Donnerstag, 31. Dezember 2015

Renchtalsteig von Oppenau nach Bad Peterstal, Teil 2

Dies ist der zweite von zwei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zur zweiten Etappe des Renchtalsteigs von Oppenau nach Bad Peterstal. Im vorangegangenen Post in diesem Blog gab es einige allgemeine Infos zur zweiten Etappe des Weitwanderwegs. Im vorangegangenen Post sind wir auch bereits losgewandert und hierbei bis zum Gleitschirmfliegerstartplatz und Aussichtspunkt "Ibacher Holzplatz" gekommen.

Heute geht es mit der Wanderung weiter. Der Hauptanstieg der zweiten Etappe des Renchtalsteigs ist jetzt geschafft. Nahe der Hochfläche des Bergkamms zwischen Renchtal und Nordrachtal führt der Renchtalsteig zum Schäfersfeld-Pass. Hier quert die Straße, die das Renchtal mit dem Nordrachtal verbindet. Noch vor dem Erreichen der Straße kommt man zu einem weiteren Startplatz für Gleitschirmflieger. Hier blickt man auf das obere Renchtal mit dem Ort Bad Peterstal.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Renchtalsteig von Oppenau nach Bad Peterstal, Teil 1

Der Renchtalsteig ist ein Weitwanderweg und Qualitätsweg Wanderbares Deutschland, der in fünf Tagesetappen rund um das Renchtal führt.

Im heutigen und im folgenden Post in diesem Blog geht es um die zweite Tagesetappe des Renchtalsteigs von Oppenau nach Bad Peterstal. Diese Etappe hat eine Länge von 16,5 Kilometern. Im Wegverlauf sind beachtliche ca. 700 Höhenmeter im Anstieg und ca. 600 Höhenmeter im Abstieg zu überwinden. Eine Besonderheit der zweiten Tagesetappe ist, dass sowohl Anfangs- als auch Endpunkt ganz nahe bei Bahnhöfen liegen. Somit kann die zweite Tagesetappe gut als eigenständige Tour mit An- und Abreise mit der Bahn am gleichen Tag gewandert werden.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Der Renchtalsteig - ein Qualitätsweg Wanderbares Deutschland

Der Renchtalsteig gehört zu den Weitwanderwegen neueren Datums im Schwarzwald. Diese Weitwanderwege haben gemeinsam, dass sie auf Initiative von Fremdenverkehrsverbänden zustandegekommen sind. Der Schwarzwaldverein hat bei der Umsetzung mitgewirkt. Die neueren Weitwanderwege im Schwarzwald zeichnen sich durch eine attraktive Streckenführung und ein überdurchschnittliches Informationsangebot für die Besucher aus.

Im heutigen Artikel in diesem Blog soll der Renchtalsteig kurz vorgestellt werden. Im heutigen Artikel werden alle weiteren Artikel in diesem Blog verlinkt, die sich mit dem Renchtalsteig befassen. Der heutige Artikel wird auch von der rechten Spalte des Blogs aus direkt verlinkt werden.

Der Renchtalsteig wurde am 22. Mai 2011 eröffnet. Der neue Steig umrundet das Renchtal, eines der größten Täler auf der Westseite des Schwarzwalds. Der Steig wurde von der Renchtal Tourismus GmbH zusammen mit dem Schwarzwaldverein eingerichtet. Seine Länge beträgt 98,1 Kilometer. 

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Premiumweg Jägersteig von Aha entlang des Schluchsees zum Ort Schluchsee

Der Jägersteig ist ein vom Deutschen Wanderinstitut e.V. zertifizierter Premiumweg im Südschwarzwald beim Schluchsee. Der Jägersteig gehört zur Gruppe der sogenannten Genießersteige.

Das Deutsche Wanderinstitut e.V. hat den Jägersteig im September 2013 zertifiziert. Die Zertifizierung ist bis September 2016 gültig. Dann muss sie erneuert werden. Der Jägersteig hat 58 Erlebnispunkte erhalten. Damit befindet er sich auf Platz 20 von zur Zeit (November 2015) 33 Premiumwegen im Schwarzwald.

Man kann den Jägersteig gut in zwei Abschnitten gehen. Da ist einmal der Abschnitt am Schluchsee entlang und zum anderen der Abschnitt durch die Erhebungen nordöstlich des Schluchsees mit dem Aussichtspunkt Bildstein. Im heutigen Artikel in diesem Blog gehen wir den Abschnitt des Jägersteigs vom Bahnhof Aha am Schluchsee entlang bis zum Bahnhof Schluchsee. Dieser Abschnitt weist nur ganz kleine Steigungen auf.

Samstag, 12. Dezember 2015

Auf dem Seensteig vom Ruhestein zur Darmstädter Hütte

Der Seensteig ist ein 91 Kilometer langer Weitwanderweg mit fünf Tagesetappen, der im Nordschwarzwald zum größeren Teil in der Gemarkung von Baiersbronn verläuft und einen Kreis beschreibt.

Die dritte Etappe des Seensteigs vom Schliffkopf zum Mummelsee eignet sich gut für eine Teilung in kleinere Einheiten. Nach dem Absolvieren einer Strecke kann man die Wanderung durch die Rückkehr auf einem anderen Weg zu einer Rundwanderung machen. Oder man fährt mit dem Bus im Verlauf der Schwarzwaldhochstraße zum Startpunkt zurück. Der Teilabschnitt der dritten Etappe des Seensteigs von der Passhöhe Ruhestein bis zur Darmstädter Hütte lässt sich durch die Rückkehr von der Darmstädter Hütte auf direktem Weg zum Ruhestein zu einer Rundwanderung ergänzen.

Montag, 7. Dezember 2015

Der neue Windpark Hornisgrinde

Im Oktober 2015 wurde auf dem Gipfelplateau der Hornisgrinde, dem höchsten Berg im Nordschwarzwald, ein neues Windrad in Betreib genommen. Dies ist die höchstgelegene Windenergieanlage Deutschlands.

Das neue Windrad ersetzt drei kleinere Windräder, die bereits im Jahr 1994 in Betrieb genommen worden sind. Beim nahegelegenen Bismarckturm befindet sich eine Infotafel zum Windpark Hornisgrinde. Demnach waren die drei Windräder im Jahr 1994 der erste Windpark Baden-Württembergs und der höchstgelegene Windpark Europas. Der Jahresstromertrag betrug 400.000 bis 600.000 KWh. Das entspricht dem Strombedarf von 500 Personen. 

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Windbergschlucht und Windberg-Wasserfall bei Sankt Blasien

Die Windbergschlucht befindet sich im Südschwarzwald im Landkreis Waldshut ca. einen Kilometer östlich des Ortskerns von Sankt Blasien. Durch die Windbergschlucht fließt das Windbergbächle, das unterhalb der Schlucht in das Flüsschen Alb mündet. Die Windbergschlucht befindet sich am Ausgang eines Hängetals über dem Albtal. 

Die Windbergschlucht ist als Bannwald ausgewiesen. Der 3,9 Hektar große Bannwald Windbergschlucht wurde im Jahr 1992  von der Forstverwaltung erklärt und im Jahr 2004 gemäß Landeswaldgesetz verordnet.

Die Windbergschlucht ist auch ein Biotop gemäß § 32 des Naturschutzgesetzes. Das Biotop umfasst einen typischen Schluchtwald im montanen Südschwarzwald. 

Im oberen Teil der Windbergschlucht befindet sich der Windberg-Wasserfall. Seine Fallhöhe beträgt 6 Meter.

Freitag, 27. November 2015

Vom Titisee hinauf zum Aussichtspunkt Alpenblick bei Lenzkirch-Saig

Der Anstieg vom Titisee hinauf zum Alpenblick bei Lenzkirch-Saig im Kamm der Saiger Höhe ist eine beliebte Kurzwanderung und eine schnelle Möglichkeit, die Touristenmassen am Titisee hinter sich zu lassen.

