Freitag, 9. Mai 2014

Goldstadt Uferweg in Pforzheim, Teil 1

Der Goldstadt Uferweg in Pforzheim verläuft auf einer Länge von 3,5 Kilometern entlang der Ufer von Enz und Nagold. Der Weg führt an vielen Sehenswürdigkeiten Pforzheims vorbei. Wir wollen im heutigen und in den beiden folgenden Posts in diesem Blog dem Goldstadt Uferweg folgen.

Die Großstadt Pforzheim befindet sich am Nordrand des Schwarzwalds und wird auch die Pforte zum Schwarzwald genannt. Der Bereich um die Flüsse Enz und Nagold gehört zu den schönsten Teilen Pforzheims, einer Stadt die als Folge der großflächigen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und großer städtebaulicher Sünden beim Wiederaufbau ansonsten nicht gerade zu den städtebaulich und baukulturell herausragende Städten des Schwarzwalds gehört.

Der Goldstadt Uferweg wurde vom Verein "Pforzheim mitgestalten" angelegt. Der Verein wurde im Jahr 1997 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, Pforzheim anziehender, liebenswerter, sauberer und lebendiger zu machen.  


Der als Rundweg angelegte Goldstadt Uferweg ist nur in einer Richtung beschildert. Am Beginn des Wegs am Ufer der Enz beim Waisenhausplatz befindet sich eine Übersichtstafel, auf der der Wegverlauf sowie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angegeben sind. Leider sind vor Ort bei den einzelnen Sehenswürdigkeiten keine Informationstafeln vorhanden. Man muss sich somit die auf der Tafel dargestellte Information gut einprägen. Alternativ kann man sich selbstverständich auch die hier im Blog vorhandene Info auf die Tour mitnehmen.

Wie kommt man hin?
Vom Bahnhof in Pforzheim ist man ca. 600 Meter bis zur Infotafel am Waisenhausplatz unterwegs. Man überquert die Straße "Bahnhofplatz" und folgt der Straße "Schlossberg" abwärts. Geradeaus geht man weiter im Verlauf der Straße "Alter Schlossberg" abwärts. Man überquert den Marktplatz. Die Straße "Am Waisenhausplatz" unterquert man mit Hilfe einer Fußgänger-Unterführung. Am Stadttheater vorbei kommt man zum Ufer der Enz. Dort hält man sich rechts bis zum Goldschmiedesteg. Bei diesem Steg befindet sich die Informationstafel.

Im Verlauf des Goldstadt Uferwegs unterwegs
Man überquert die Enz nicht, sondern folgt der Enz flussaufwärts entlang des in Gehrichtung rechten, orographisch aber linken Enzufers. Die Station 2 des Wegs ist der Bootspick. Dann kommt man zur Station 3, den Enzarkaden. Dahinter überquert man die Leopoldstraße bei der Rossbrücke. Die Station 4 ist das Melanchthonhaus. Später unterquert man ganz nah am Enzufer die Goethebrücke. Schließlich kommt man zur Station 5, dem Emiliensteg. Hier überquert man die Enz und geht am gegenüberliegenden Ufer zurück. Bei der Rossbrücke kommt man zur Station 6, dem Eiscafe Rialto. Schließlich erreicht man wieder den Goldschmiedesteg. Am gegenüberliegenden Ufer der Enz war der Startpunkt des Wegs. 

Im folgenden Post in diesem Blog geht es weiter mit dem Spaziergang entlang des Goldstadt Uferwegs in Pforzheim.     


Eine Übersichtstafel am Enzufer beim Waisenhausplatz zeigt den Wegverlauf des Goldstadt Uferwegs in Pforzheim sowie die 18 wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Dies ist das Markierungszeichen des Goldstadt Uferwegs in Pforzheim.
Ursprünglich war der Goldstadt Uferweg in Pforzheim mit diesen Messingplatten gekennzeichnet. Zwischen den einzelnen Messingplatten waren goldene Punkte aufgemalt, so dass der Wegverlauf durchgehend markiert war. Leider haben Souvenirjäger die Messingplatten immer wieder entwendet. Als Folge davon wurde die Markierung und Beschilderung des Goldstadt Uferwegs auf die im vorigen Bild gezeigten Schilder umgestellt. Wenn man aufmerksam ist, findet man auch heute noch die eine oder andere Messingplatte im Verlauf des Goldstadt Uferwegs.  
Die Station 2 im Verlauf des Goldstadt Uferwegs ist der sogenannte Bootspick. Dies ist ein Biergarten und Tretbootverleih. Im Bereich des Bootspicks ist die Enz durch das Flusskraftwerk Auerbrücke gestaut, so dass sich auf einer Länge von ca. 400 Metern eine Befahrbarkeit mit Booten ergibt. Im Hintergrund links sieht man die Herz-Jesu-Kirche.
Die Station 3 im Verlauf des Goldstadt Uferwegs sind die Enzarkaden. Das Gebäude erhebt sich unmittelbar über der Enz. Der Enzuferweg verläuft durch die Arkaden, in denen sich ein Cafe befindet.
Oberhalb des Staubereichs des Flusskraftwerks Auerbrücke kann die Enz frei fließen. Die Enzufer sind für die Menschen erlebbar gestaltet.
Die Station 4 im Verlauf des Goldstadt Uferwegs ist das Melanchthonhaus. Das nach dem Reformator Philipp Melanchthon benannte Gebäude wurde im Jahr 1914 erbaut. Die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg verschonten nur das Erdgeschoß mit den Arkaden.
Der Goldstadt Uferweg in Pforzheim führt unter der Goethebrücke hindurch. Die heutige Brücke wurde im Jahr 1952 erbaut. Hinter der Brücke findet sich eine ansprechende Bebauung, die gleichzeitig großstädtisch ist und den Freiraum an der Enz berücksichtigt.
Die Station 5 im Verlauf des Goldstadt Uferwegs ist der Emiliensteg (im Bild im Hintergrund). Dies ist eine Fachwerkträgerbrücke aus Schmiedeeisen. Sie wurde im Jahr 1863 erbaut und befand sich ursprünglich flussabwärts beim Turnplatz. 1904 wurde die Brücke an ihren heutigen Standort versetzt. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurde die Brücke gesprengt. Im Jahr 1946 wurde sie mit neuem Mittelteil wiederaufgebaut. Im Jahr 1997 wurde die Brücke saniert und unter Denkmalschutz gestellt. 
Die Station 6 im Verlauf des Goldstadt Uferwegs ist das Eiscafe Rialto.

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