Sonntag, 8. Dezember 2013

Bannwald Bärlochkar bei Enzklösterle

Der Bannwald Bärlochkar im Tal der Großen Enz am südlichen Ortsrand von Enzklösterle gehört mit einer Fläche von 104 Hektar zu den größeren Bannwäldern des Schwarzwalds. Auf der Fläche dieses Bannwalds befinden sich gleich drei Kare, Überbleibsel der letzten Eiszeit. Die drei Kare heißen Kleines Bärlochkar, Großes Bärlochkar und Maienstubenkar.

Die Kare im Nordschwarzwald bildeten sich bevorzugt an den in Richtung Norden und Osten geneigten Berghängen. An diesen schattigen Hängen bildeten sich in der letzten Eiszeit Gletscherzungen, die von den Plateaugletschern herabflossen. Die Gletscherzungen tieften eine Mulde in die Hänge ein (ein Kar). Die Mulde wurde an ihrem unteren Ende von einem Wall aus mitgeführten Gesteinen (Moräne) abgegrenzt. Dadurch bildeten sich in vielen dieser Kare Seen oder wenigstens feuchte Stellen.

Der Bannwald Bärlochkar wurde im Jahr 1998 ausgewiesen. Er umfasst einen Teil des Hangs westlich des Tals der Großen Enz. Die Fichte ist zur Zeit noch die dominierende Baumart im Bannwald mit einem Flächenanteil von bis zu 70 Prozent. Die Tanne hat einen Anteil von nur bis zu 10 Prozent. 


Durch den Bannwald Bärlochkar hat man am 15.Juni 2001 einen Erlebnispfad eröffnet ("Urwalderlebnis Bärlochkar"). Dieser Pfad ist das Thema im folgenden Post in diesem Blog.
 
Wie kommt man hin?
Am Rand des Bannwalds Bärlochkar befindet sich ein Parkplatz. Den Parkplatz erreicht man, indem man von Bad Wildbad in Richtung Süden nach Enzklösterle fährt. Im Ortsteil Mittelenztal biegt man nach Westen ab zum Ortsteil Rohnbach. Von dort fährt man auf einer geschotterten Forststraße wenige hundert Meter hinauf zum Waldrand (beschildert). Vom dortigen Parkplatz hat man einen schönen Blick auf das Enztal mit Enzklösterle. Es gibt auch Linienbusverkehr von Bad Wildbad nach Enzklösterle.

Beim Parkplatz beginnt der Rundweg "Urwalderlebnis Bärlochkar", der das Thema im folgenden Post in diesem Blog sein wird. Man kann auch auf der Forststraße bleiben, die vom Parkplatz geradeaus langsam am Hang aufwärts führt. Auf ihrem gesamten Verlauf bis zum Erreichen der Hochfläche führt diese Forststraße durch den Bannwald. Ebenfalls zu einem großen Teil im Bannwald verläuft der Wanderweg, der vom Parkplatz in Richtung des Orts Gompelscheuer führt.    


An diesem Teil des Hangs im Bannwald Bärlochkar hat der Borkenkäfer ganze Arbeit geleistet und die Fichten zum Absterben gebracht. Am Boden wächst jedoch bereits die nächste Baumgeneration heran.
Stürme wie der Orkan Lothar haben in diesem Waldabschnitt gewütet. So ein Wald ist alles andere als langweilig.
Baumpilz an einem Baumstumpf im Bannwald Bärlochkar
Im fast ebenen Karboden des Großen Bärlochkars schweift der Blick über den lichten Wald hinüber zum Osthang des Enztals.
Ein am Boden liegender Baum im Bannwald Bärlochkar ist fast vollständig zersetzt worden. 
Ein Sturm hat diesen altersschwachen Baum im Bannwald Bärlochkar umgeknickt.
Steile Karwand im Kleinen Bärlochkar: Die Bäume stehen hier dicht an dicht. Der Borkenkäfer ist anscheinend noch nicht bis hierher gekommen.

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