Der Anstieg folgt der Seesteige, der direkten Verbindung zwischen dem Titisee und dem zu Lenzkirch gehörenden Ortsteil Saig. Unterwegs hat man von einer Wiesenlichtung aus einen Blick hinab auf den Titisee und den dahinter aufragenden Feldberg. Oben auf dem Kamm der Saiger Höhe ist man erst mal überrascht. Bedingt durch neu errichtete Wohngebäude am Ortsrand von Saig ist es nichts mit dem Alpenblick. Man muss noch ein wenig eine Anliegerstraße entlanggehen, bis man wirklich nach Süden blicken kann. Ansonsten gibt es schöne Blicke auf den Einschnitt des Haslachtals, eines Seitentals der Wutachschlucht und auf den Höhenzug zwischen dem Haslachtal und dem Schluchsee.
Wie kommt man hin?
Startpunkt ist die Seestraße in Titisse. Diese am nordöstlichen Seeufer entlangführende Straße ist der zentrale Punkt für die zahlreichen Touristen aus dem In- und Ausland, die den Titisee besuchen. Dort befinden sich viele Andenkenläden und Restaurants. Auch die Anlegestellen der Titisee-Schifffahrt sind dort. Das Seeufer ist vom Bahnhof Titisee ca. 500 Meter entfernt.

Zum Alpenblick unterwegs
Man folgt der Seestraße am Ufer entlang. Bald trifft man auf die Wegweiser des Schwarzwaldvereins. Zunächst folgt man dem Zeichen des Querwegs Freiburg-Bodensee (Richtung Seesteige, Saig). Bald verzweigt sich der beschilderte Weg und man folgt nun dem Zeichen gelbe Raute hinauf nach Saig und zum Alpenblick. Auf dem Kamm der Saiger Höhe trifft man auf die Titiseestraße in Lenzkirch-Saig und auf den Wegweiser Alpenblick. Man kann nun der Titiseestraße noch ein wenig folgen, um tatsächlich einen von der Bebauung freien Alpenblick zu haben.

Die Entfernung vom Bahnhof Titisee bis zum Alpenblick ist ca. 2,2 Kilometer in einfacher Richtung. Der zu bewältigende Höhenunterschied ist ca. 170 Meter.       

Siehe auch:
Rundfahrt auf dem Titisee im Post vom 06.06.2015 in diesem Blog
Der Titisee (Teil 1) im Post vom 24.04.2010
Der Titisee (Teil 2) im Post vom 26.04.2010


Blick von der Seestraße auf den Titisee mit der Anlagestelle für die Titisee-Schifffahrt: Der bewaldete Höhenzug im Hintergrund ist die Saiger Höhe.
Anstieg vom Titisee hinauf zum Alpenblick auf der Saiger Höhe: Blick hinab zum Titisee
Blick von der Seesteige auf den Titisee mit dem Feldberg im Hintergrund
Auf dem Kamm der Saiger Höhe: Blick auf einige Häuser von Lenzkirch-Saig. Der Taleinschnitt gehört zum Haslachtal. Die Haslach mündet in die Wutach. Im Hintergrund erhebt sich der Höhenzug zwischen Haslachtal und Schluchsee.
Vom Alpenblick auf der Saiger Höhe in Richtung Süden zeigen sich an klaren Tagen (hauptsächlich im Herbst und Winter) die Alpen.

Sonntag, 22. November 2015

Seerundfahrt auf dem Schluchsee

Der Schluchsee ist mit einer Länge von 7,3 Kilometern und einer größten Breite von 1,4 Kilometern der größte See des Schwarzwalds. Der Schluchsee und der Titisee sind die einzigen Seen im Schwarzwald, auf denen ein planmäßiger Schiffsverkehr stattfindet.

Auf dem Schluchsee finden in der Zeit von Mai bis Oktober Seerundfahrten statt. Je nach Monat und Wochentag finden bis zu sechs Fahrten pro Tag statt. Im Rahmen der Rundfahrt werden vier Anlegestellen angefahren: Strandbad Schluchsee, Aha, Unterkrummenhof und Staumauer. Die Rundfahrt dauert ca. 70 Minuten. Das neue Rundfahrtschiff MS Schluchsee verfügt über 92 Sitzplätze im Salon und ca. 170 Sitzplätze auf dem Sonnendeck.

Interessant ist die Schluchseeschifffahrt auch für Wanderer. Sie ermöglicht es, einzelne Etappen des Rundwegs um den Schluchsee zu machen und am Etappenende mit dem Schiff zum Ausgangspunkt zurückzufahren. Die Rundwanderung um den Schluchsee kann man somit in bis zu vier Etappen einteilen. 

Dienstag, 17. November 2015

Seensteig Variante ("Willi´s Kaiservariante") vom Schliffkopf zum Ruhestein

Der Seensteig ist ein 91 Kilometer langer Weitwanderweg mit fünf Tagesetappen, der in einem großen Kreis durch die riesigen Wälder der Gemeinde Baiersbronn führt.

Die dritte Etappe des Seensteigs verläuft vom Schliffkopf zum Mummelsee. Die dritte Etappe weist eine Besonderheit auf, indem auf dem Teilstück vom Wegweiserstandort "Hübscher Platz" nördlich des Schliffkopfs bis zum Zwischenziel Ruhestein nicht nur die Hauptroute, sondern auch eine Variante des Seensteigs markiert und beschildert ist. Somit gibt es hier die Möglichkeit, eine Rundwanderung mit einer Gesamtlänge von ca. 12 Kilometern unter die Füße zu nehmen, indem man vom Schliffkopf auf der Variante des Seensteigs zum Zwischenziel Ruhestein geht und auf der Hauptroute des Seensteigs wieder zurückgeht (bzw. umgekehrt).

Im vorangegangenen Post in diesem Blog war bereits die Hauptroute des Seensteigs vom Schliffkopf bis zum Ruhestein das Thema. Heute geht es um die Variante. Die Variante hat auch einen eigenen Namen: Willi´s Kaiservariante.    

Freitag, 13. November 2015

Auf dem Seensteig vom Schliffkopf zum Ruhestein

Der Seensteig ist ein Weitwanderweg mit fünf Tagesetappen im Nordschwarzwald im Gebiet der Gemeinde Baiersbronn. Die dritte Etappe verläuft zwischen dem Schliffkopf und dem Mummelsee entlang des Hauptkamms des Nordschwarzwalds.

Im heutigen Post in diesem Blog wandern wir auf einem Teilabschnitt der dritten Etappe des Seensteigs vom Schliffkopf zum Ruhestein. Im Verlauf dieser Etappe gibt es auch eine Variante des Seensteigs, die 3,5 Kilometer länger ist als der Hauptweg. Man kann somit hier eine Rundwanderung unternehmen, indem man vom Schliffkopf zum Ruhestein den Hauptweg des Seensteigs benutzt und auf dem Rückweg die Variante wählt bzw. umgekehrt. Die Variante des Seensteigs zwischen Schliffkopf und Ruhestein ("Willi´s Kaiservariante) ist dann im folgenden Post in diesem Blog an der Reihe.

Der Hauptweg des Seensteigs zwischen Schliffkopf und Ruhestein ist ca. 3,6 Kilometer lang. Hinzu kommen noch ca. 0,6 Kilometer vom Parkplatz an der B 500 zum Schliffkopf. Der Seensteig folgt zwischen Schliffkopf und Ruhestein durchgehend dem Westweg, dem bekanntesten Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins.

Der Seensteig verläuft zwischen dem Schliffkopf und dem Ruhestein vollständig innerhalb des Nationalparks Schwarzwald. Der Hauptweg führt durch die Entwicklungszone und die Managementzone des Nationalparks. Die Variante führt auch durch die Kernzone Wilder See/Kleemüsse des Nationalparks.

