezember 2012

Aussicht vom Stübenwasen im Südschwarzwald

Der Stübenwasen ist einer der höchsten Berge des Schwarzwalds. Das kommt aber nicht ganz so zum Ausdruck. Denn der Stübenwasen liegt sehr nahe am dominanten und höheren Feldberg, so dass er kleiner erscheint als er eigentlich ist.

Auch bei der Aussicht scheint der Stübenwasen gegenüber dem Feldberg im Nachteil zu sein. Denn der Stübenwasen ist teilweise bewaldet, während die große, flache Kuppe des Feldbergs frei von Bäumen und Sträuchern ist. Jedoch ist die Aussicht vom Stübenwasengipfel wesentlich besser und interessanter, als es auf den ersten Blick scheint. Man braucht nur auf dem Gipfel den Standort um wenige Meter zu wechseln, dann kann man auch vom Stübenwasen in alle Richtungen sehen. Und die Tiefblicke vom Stübenwasen in das Napfgebiet hat der Feldberg nicht zu bieten. Von den Gipfeln des Feldbergs aus gibt es wegen der großen, flachen Kuppe kaum Tiefblicke.

Im vorangegangenen Post in diesem Blog ging es allgemein um den Stübenwasen und um die Zugänglichkeit. Heute nun wollen wir die Aussicht vom Stübenwasen in einigen Bildern ansehen.



Blick vom Stübenwasen in Richtung Süden: im Mittelgrund sind die Schwarzwaldhöhen um das Wiesetal, dahinter erstreckt sich die Kette des Schweizer Jura, dann sieht man das Nebelmeer über dem Schweizer Mittelland, schließlich sind am Horizont die Alpen. Gerade im Herbst und Winter ist die Wahrscheinlichkeit der Alpensicht relativ groß.
Blick vom Stübenwasen in Richtung Norden auf den bewaldeten Gipfel des Hochfahrn. Er gehört zu einer Bergkette, die sich vom Feldberg in Richtung Kirchzarten zwischen dem St. Wilhelmer und dem Zastler Tal erstreckt. Im Hintergrund sieht man das Nebelmeer über dem Oberrheintal, links hinten sieht man ein Stück Vogesen.
Blick vom Stübenwasen in Richtung Nordnordosten: im Hintergrund in der linken Bildhälfte erhebt sich der Kandel, der höchste Berg des Mittleren Schwarzwalds. Im Mittelgrund in der rechten Bildhälfte erhebt sich der Tote Mann, auch er ein Gipfel in der Bergkette zwischen dem St. Wilhelmer und dem Zastler Tal.
Blick vom Stübenwasen in Richtung Osten auf den Feldberg-Höchsten.
Blick vom Stübenwasen in Richtung Nordosten in den Talkessel des Napf im hintersten St. Wilhelmer Tal. Die auf dem Bild sichtbaren Wälder sind als Bannwald unter Schutz gestellt. Der Bannwald Napf gehört zu den größten Bannwäldern des Schwarzwalds. Man sieht die zahlreichen abgestorbenen Fichten, die Opfer des Borkenkäfers geworden sind. Dieses Waldbild mag nicht jedem gefallen. Es ist jedoch der Lauf der Natur und Vorraussetzung, dass sich in Zukunft natürlichere und stabilere Wälder bilden. Sorgen bereitet hingegen der zu hohe Besatz an Gämsen, einem Tier, das der Mensch vor Jahrzehnten aus den Alpen in den Südschwarzwald gebracht hat und das zur Zeit keine natürlichen Feinde hat. Die Gämsen fressen die jungen Bäume, so dass der Wald sich nicht richtig verjüngen kann. 
Blick vom Stübenwasen in Richtung Westsüdwesten auf den Belchen, den alpinsten Gipfel des Schwarzwalds
Blick vom Stübenwasen in Richtung Südosten über das oberste Wiesetal hinweg auf das Herzogenhorn. Links im Bild sieht man das Skigebiet Grafenmatt mit seinen Pisten.
    

1 Kommentar:

  1. Im Winter gehe ich regelmäßig auf den Stübenwasen. Vom Ratschert über Todnauberg ein kurzer aber abenteuerlicher Spaziergang in einer oft beeindruckend rauhen Winterwunderwelt.

    AntwortenLöschen