Montag, 20. April 2015

Burgruine Schenkenburg im Kinzigtal

Die Schenkenburg sowie die Burg Hausach sind die eindrucksvollsten mittelalterlichen Burgruinen des Kinzigtals im Schwarzwald.

Die Burgruine Schenkenburg befindet sich im oberen Kinzigtal zwischen Schiltach und Schenkenzell. Die Burgruine ist nicht zu übersehen. Denn sie steht auf einem Umlaufberg, der in das Kinzigtal hineinragt. Die Kinzig und die Bundesstraße 294 müssen einen großen Bogen um den Berg machen. Die Kinzigtalbahn unterquert den Bergsporn in einem Tunnel.

Die Schenkenburg wurde 1244 gegründet. Im Jahr 1502 wurde die Burg niedergebrannt. Erhalten sind Teile des Palas und des Bergfrieds sowie des zur Talseite zeigenden Mauerrings. Zudem gibt es zwischen dem Burggebäude und dem angrenzenden Berghang mehrere Gräben, von denen der Halsgraben mit 15 Metern Tiefe und 18 Metern Breite besonders beeindruckend ist.    

Die Burgruine ist frei zugänglich. Mehrere Pfade und Treppen führen entlang der Gräben und zum Palas sowie Bergfried. Ein Graben wird mit einem Steg überbrückt.


Wie kommt man hin?
Der nächstgelegene Bahnhof ist Schenkenzell an der Kinzigtalbahn. Vor dem Bahnhofsgebäude wendet man sich nach links (kinzigtalabwärts) und folgt dem Wanderweg des Schwarzwaldvereins, der gleichzeitig auch der Kinzigtäler Jakobsweg und der sogenannte Flößerpfad ist. Es geht zunächst in der Nähe der B 465 entlang, bevor der Weg dann nach halbrechts auf einen Feldweg abbiegt. 

An der Stelle, wo der Sattel erreicht ist, an dem der Umlaufberg mit der Burgruine Schenkenzell nach links vom Berghang des Kinzigtals abzweigt, verlässt man den Wanderweg bzw. Jakobsweg und folgt dem Forstweg vor zur Burgruine. Es gibt zahlreiche Abzweigungen von Pfaden. Man sollte zunächst auf dem breiten Weg bis zur Talseite der Burgruine gehen. Dann kann man auf Pfaden zur Ruine hinaufsteigen und beim Rückweg auch die anderen Pfade in der Nähe der Burgruine begehen. 

Die Entfernung vom Bahnhof Schenkenzell bis zur Burgruine ist ca. 850 Meter.

Siehe auch
Auf dem Jakobsweg von Alpirsbach nach Schiltach im Post vom 15.04.2015 in diesem Blog

Blick aus dem Kinzigtal in Richtung Osten auf die Burgruine Schenkenburg: Zwischen dem Aufnahmestandort und der Burgruinie verläuft die Bahnstrecke der Kinzigtalbahn.
Blick vom Rand des Kinzigtals in Richtung Südwesten auf den Umlaufberg mit der Burgruine Schenkenburg und auf die Bundesstraße B 294.
Schießscharten in der Mauer des Palas der Burgruine Schenkenburg
Der Palas der Burg Schenkenburg ist im romanischen Baustil ausgeführt. Die Abmessungen des Palas waren 6 x 6 x 16 Meter.
Blick aus Richtung Südosten auf den Palas (links) und den Stumpf des Bergfrieds (rechts, weiter vorne) der Schenkenburg
Blick aus Richtung Norden über den großen und tiefen Halsgraben hinweg auf Palas (rechts) und Bergfried (links) der Burgruine Schenkenburg: An der Gebäudeecke auf der rechten Seite des Palas sieht man Buckelquadermauerwerk.
Ein Steg überquert einen Graben unmittelbar nördlich des großen Halsgrabens bei der Burgruine Schenkenburg
Kiefernbäume unterstreichen die malerische Szenerie bei der Burgruine Schenkenburg
Blick von der Burgruine Schenkenburg in Richtung Westen kinzigtalabwärts: Links unten im Bild ist die Bundesstraße B 294 zu sehen, die den Umlaufberg bei der Burgruine Schenkenburg in einem großen Bogen umrundet. Rechts unten im Bild verläuft die Strecke der Kinzigtalbahn. Diese Strecke unterfährt den Umlaufberg im 100 Meter langen Schenkenberg-Tunnel.
Blick von der Burgruine Schenkenburg in Richtung Nordosten kinzigtalaufwärts: Im Mittelgrund sieht man einige Häuser von Schenkenzell. Der markante bewaldete Berg hinten in der linken Bildhälfte ist der 683 m ü NN hohe Staufenkopf nördlich von Schenkenzell.

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