Sonntag, 8. November 2015

Der Baiersbronner Seensteig - ein Weitwanderweg und Qualitätsweg bei Baiersbronn

Der Baiersbronner Seensteig ist ein Weitwanderweg mit fünf Etappen und einer Gesamtlänge von 91 Kilometern im Nordschwarzwald bei Baiersbronn. Der Weg wurde von der Baiersbronn Touristik zusammen mit dem Schwarzwaldverein eingerichtet.

Im heutigen Artikel in diesem Blog soll der Seensteig kurz vorgestellt werden. Zukünftig sollen von hier aus alle weiteren Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Seensteig befassen, verlinkt werden. Der heutige Artikel wird von der rechten Spalte des Blogs auch direkt verlinkt werden.

Der Seensteig ist als Rundwanderweg ausgebildet mit Anfangs- und Endpunkt Baiersbronn. Der Seensteig umfasst fünf Tagesetappen wie folgt:
1. Baiersbronn - Mitteltal, 12 Kilometer
2. Mitteltal - Schliffkopf, 17 Kilometer
3. Schliffkopf - Mummelsee, 15 Kilometer
4. Mummelsee - Schönmünzach, 22 Kilometer
5. Schönmünzach - Baiersbronn, 18 Kilometer

Im Verlauf der dritten Tagesetappe gibt es eine Wegvariante ("Willi´s Kaiservariante") zwischen den Wegweiserstandorten Hübscher Platz nördlich des Schliffkopfs und Ruhestein Parkplatz, die 3,5 Kilometer länger ist als der Hauptweg.    

Dienstag, 3. November 2015

Aussicht vom Buchkopfturm bei Oppenau-Maisach

Im vorangegangenen Post in diesem Blog war der neue Buchkopfturm bei Oppenau-Maisach das Thema. Im heutigen Post wollen wir die Aussicht vom Turm betrachten.

Die Aussicht vom Buchkopfturm erstreckt sich von Süden über Westen nach Norden. In Richtung Osten gibt es keine Fernsicht. Das hat seinen Grund darin, dass der Buchkopfturm nicht auf dem Hauptkamm des Nordschwarzwalds steht und nicht einmal auf dem Gipfel des Buchkopfs, eines Ausläufers dieses Hauptkamms. Vielmehr steht der Buchkopfturm am Westhang des Buchkopfs hoch über dem nach Westen führenden Maisachtal, aber nicht hoch genau, um auf den Hauptkamm des Nordschwarzwalds oder in Richtung Osten darüber hinaus zu blicken.

Hauptgegenstand der Aussicht vom Buchkopfturm ist das Renchtal mit seinen zahlreichen, weitverzweigten Seitentälern und Bergwelten. Im Süden reicht bei klarer Sicht der Blick bis zum Feldberg, dem höchsten Berg des Schwarzwalds. Im Westen sieht man ebenfalls bei klarer Sicht die Oberrheinische Tiefebene und dahinter die Vogesen.

Freitag, 30. Oktober 2015

Der neue Buchkopfturm bei Oppenau-Maisach

Die Mehrzahl der Aussichtstürme im Schwarzwald wurde vor über 100 Jahren erbaut. Aber auch in der heutigen Zeit gibt es immer wieder Neubauten von Aussichtstürmen zu vermelden. So wurde am 14. Mai 2015 der Buchkopfturm bei Oppenau-Maisach im Ortenaukreis eröffnet. 

Weniger als ein Jahr nach der Eröffnung des Urenkopfturms bei Haslach im Kinzigtal gibt es damit wieder einen neuen Aussichtsturm im Schwarzwald.

Aussichtstürme im Schwarzwald sind und bleiben aktuell. Denn der Schwarzwald ist eines der waldreichsten Mittelgebirge Europas. So schön dieser riesige Wald auch ist, er verunmöglicht oft die Sicht in die Ferne. Vielfach lässt sich dem nur mit Hilfe von Aussichtstürmen abhelfen.

Die heutigen Aussichtstürme sehen ganz anders aus als ihre Vorgänger vor über hundert Jahren. Baute man früher die Aussichtstürme im Wesentlichen aus Stein, dominieren heute offene, lichte Formen aus Holzstämmen und Stahl.

Der Buchkopfturm befindet sich am Westhang eines Ausläufers des Hauptkamms des Nordschwarzwalds ca. 2 Kilometer südlich des Weilers Zuflucht und am Übergang vom Nördlichen Schwarzwald zum Mittleren Schwarzwald. Zuflucht liegt an der Straße von Oppenau zur Schwarzwaldhochstraße. In der topographischen Karte ist kein Name "Buchkopf" eingetragen. Der bei der Zuflucht vom Hauptkamm des Nordschwarzwalds abzweigende Seitenkamm senkt sich zunächst zu einem Bergsattel, genannt Kohlgrube, ab. Von dort steigt der Kamm zu einem Berg an, genannt Buch. Am Westhang dieses Bergs befindet sich der Buchkopfturm.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Die Eiszeit-Tour der Baiersbronner Himmelswege, Teil 3 von 3

Dies ist der dritte von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zur Eiszeit-Tour bei Baiersbronn-Huzenbach, einem von neun Baiersbronner Himmelswegen. Im vorangegangenen Post sind wir bis zur Hochfläche Kleemüsse oberhalb des Huzenbacher Sees gekommen. 

Beim Wegweiser Kleemüsse verlässt die Eiszeit-Tour die Kernzone Wilder See/Kleemüsse des Nationalparks Schwarzwald. Nun geht es weiter durch die Entwicklungszone des Nationalparks. Nach einiger Zeit kommt man an den Ostrand der Hochfläche Kleemüsse. Dort befindet man sich am Rand des Nationalparks, was durch ein Schild kenntlich gemacht ist.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Die Eiszeit-Tour der Baiersbronner Himmelswege, Teil 2 von 3

Dies ist der zweite von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zur Eiszeit-Tour bei Baiersbronn-Huzenbach, einem von neun Rundwanderwegen, die unter dem Titel Baiersbronner Himmelswege firmieren.

Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zur Eiszeit-Tour. Wir haben mit der Wanderung auch bereits begonnen und sind hierbei von Huzenbach zum Huzenbacher See und weiter in die Karwand oberhalb des Sees gekommen.

Heute geht die Wanderung weiter. Der Wald in der Karwand ist überaus beeindruckend. Bereits seit vielen Jahren wird ein Teil des Waldes nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt. Seit dem Frühjahr 2015 ist dieses Gebiet zudem Teil der Kernzone Wilder See/Kleemüsse des Nationalparks Schwarzwald. Man sieht umgefallene Baumstämme, die teilweise über dem Weg liegen. In einige der Baumstämme hat man eine Trittstufe eingesägt. Weiter oben sieht man auch stehende, abgestorbene Bäume, ein vollkommen normales und natürliches Bild in einem Urwald.

Samstag, 17. Oktober 2015

Die Eiszeit-Tour der Baiersbronner Himmelswege, Teil 1 von 3

Die Eiszeit-Tour ist ein Rundwanderweg bei Baiersbronn-Huzenbach. Die Eiszeit-Tour gehört zur Wegegruppe der Baiersbronner Himmelswege, die wiederum ein Teil des Baiersbronner Wanderhimmels sind.

Die Baiersbronner Himmelswege sind nichts für Anfänger unter den Wanderern. Das gilt auch für die Eiszeit-Tour, einen der neun Himmelswege. Die Eiszeit-Tour soll im heutigen und in den beiden folgenden Posts in diesem Blog beschrieben werden.

Die Eiszeit-Tour ist 11 Kilometer lang. Im Wegverlauf sind beachtliche 410 Meter Höhenunterschied im Aufstieg und im Abstieg zu bewältigen. Das Wegzeichen der Eiszeit-Tour ist ein Schneekristall in grüner Farbe. Die Eiszeit-Tour verläuft durchgehend zusammen mit beschilderten Wanderwegen des Schwarzwaldvereins. Für die Eiszeit-Tour wurde keine eigenständige Beschilderung erstellt. Auf den Wegweisern des Schwarzwaldvereins wurde das Zeichen der Eiszeit-Tour mit aufgebracht.

