Donnerstag, 24. Januar 2013

Der Grindenpfad auf der Hornisgrinde (Teil 1)

Auf dem Plateau der Hornisgrinde, des höchsten Gipfels im Nordschwarzwald, befindet sich ein Lehrpfad, der sogenannte Grindenpfad.

Der Grindenpfad leitet seinen Namen von den Grinden ab. So nennt man im Nordschwarzwald die waldfreien, kahlen Bereiche um die höchsten Gipfel. Diese Flächen sind nicht von Natur aus kahl. Das ist vielmehr eine Folge der Rodung im Mittelalter und der jahrhundertealten Beweidung.

Viele Grinden sind inzwischen wieder vom Wald bewachsen, weil sich die Beweidung schon lange nicht mehr lohnt. Die noch verbliebenen Grinden stehen alle unter Naturschutz. Denn obwohl es sich hier um eine vom Menschen gemachte Landschaft handelt, so ist sie heute mit vielen nur dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten doch sehr wertvoll. Die Grinden erfordern für ihre Erhaltung ständige Pflege, am besten durch die Beweidung mit Schafen oder Rindern. Auf dem Plateau des Hornisgrindegipfels gibt es auch ein natürliches Hochmoor, dessen Fläche möglicherweise seit der letzten Eiszeit waldfrei ist.


Elf Informationstafeln im Verlauf des Grindenpfads erklären Wissenswertes zur Natur des Gebiets sowie zur jahrhundertealten Nutzung durch den Menschen. Im Wegverlauf befinden sich zwei Aussichtstürme. Der Bismarckturm am nördlichen Endpunkt des Grindenpfads ist jederzeit zugänglich. Der Hornisgrindeturm ist gegen eine Eintrittsgebühr zugänglich.

Wie kommt man hin?
Ausgangspunkt ist der Mummelsee an der Schwarzwaldhochstraße (B500). Dort befindet sich ein Großparkplatz. Linienbusverkehr gibt es aus Richtung Baden-Baden und Freudenstadt.

An der Ostseite des Mummelsees beginnt ein Asphaltsträßchen, das langsam steigend auf das Hochplateau der Hornisgrinde hinaufführt. Das Sträßchen führt nördlich des Mummelsees entlang und beschreibt dann eine Kehre. Danach kommt man zur ersten Informationstafel des Grindenpfads.

Auf dem Grindenpfad unterwegs
Nun begeht man den Grindenpfad im Uhrzeigersinn. Man kommt am Aussichtsturm Hornisgrinde und am Bismarckturm vorbei. Schließlich durchquert man das Hochmoor auf der Hornisgrinde. Durch Wald kommt man wieder zum Asphaltsträßchen zurück. Im folgenden Post in diesem Blog gibt es einige Bilder von der Landschaft entlang des Grindenpfads. Die Wegentfernung ab/bis Mummelsee beträgt ca. 4 Kilometer, der Höhenunterschied ist ca. 130 Meter.    

Im folgenden Post in diesem Blog wandern wir im Verlauf des Grindenpfads.

Diese Tafel beim Mummelsee an der Schwarzwaldhochstraße macht Appetit auf den Grindenpfad.
Im Verlauf des Grindenpfads gibt es elf Informationstafeln, die über die Natur und Geschichte des Gebiets informieren.
Auf diesem Luftbild ist der Verlauf des Grindenpfads eingetragen. Oben im Bild sieht man die Lage des Bismarckturms. Links unten im Bild sieht man eine Bushaltestelle. Tatäschlich wird im Sommer der Gipfel der Hornisgrinde am Wochenende sogar von einem Linienbus angefahren.
Auf dieser Prinzipskizze sieht man den Mummelsee, den Wegverlauf des Grindenpfads und die Standorte der Informationstafeln.
Informationstafel auf dem Grindenplateau der Hornisgrinde
Im Bereich des Hochmoors auf der Hornisgrinde verläuft der Grindenweg als Bohlenweg. Links hinten sieht man den Bismarckturm.

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