Montag, 12. Oktober 2015

Der Huzenbacher See im Nationalpark Schwarzwald

Der Huzenbacher See ist einer von drei Karseen im Nationalpark Schwarzwald. Bereits vor der Gründung des Nationalparks im Jahr 2014 war der Huzenbacher See jedoch ein bekanntes Ausflugsziel und ein Naturwunder des Schwarzwalds.

Der Huzenbacher See war bereits das Thema im Post vom 07.06.2010 in diesem Blog. Dort gibt es auch einige Infos und Daten zum See, die wir jetzt nicht wiederholen wollen. Jetzt ist es aber an der Zeit, dass wir den Huzenbacher See erneut besuchen und einmal sehen, was sich in den letzten Jahren geändert hat und ob sich der Nationalpark Schwarzwald bereits auf den See und die Umgebung ausgewirkt hat.  

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Der Kammerloch-Wasserfall bei Baiersbronn-Huzenbach im Nationalpark Schwarzwald

Der Huzenbacher See, ein Karsee und Relikt der letzten Eiszeit bei Baiersbronn-Huzenbach in einem Seitental (Seebachtal) des Murgtals, ist relativ gut bekannt. Nahezu unbekannt ist, dass es im südöstlichen Nachbartal des Seebachtals, dem Dobelbachtal, ebenfalls ein durch eiszeitliche Gletscher ausgehobeltes Kar gibt.  

Dieses Kar wird Kammerloch genannt. Der Boden des Kars heißt Schwarzmiss. Wenn es in diesem Kar jemals einen See gab, ist dieser jedoch längst verschwunden. Der Karboden und auch die beeindruckende Karwand sind vollständig mit Wald bestockt. In der Karwand befindet sich im Bereich einer kleinen Felsstufe der Kammerloch-Wasserfall. 

Das Kammerloch macht es Touristen jedoch schwierig, auf Entdeckungsreise zu gehen. Es gibt praktisch keine Aussichtspunkte, von denen aus man die große und wahrscheinlich durchaus beeindruckende Karform im Überblick sehen kann. Die hohe und große Steilwand des Kars sieht man erst, wenn man sich auf dem Pfad unmittelbar in der Wand befindet. Den Grund des Kars, die Schwarzmiss, ist ebenfalls nur vom Forstweg aus zu erkennen, der unmittelbar am Rand des Kargrunds entlangführt. Auch den Kammerloch-Wasserfall sieht man erst, wenn man sich auf dem Stichweg wenige Meter davor befindet. Es kommt noch hinzu, dass der Wasserfall während des größeren Teils der Zeit nur ein Rinnsal darstellt. Nach starken Regenfällen wird es ein richtiger Wasserfall. Dann aber ist kaum jemand dort unterwegs.

Freitag, 2. Oktober 2015

Von der Schwarzwaldhochstraße ins Ilgenbachtal im Nationalpark Schwarzwald

Heute gibt es in diesem Blog erneut eine Rundwanderung ab der Schwarzwaldhochstraße, die durch die Kernzone Buhlbachsee/Hechliskopf des Nationalparks Schwarzwald hindurchführt.

Bei dieser Wanderung steigt man von der Schwarzwaldhochstraße hinab ins hinterste Ilgenbachtal, ein Seitental des Murgtals, das zwischen Baiersbronn-Mitteltal und -Obertal vom Murgtal abzweigt.

Der Abstieg vollzieht sich weitgehend auf Forststraßen. Der Wiederanstieg aus dem Ilgenbachtal folgt durchgehend dem Wanderweg "Genießer-Tour", der zu den Baiersbronner Himmelswegen gehört. Hierbei werden auch Pfade benutzt. Einer der Pfade ist ganz eng und matschig. Deshalb sind gute, rutschfeste und wasserdichte Schuhe erforderlich. 

Sonntag, 27. September 2015

Kniebiser Klostersteig ist erster Premium-Spazierwanderweg in Baden-Württemberg

Im Juli 2015 hat das Deutsche Wanderinstitut e.V. den Kniebiser Klostersteig in Freudenstadt-Kniebis als Premium-Spazierwanderweg zertifiziert. Die Zertifizierung ist bis Juli 2018 gültig.

Damit ist der Kniebiser Klostersteig der erste zertifizierte Premium-Spazierwanderweg in Baden-Württemberg. Vom Deutschen Wanderinstitut e.V. zertifizierte Premiumwege gibt es bereits seit einigen Jahren, auch und gerade im Schwarzwald. Hierbei handelt es sich um klassische Wanderwege mit mehreren Stunden oder sogar mehreren Tagen Wanderzeit. 

Nun hat das Deutsche Wanderinstitut e.V. weitere Wegekategorien in sein Zertifizierungsangebot aufgenommen. Dazu gehören die Kategorien Premium-Spazierwanderwege, Premium-Stadtwanderwege sowie Top-Wandergenuss für Mensch und Hund. Die Premium-Spazierwanderwege sind zwischen 3 und 7 Kilometern lang und müssen als Voraussetzung für die Zertifizierung - wie auch die bisherigen Premiumwege - zahlreiche Qualitätsanforderungen erfüllen.

Dienstag, 22. September 2015

Rund um den Hechliskopf in der Kernzone Buhlbachsee/Hechliskopf des Nationalparks Schwarzwald

Im Frühjahr 2015 hat die Verwaltung des Nationalparks Schwarzwald vier Kernzonen innerhalb des Schutzgebiets ausgewiesen. In den Kernzonen finden keine forstwirtschaftlichen Eingriffe mehr statt. Dort kann sich der Urwald von morgen entwickeln.

Die Information der Öffentlichkeit über die Kernzonen des Nationalparks Schwarzwald sind bisher nur spärlich. Die Kernzonen sind vor Ort mit Stand 09/2015 nicht beschildert. Die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) hat in ihrem interaktiven Kartendienst zwar den Nationalpark als Ganzes eingetragen, nicht jedoch die Kernzonen. Auf der Internetseite des Nationalparks ist nur eine relativ grobe Karte zur Zonierung des Nationalparks vorhanden.

In diese Informationslücke werden wir hier in diesem Blog stoßen. Zukünftig wird es hier in diesem Blog vermehrt Artikel geben, die Wanderungen in die Kernzonen des Nationalparks zum Inhalt haben. Einige Artikel zu diesem Thema gab es bereits in den vergangenen Monaten. Zukünftig soll jeweils auch eine schematische Kartenskizze Bestandteil der Artikel zu den Kernzonen sein. Denn das weitverzweigte Wege- und Forststraßennetz macht bisweilen die Orientierung nicht gerade leicht.

Zu bedenken ist aber stets, dass es sich beim Wegenetz um eine Momentaufnahme handelt. In den nächsten Jahren wird es im Nationalpark Schwarzwald einen Umbau des Wegenetzes geben. Forststraßen werden stillgelegt oder zu Pfaden redimensioniert werden. Neue Erlebnispfade werden möglicherweise angelegt werden. Bereits morgen kann also der heutige Artikel in Bezug auf das Wegenetz wieder veraltet sein.

Heute geht es in die Kernzone Buhlbachsee/Hechliskopf des Nationalparks Schwarzwald, eine von vier Kernzonen. Wir umrunden heute den Hechliskopf im östlichen Bereich der Kernzone.

Donnerstag, 17. September 2015

Überarbeitete Broschüre zum Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn


Die Staatliche Naturschutzverwaltung Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Karlsruhe hat im Sommer 2015 die Broschüre zum Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn einschließlich Hohlohsee und Wildsee neu herausgegeben. Erhältlich ist die Broschüre bei der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (www.lubw.de).

Die Infobroschüre hat einen Kartenteil, in dem die Grenzen der Naturschutzgebiete sowie die Flächen der Schonwälder, der Bannwälder, der Moorflächen sowie die Wasserflächen anschaulich dargestellt werden. Zudem sind die Rundwanderwege sowie der Westweg und der Mittelweg des Schwarzwaldvereins eingetragen.

Im Textteil der Infobroschüre gibt es Informationen zu den Bann- und Schonwäldern, den Mooren, dem Auerhahn, den Schutzmaßnahmen, dem Borkenkäfer und anderen Tier- und Pflanzenarten.

Die Fläche der beiden Bannwälder des Gebiets beträgt zusammen 397 Hektar. Bis vor wenigen Jahren war dies die größte Bannwaldfläche in Baden-Württemberg. Hinzu kommen 1.353 Hektar Schonwälder. Das Naturschutzgebiet Hohlohsee ist 216 Hektar groß. Das Naturschutzgebiet Wildsee hat eine Fläche von 183,2 Hektar. 

Samstag, 12. September 2015

Premiumweg Murgleiter von Baiersbronn bis Obertal

Die Murgleiter ist ein Weitwanderweg im Nordschwarzwald, der in fünf Tagesetappen von Gaggenau-Bad Rotenfels bis zum Schliffkopf an der Schwarzwaldhochstraße führt. Als einer von ganz wenigen Weitwanderwegen im Schwarzwald wurde die Murgleiter vom Deutschen Wanderinstitut e.V. mit dem Label Premiumweg ausgezeichnet.

Die fünfte Tagesetappe der Murgleiter verläuft von Baiersbronn zum Schliffkopf. Im heutigen Post in diesem Blog gehen wir eine Teilstrecke der fünften Tagesetappe, die Strecke von Baiersbronn bis nach Obertal. Im Vorfeld der neuen Zertifizierung der Murgleiter im Jahr 2015 erhielt der Weitwanderweg im Abschnitt zwischen Baiersbronn und Obertal zum Teil eine neue Wegführung. Bei der alten Wegführung stieg die Murgleiter bei Baiersbronn-Mitteltal vom nördlichen Talhang des Murgtals hinab in das Tal. Von dort ging es am Fuß des südlichen Berghangs über die Ruine Tannenfels weiter nach Baiersbronn-Obertal. Bei der neuen Wegführung bleibt die Murgleiter zwischen Baiersbronn und Obertal durchgehend am Talhang nördlich des Murgtals. 

Montag, 7. September 2015

Murgleiter im Jahr 2015 zum wiederholten Mal als Premiumweg zertifiziert

Die Murgleiter, ein Weitwanderweg im Nordschwarzwald, wurde im August 2015 zum wiederholten Mal vom Deutschen Wanderinstitut e.V. als Premiumweg zertifiziert. Die Zertifizierung ist jeweils für die Dauer von drei Jahren gültig.

Der Weitwanderweg Murgleiter wurde im Jahr 2008 eingerichtet und vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumweg zertifiziert. Der Weg bestand damals aus drei Tagesetappen und verlief von Gernsbach bis nach Baiersbronn. Im Jahr 2011 wurde die Murgleiter um zwei Tagesetappen auf eine Länge von insgesamt 110 Kilometern erweitert und erneut als Premiumweg zertifiziert. Der Startpunkt der Murgleiter wurde von Gernsbach nach Gaggenau-Bad Rotenfels verlegt. Der Endpunkt wurde von Baiersbronn auf den Schliffkopf verlegt. Der Weg erhielt vom Deutschen Wanderinstitut 59 Erlebnispunkte. Die Zertifizierung war bis Juni 2014 gültig.

Die Erneuerung der Zertifizierung erfolgte nun mit einer kleinen zeitlichen Lücke zur ausgelaufenen Zertifizierung im August 2015. Für diese Zertifizierung wurde die Murgleiter im Verlauf der 1., 2., 4. und 5. Tagesetappe zum Teil auf eine neue Wegführung (Pfade) verlegt. Die Gesamtlänge der Murgleiter erhöhte sich leicht auf 111 Kilometer. Die neu vergebene Erlebnispunktzahl des Wegs ist mit Stand Ende August 2015 noch nicht bekannt. Denn das Deutsche Wanderinstitut hat auf seiner Internetseite die erneute Zertifizierung der Murgleiter noch nicht nachgeführt.

Mittwoch, 2. September 2015

Durch das obere Schönmünztal zum Wilden See im Nationalpark Schwarzwald

Der Wilde See ist einer der großartigsten Karseen des Schwarzwalds und eines der bekanntesten Wanderziele im noch jungen Nationalpark Schwarzwald. Die ganz große Mehrzahl der Wanderer erreicht den Wilden See von oben her, aus Richtung Ruhestein an der Schwarzwaldhochstraße oder aus Richtung Darmstädter Hütte.

Heute wollen wir den Wilden See mal aus der anderen Richtung, vom Tal aus, erreichen. Das erfordert vom nächstgelegenen Parkplatz aus einen wesentlich weiteren Weg als man z.B. vom Ruhestein unter die Füße nehmen muss. Der Reiz einer Wanderung zum Wilden See vom Tal aus besteht darin, dass man hier durch eines der längsten Täler des noch jungen Nationalparks Schwarzwald geht. Das obere Schönmünztal zwischen der Ortschaft Zwickgabel und dem Wilden See befindet sich fast vollständig im Nationalpark. Wegen der Länge der Tour wird der Weg von Zwickgabel durch das Schönmünztal zum Wilden See jedoch nur selten unternommen.

Der größere Teil der Wanderung verläuft auf einer Forststraße neben der Schönmünz, einem sehr naturnahen Bach, entlang. Weiter oben vor dem Wilden See geht es auf Pfaden weiter. Das Forststraßennetz im oberen Schönmünztal innerhalb des Nationalparks wird wohl in den kommenden Jahren zum Teil oder ganz zurückgebaut. Das wird man abwarten müsssen. Die Tour durch das obere Schönmünztal zum Wilden See hat etwas ernsthaftes, ja feierliches. Man darf diese Tour nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es gibt in oberen Schönmünztal keinen Handyempfang. Man wird auch nur selten auf andere Wanderer treffen. Die Weglänge beträgt einfach 7,5 Kilometer. Hin und zurück sind somit 15 Kilometer zurückzulegen.

Freitag, 28. August 2015

Vom Lotharpfad zum Buhlbachsee im Nationalpark Schwarzwald

Die heutige Wanderung führt durch das Gebiet des Nationalparks Schwarzwald. Vom Lotharpfad an der Schwarzwaldhochstraße geht es hinab in das Buhlbachtal zum Buhlbachsee. Von dort geht es auf einem anderen Weg zurück zur Schwarzwaldhochstraße.

Bei der Rundwanderung kommt man sowohl durch die Entwicklungszone des Nationalparks Schwarzwald, als auch durch eine der zur Zeit vier Kernzonen, die Kernzone Buhlbachsee/Hechliskopf. Mit Stand Sommer 2015 sind die Außengrenzen der Kernzonen des Nationalparks noch nicht beschildert. Das ist schade und sollte baldmöglichst nachgeholt werden.

Das Wegenetz und die Zonierung im Nationalpark Schwarzwald werden sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer wieder ändern. Die Kernzonen werden nach und nach ausgeweitet, das Wegenetz wird angepasst, Forstraßen werden möglicherweise rückgebaut oder durch Pfade ersetzt. Insofern ist die heutige Wanderung eine Momentaufnahme. In den kommenden Jahren können sich Änderungen ergeben.

Sonntag, 23. August 2015

Naturparke im Schwarzwald stehen auf Platz 11 der hundert beliebtesten Reiseziele Deutschlands im Jahr 2015

Die beiden Naturparke im Schwarzwald wurden von Deutschland-Reisenden aus 40 Ländern auf Platz 11 der hundert beliebtesten Reiseziele in Deutschland im Jahr 2015 gewählt. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hat nun bereits zum vierten Mal eine Online-Umfrage zu den hundert beliebesten Reisezielen Deutschlands veranstaltet. Die Umfrage fand von Oktober 2014 bis Mai 2015 statt.

Auf Platz 1 wurde ein Ziel gewählt, das gar nicht weit vom Schwarzwald entfernt ist, der Europa-Park Rust. Platz 2 nimmt das Schloss Neuschwanstein ein, Platz 3 der Kölner Dom.

Die beiden Naturparke bedecken praktisch die gesamte Fläche des Schwarzwalds und reichen sogar teilweise noch ein wenig über den Schwarzwald hinaus.

Dies sind die Daten zu den Naturparken im Schwarzwald:

Dienstag, 18. August 2015

Lotharpfad im Nationalpark Schwarzwald seit Sommer 2015 wieder vollständig begehbar

Der Lotharpfad im Nationalpark Schwarzwald an der Schwarzwaldhochstraße zwischen Alexanderschanze und Schliffkopf ist seit Ende Juli 2015 wieder durchgehend begehbar. Die Nationalparkverwaltung hat den in die Jahre gekommenen Pfad umfassend und grundlegend saniert und modernisiert.

Der Lotharpfad wurde im Jahr 2000 eröffnet, um die Zerstörungen durch den Jahrhundertorkan Lothar einem größeren Publikum zu veranschaulichen. Das Waldstück, durch das der Pfad verläuft, wurde vom Orkan Lothar schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Sturmereignis ließ man das Waldstück so, wie es der Sturm hinterlassen hat, und legte einen ca. einen Kilometer langen Pfad als Rundweg durch das Gebiet an.

Der Lotharpfad ist winters nicht begehbar. Der Zahn der Zeit und die wachsende Natur machten nun eine Renovierung des Pfads erforderlich. Die erste Hälfte des renovierten Pfads bis zur Aussichtsplattform konnte man bereits nach der Winterpause 2014/15 wieder begehen. Ende Juli 2015 wurde nun die zweite Hälfte des Pfads von der Aussichtsplattform zurück zum Parkplatz wiedereröffnet. 

Donnerstag, 13. August 2015

Aussicht vom Rappenfelsen bei Triberg im Schwarzwald

Auf der Ostseite des Gutachtals im Mittleren Schwarzwald zwischen Triberg und Gutach befinden sich mehrere großere Felsen, die interessante Ziele und auch Aussichtspunkte sind. Der Rappenfelsen ist einer von diesen Felsen.

Der Rappenfelsen ist zusammen mit dem benachbartern Schlossfelsen als Naturdenkmal ausgewiesen. Der Rappenfelsen ist auch ein Biotop gemäß §32 Landesnaturschutzgesetz (Biotoptyp "Offene Felsbildungen"). Der Rappenfelsen ist auch ein Geotop. Der Felsen bildet eine Felskuppe aus Triberg-Granit. Er besteht aus walfischartig geformeten Felsen und Blöcken und zeigt eindrucksvoll Verwitterungsbildungen.

Freitag, 7. August 2015

Qualitätsweg "ParadiesTour Prisental" bei Triberg

Die ParadiesTour Prisental ist ein 8,3 Kilometer langer Rundwanderweg südlich von Triberg im Schwarzwald. Der Rundwanderweg wurde am 31.12.2014 vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifziert. 

Man darf das Label "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland", das vom Deutschen Wanderverband vergeben wird, nicht mit dem Label "Premiumweg" verwechseln, das vom Deutschen Wanderinstitut e.V. geschaffen wurde. Es gibt im Schwarzwald bereits zahlreiche Premiumwege. Die ParadiesTour Prisental ist der erste Rundwanderweg (Tagestour) im Schwarzwald, der das Label Qualitätsweg vom Deutschen Wanderverband erhalten hat.

Das Label Qualitätsweg ist etwas weniger streng als das Label Premiumweg. Erst seit Ende 2014 wird das Label Qualitätsweg auch für Rundwanderwege von kürzerer Dauer vergeben. Vorher wurden nur Weitwanderwege mit dem Label ausgezeichnet. Es gibt in Baden-Württemberg bereits drei zertifizierte ParadiesTouren. Nur eine davon befindet sich im Schwarzwald. Man kann gespannt sein, ob es in der Zukunft weitere ParadiesTouren im Schwarzwald bzw. weitere vom Deutschen Wanderverband zertifizierte Qualtitätswege geben wird.

Samstag, 1. August 2015

Der Aussichtsturm des Baumwipfelpfads bei Bad Wildbad

Mit dem Baumwipfelpfad bei Bad Wildbad hat der Schwarzwald einen neuen Aussichtsturm erhalten. Im vorangegangenen Post in diesem Blog ging es bereits um den Baumwipfelpfad auf dem Sommerberg bei Bad Wildbad. Im heutigen Post ist der Aussichtsturm an der Reihe, der gewissermaßen den zweiten Teil des Baumwipfelpfads bildet.

Der Aussichtsturm ist fast 40 Meter hoch. Die Sicht von der Spitze - oder besser gesagt vom oberen Rand - des Turms erstreckt sich über den nordöstlichen Schwarzwald bis zur Schwäbischen Alb. An ganz klaren Tagen sind sogar die Alpen zu sehen. Auf einem Transparent oben am Turm wird kundgetan, dass die Alpen zum ersten Mal am 04.01.2015 vom Turm aus zu sehen waren. Eine Alpensicht ist praktisch nur im Herbst und im Winter möglich, wenn Inversionswetterlage herrscht mit Nebel in den tieferen Lagen und Sonnenschein mit klarer Luft in den Hochlagen.

Samstag, 25. Juli 2015

Der neue Baumwipfelpfad bei Bad Wildbad

Der Baumwipfelpfad auf dem Sommerberg bei Bad Wildbad wurde am 26.09.2014 eröffnet. Die Gesamtlänge des Pfads beträgt 1.250 Meter. Man kann den Baumwipfelpfad in zwei Bereiche unterteilen. Da ist zunächst einmal der Steg, der vom Eingang auf dem Sommerberg langsam ansteigend bis zum Aussichtsturm führt. Zum Zweiten gibt es den Aussichtsturm, in dem der Steg mit vielen Kreiswindungen langsam nach oben führt.

Im heutigen Post in diesem Blog geht es um den Steg bis zum Aussichtsturm. Im folgenden Post wird dann der Aussichtsturm das Thema sein.

Der Baumwipfelpfad befindet sich (ohne Berücksichtigung des Teilstücks im Turm) bis zu 20 Meter über dem Waldboden. Die maximale Steigung des Stegs beträgt 6 Prozent. Der Baumwipfelpfad ist barrierefrei und auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl befahrbar. Im Verlauf des Baumwipfelpfads befinden sich drei Erlebnisstationen und zehn didaktische Stationen.

Seit seiner Eröffnung erweist sich der Baumwipfelpfad als Publikumsmagnet. An schönen Wochenenden ist der Parkplatz auf dem Sommerberg schnell überfüllt. Zudem gibt es dann teilweise Wartezeiten bei der Sommerbergbahn (Standseilbahn), die von Bad Wildbad hinauf zum Sommerberg führt. 

Montag, 20. Juli 2015

Auf dem Wiesentalweg von Todtnau nach Schönau

Das Wiesental ist ein großer und markanter Taleinschnitt im Südschwarzwald. Das Wiesental tieft sich von Südwesten (Basel/Lörrach) her kommend in den Südschwarzwald ein und reicht bis zum Feldberg, dem höchsten Berg des Schwarzwalds.

Am Talgrund des Wiesentals (das Flüsschen heißt Wiese) verläuft der Wiesentalweg des Schwarzwaldvereins. Der Weg ist mit dem Zeichen gelbe Raute markiert. Heute gehen wir einen Teilabschnitt des Wiesentalwegs von Todtnau nach Schönau im Schwarzwald. Dieser Weg verläuft zwischen Todtnau und Utzenfeld auf der Trasse der ehemaligen Bahnlinie von Zell im Wiesental nach Todtnau. 

Mittwoch, 15. Juli 2015

Qualitätswege Wanderbares Deutschland im Schwarzwald


Der Deutsche Wanderverband vergibt das Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland an Wanderwege, die bestimmte Kriterien erfüllen. Beginnend im Jahr 2004 fielen darunter zunächst nur Wanderwege von mindestens 20 Kilometern Länge ("lange Qualitätswege"). Am 31.12.2014 wurden die ersten thematischen Wanderwege mit einer Länge von bis zu 20 Kilometern mit dem Label ausgezeichnet ("kurze Qualitätswege").

Im Schwarzwald gibt es mit Stand September 2016 21 Wanderwege, die mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland versehen sind. Darunter sind 9 lange Qualitätswege und 12 kurze Qualitätswege. Diese Wege sind nachfolgend aufgelistet. 

Nach und nach sollen vom heutigen Artikel aus auch Links zu Artikeln in diesem Blog gesetzt werden, die sich mit einzelnen Qualitätswegen Wanderbares Deutschland näher befassen. Der heutige Artikel wird zudem von der rechten Spalte dieses Blogs aus direkt verlinkt. 

Freitag, 10. Juli 2015

Der Wald beim Luchspfad in der Kernzone Plättig des Nationalparks Schwarzwald

In den beiden vorangegangenen Posts in diesem Blog ging es um den Luchspfad, einen Lehr- und Erlebnispfad beim Plättig an der Schwarzwaldhochstraße auf dem Gebiet der Stadt Baden-Baden. Seit dem 01.01.2014 ist das Gebiet, durch das der Luchspfad führt, Teil des Nationalparks Schwarzwald.

Im heutigen Post soll der Wald im Bereich des Luchspfads das Thema sein. Ein Teil des Waldgebiets, durch das der Luchspfad sowie der benachbarte Wildnispfad führen, wurde vom Jahrhundertorkan Lothar am Zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Stadt Baden-Baden hat sich daraufhin entschlossen, in diesem Gebiet alles so zu lassen, wie es der Orkan geschaffen hat, und keine forstwirtschaftlichen Aktivitäten durchzuführen. Es entstand ein informeller Bannwald.

15 Jahre nach dem Sturmereignis befindet sich das Waldgebiet bereits in einem so natürlichen und guten Zustand, dass der Nationalpark Schwarzwald, dessen Verwaltung nun auch für den Wald rund um den Luchspfad zuständig ist, eine von zunächst vier Kernzonen des Nationalparks beim Luchspfad eingerichtet hat. In den Kernzonen ruht jegliche forstwirtschaftliche Aktivität. Die Kernzonen entsprechen einem Bannwald gemäß dem baden-württembergischen Waldgesetz. Die vier im Frühjahr 2015 eingerichteten Kernzonen des Nationalparks Schwarzwald sind: Plättig, Hoher Ochsenkopf/Nägeliskopf, Wilder See/Kleemüsse, Buhlbachsee/Hechliskopf. Innerhalb von 30 Jahren nach der Gründung des Nationalparks müssen die Kernzonen mindestens 75 Prozent der Fläche des Parks einnehmen. Der Luchspfad befindet sich zum Teil in der Kernzone Plättig, zum Teil innerhalb der Managementzone des Nationalparks, die am Rand des Nationalparks eingerichtet worden ist.

Montag, 6. Juli 2015

Erlebnisstationen im Verlauf des Luchspfads bei Baden-Baden

Der Luchspfad im Stadtwald von Baden-Baden befindet sich seit dem 01.01.2014 innerhalb des Nationalparks Schwarzwald und ist seitdem eine der wichtigsten Einrichtungen für Besucher des noch jungen Schutzgebiets.

Im vorangegangenen Post in diesem Blog war der Luchspfad bereits das Thema. Heute sollen die 24 Erlebnisstationen des Pfads aufgelistet werden. Bei der Mehrzahl der Erlebnisstationen befindet sich eine Informationstafel, die ein bestimmtes Thema im Zusammenhang mit dem Luchs behandelt. Bei einigen Erlebnisstationen befinden sich Fernrohre, mit denen man Tierattrappen in der Umgebung anvisieren kann (Fernrohrstationen). Einige wenige Erlebnisstationen umfassen weitere Einrichtungen.

Die Erlebnisstationen im Einzelnen:

Donnerstag, 2. Juli 2015

Der Luchspfad im Nationalpark Schwarzwald bei Baden-Baden

Der Luchspfad ist zusammen mit dem unmittelbar benachbarten Wildnispfad zur Zeit (2015) eine der wichtigsten Einrichtungen für Besucher des noch jungen Nationalparks Schwarzwald.

Der Luchspfad wurde im Sommer 2009 eröffnet. Er gilt als der erste Luchspfad in Deutschland. Der Pfad führt allerdings nicht an irgendwelchen Luchsgehegen vorbei und hat auch nicht zum Ziel, dass Besucher Luchse sehen können. Vielmehr führt der Luchspfad durch ein Waldgebiet, das sich als Lebensraum für den Luchs besonders gut eignet. 24 Erlebnisstationen im Wegverlauf sollen über den Luchs und seinen Lebensraum informieren sowie Akzeptanz für den Luchs wecken. Es wird damit gerechnet, dass der Luchs in den kommenden Jahren auch den Schwarzwald vermehrt besiedeln wird.  

Freitag, 26. Juni 2015

Aussichtspunkt im Naturschutzgebiet Gletscherkessel Präg

Nach dem Naturschutzgebiet Feldberg ist das Naturschutzgebiet Gletscherkessel Präg mit einer Fläche von 2.800 Hektar das zweitgrößte Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg. Das NSG Gletscherkessel Präg befindet sich südwestlich des Naturschutzgebiets Feldberg und grenzt an einer Stelle sogar unmittelbar an das NSG Feldberg an.

Innerhalb des NSG Gletscherkessel Präg gibt es eine Höhendifferenz von über 700 Metern. Der tiefste Punkt des Gebiets liegt auf 570 m ü NN bei Geschwend, der höchste Punkt ist der Gipfel des Blößling mit 1.309 m ü NN. Die Besonderheit des NSG sind die Hinterlassenschaften der Eiszeit. Im Gebiet des Gletscherkessels flossen während der letzten Eiszeit sechs Gletscher unmittelbar und sogar neun Gletscher mittelbar zusammen. Das wird als Weltrekord angesehen.

Das NSG Gletscherkessel Präg wurde im Jahr 1994 verordnet. Die feierliche Gründung des NSG fand an einem Aussichtspunkt am Berghang südlich des Orts Präg statt. Dort befindet  sich heute eine Infotafel. Zum NSG Präg sind auf der Infotafel die folgenden Sätze vorhanden:

Sonntag, 21. Juni 2015

Der Sandsee zwischen Schwarzwaldhochstraße und Forbach-Herrenwies

Der Sandsee ist ein kleiner, aber idyllisch mitten im Nadelwald gelegener See westlich von Forbach-Herrenwies und östlich der Schwarzwaldhochstraße bei der Straßenkreuzung Sand.

Der See befindet sich auf der Gemarkung der Stadt Bühl. Die Grenze zur Gemarkung Forbach verläuft entlang des südlichen Seeufers.

Der Sandsee ist ein künstlich angelegter See. Im 18. Jahrhundert hat man den Schwarzenbach kurz hinter seiner Quelle aufgestaut. Dadurch erhielt man einen sogenannten Schwallsee, mit dessen Hilfe die Bäche und Flüsse unterhalb des Sees kurzfristig die für den Holztransport wichtigen Wassermengen liefern konnten. 1933 bis Mitte der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts hat man am Sandsee ein Strandbad angelegt. Dieses Strandbad ist längst verschwunden. Auch das nächstgelegene Hotel bei der Straßenkreuzung Sand an der Schwarzwaldhochstraße verfällt seit längerer Zeit.

Dienstag, 16. Juni 2015

Der Todtmooser Wasserfall

Der Todtmooser Wasserfall befindet sich ca. 1,75 Kilometer nördlich des Zentrums von Todtmoos, eines Erholungs- und Wallfahrtsorts im Wehratal im Hotzenwald im Südschwarzwald. Der Wasserfall wird vom Rüttebach gebildet, der im Zentrum von Todtmoos in die Wehra mündet, wobei die Wehra dort gegenüber dem Rüttebach nicht der größere Bach oder Fluss ist.

Der Todtmooser Wasserfall besteht aus mehreren Einzelfällen. Man unterscheidet drei Fallstufen. Die gesamte Fallhöhe beträgt 40 Meter. Der höchste Einzelfall ist 8 Meter hoch.

Kurioserweise ist der Todtmooser Wasserfall zur Zeit (2015) nicht unter Schutz gestellt, weder als Geotop, noch als Naturdenkmal oder Biotop. Ein Pfad führt durch die Schlucht des Rüttebachs im Bereich des Todtmooser Wasserfalls. Mit einer Brücke überquert der Pfad einmal den Bach. Der Premiumweg Lebküchlerweg, der eine Runde bei Todtmoos beschreibt, führt am oberen Teil des Wasserfalls vorbei.   

Donnerstag, 11. Juni 2015

Doppelsesselbahn Hasenhorn mit Coasterbahn

Die Doppelsesselbahn vom Ortsrand von Todtnau im Wiesental hinauf auf eine Geländeschulder im Westrücken des Hasenhorns ist für den Schwarzwald etwas Besonderes. Denn es gibt nur wenige Sessellifte im Schwarzwald. 

Damit aber nicht genug. Die Doppelsesselbahn Hasenhorn ist auch der Zubringer zur Sommerrodelbahn (Coaster) am Hasenhorn. Mit einer Länge von 2,9 Kilometern gilt sie als die längste und spektakulärste Coasterbahn Deutschlands. 

Die 964 Meter lange Doppelsesselbahn Hasenhorn wurde im Jahr 2004 eröffnet. Sie ersetzte einen Einersessellift. Die Sesselbahn überwindet einen Höhenunterschied von 364 Metern. Die Bergstation befindet sich auf einer Meereshöhe von 1.065 m ü NN.  

Samstag, 6. Juni 2015

Rundfahrt auf dem Titisee

Der Titisee ist mit einer Fläche von 1,3 km² nach dem Schluchsee der zweitgrößte See des Schwarzwalds sowie der größte natürliche See des Schwarzwalds. Titisee und Schluchsee sind auch die einzigen Seen des Schwarzwalds, auf denen ein öffentlicher Betrieb mit Passagierschiffen stattfindet.

Auf dem Titisee bieten gleich zwei Betriebe ihre Dienste an. Es gibt zwei Schiffsstege, die sich an der Uferpromenade in Titisee befinden. Je nach Wetter und Besucherandrang muss man meist nicht lange warten, bis man auf einem der Schiffe eine Rundfahrt auf dem Titisee unternehmen kann. Die Schiffe fahren jeweils einmal um den Titisee in der Nähe des Ufers im Uhrzeigersinn. Die Fahrt dauert ca. 25 - 30 Minuten. 
 
Eine Schifffahrt auf dem Titisee ist durchaus lohnend. Man hat hier Einblicke auf das Ufer und in die umgebende Bergwelt, die es so vom Land aus nicht gibt. Den Feldberg, den höchsten Berg im Schwarzwald, sieht man von der Seepromenade in Titisee aus nicht. Auf dem See kommt der Berg jedoch ins Blickfeld. Eine Tonbandansage auf dem Schiff erklärt die wichtigsten Sachverhalte und Sehenswürdigkeiten um den Titisee.

Montag, 1. Juni 2015

Premiumweg "Wasserfallsteig" vom Feldberg nach Todtnau

Der Premiumweg und Genießerpfad Wasserfallsteig verläuft vom Hebelhof bei der Feldberg-Passhöhe über Todtnau bis nach Todtnauberg. Die Weglänge ist 11,8 Kilometer. Der Weg wurde zum ersten Mal im Jahr 2010 vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumweg zertifziert. Im Jahr 2013 wurde die Zertifizierung erneuert. Die aktuelle Zertifizierung ist bis Juli 2016 gültig. Der Weg hat vom Deutschen Wanderinstitut 79 Erlebnispunkte erhalten, eine überdurchschnittlich hohe Zahl.

Leider muss man am Premiumweg Wasserfallsteig auch Kritik üben. Der Weg ist immer wieder in Abschnitten wegen forstwirtschaftlicher Arbeiten gesperrt. So war der Weg über mehrere Monate hinweg zwischen dem Hebelhof und Todtnau-Fahl wegen Forstarbeiten gesperrt. Im Frühjahr 2015 war der Weg bei Todtnau-Brandenberg auf einem Abschnitt gesperrt. Ein Umleitungsschild zeigte hinüber zur Bundesstraße B 317. Dort wurden die Wanderer dann alleingelassen. Eine weitere Wegsperrung gab es bei Todtnau unterhalb der Wolfsschlucht. 

In Bezug auf diese Wegsperrungen kann man alle Touristen nur auffordern, sich bei den Tourismusverbänden und den Gemeindeverwaltungen zu beschweren. Die Verantwortlichen scheinen die Sache auf die leichte Schulter zu nehmen. Dabei ist ein Premiumweg mit Wegsperrungen und mit einer industriell daherkommenden Forstwirtschaft nicht vereinbar. Es gibt nur die eine Alternative: Entweder man bemüht sich um die Zertifizierung eines Premiumwegs und garantiert dann während der dreijährigen Gültigkeit der Zertifizierung die uneingeschränkte Begehbarkeit des Wegs. Oder man will industrielle Forstwirtschaft betreiben und lässt dann eine Bewerbung um die Zertifizierung eines Premiumwegs bleiben. Dazwischen gibt es nichts. Es geht schon gar nicht, dass man mit dem Werbeinstrument eines Premiumwegs Touristen von nah und fern anlockt und dass diese Touristen dann vor gesperrten Wegabschnitten stehen.      

Montag, 25. Mai 2015

Der Colombipark - eine grüne Oase in der Innenstadt von Freiburg im Breisgau

Der nur 1,25 Hektar große Colombipark befindet sich am Nordwestrand der Freiburger Innenstadt. Der Park erstreckt sich über eine kleine Anhöhe, ein Relikt einer ehemaligen Bastion der Freiburger Stadtbefestigung aus dem 17. Jahrhundert.

Der Colombipark wurde ca. 1859 - 61 als Landschaftspark erschaffen. Hierbei wurde auch das Colombischlössle im Baustil des Jugendstils errichtet, das sich heute noch auf dem höchsten Punkt des Parks befindet. Im Colombischlössle ist heute ein archäologisches Museum untergebracht.

Neben dem Colombischlössle umfasst der Colombipark Mauern und Treppenanlagen aus Naturstein, Weinreben mit einem Weinlehrpfad, ein Rasenrondell mit Springbrunnen sowie Kastanienbäume und zahlreiche Sitzbänke.

Der Colombipark ist als flächenhaftes Naturdenkmal (seit 1955) sowie mit dem Colombischlössle auch als Kulturdenkmal (seit 2003) ausgewiesen.    

Dienstag, 19. Mai 2015

Gisiboden bei Todtnau - eine Wiesenlichtung im Hochschwarzwald

Der Gisiboden im Hochschwarzwald ca. 6,5 Kilometer südsüdwestlich des Feldbergs ist eine Art Hochalm, wie sie auch in den Voralpen stehen könnte. Das Wiesengebiet ist auf allen Seiten von Wald umgrenzt. Am oberen Rand der Wiesen befindet sich die Gisiboden-Alm, eine Gaststätte mit Übernachtungsmöglichkeit.

In den Sommermonaten weidet am Gisiboden eine Rinderherde. Als Kuriosum muss der Premiumweg "Turmsteig", der über den Gisiboden führt, während der Weidezeit umgeleitet werden. Denn die Sicherheit der Wanderer wäre durch die Rinderherde, zu der auch ein Stier gehört, nicht gewährleistet.