Freitag, 28. August 2015

Vom Lotharpfad zum Buhlbachsee im Nationalpark Schwarzwald

Die heutige Wanderung führt durch das Gebiet des Nationalparks Schwarzwald. Vom Lotharpfad an der Schwarzwaldhochstraße geht es hinab in das Buhlbachtal zum Buhlbachsee. Von dort geht es auf einem anderen Weg zurück zur Schwarzwaldhochstraße.

Bei der Rundwanderung kommt man sowohl durch die Entwicklungszone des Nationalparks Schwarzwald, als auch durch eine der zur Zeit vier Kernzonen, die Kernzone Buhlbachsee/Hechliskopf. Mit Stand Sommer 2015 sind die Außengrenzen der Kernzonen des Nationalparks noch nicht beschildert. Das ist schade und sollte baldmöglichst nachgeholt werden.

Das Wegenetz und die Zonierung im Nationalpark Schwarzwald werden sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer wieder ändern. Die Kernzonen werden nach und nach ausgeweitet, das Wegenetz wird angepasst, Forstraßen werden möglicherweise rückgebaut oder durch Pfade ersetzt. Insofern ist die heutige Wanderung eine Momentaufnahme. In den kommenden Jahren können sich Änderungen ergeben.


Wie kommt man hin?
Start- und Endpunkt der Wanderung ist der Großparkplatz beim Lotharpfad an der Schwarzwaldhochstraße, im Verlauf der B 500 zwischen Alexanderschanze und Ruhestein. Dort befindet sich auch eine Haltestelle für den Linienbusverkehr.

Im Gebiet unterwegs
Vom Großparkplatz folgt man durchgehend der Markierung des Seensteigs bis zum Buhlbachsee. Man überquert die B 500 und folgt etwas nach links versetzt einem Forstweg, der leicht abwärts führt. Man ist jetzt in der Entwicklungszone des Nationalparks Schwarzwald. An einigen Stellen kann man sehen, wie auf ehemaligen Sturmwurfflächen Laubbäume angepflanzt werden. Über die Wegweiserstandorte Buhlbacher Läger und Hahnenmisse kommt man in das oberste Tal des Spaltbächles. Ab hier beginnt die Kernzone Buhlbachsee/Hechliskopf des Nationalparks. Jetzt ist man also in einem Wildnisentwicklungsgebiet, in dem keine forstwirtschaftlichen Eingriffe mehr stattfinden.

Weiter unten zeigt die Markierung scharf nach links und im Grund des Tälchens gleich wieder nach rechts. Jetzt folgt man auf einem Pfad dem Spaltbächle abwärts durch ein romantisches Tal. Unten geht es nach rechts. Auf Forststraßen folgt man jetzt dem Buhlbach aufwärts bis zum Buhlbachsee.

Der Rückweg verläuft teilweise auf einem anderen Weg. Man umrundet die südliche Hälfte des Buhlbachsees entlang der steilen Karwand auf einer Forststraße. Die Forststraße verläuft in der Folge nach Norden und kommt an einer Lichtung mit Schießstand vorbei. Bei der ersten Verzweigung nimmt man die Forststraße, die nach links aufwärts führt. Nach einiger Zeit erreicht man den vom Herweg bereits bekannten Weg und kommt so zum Parkplatz beim Lotharpfad zurück. 

Die Weglänge ist ca. 7 Kilometer.

Siehe auch:
Lotharpfad im Nationalpark Schwarzwald seit Sommer 2015 wieder vollständig begehbar im Post vom 18.08.2015 in diesem Blog

Buhlbachsee bei Baiersbronn-Obertal im Post vom 08.01.2012         



Östlich der Schwarzwaldhochstraße beim Lotharpfad befindet man sich im Jahr 2015 in der Entwicklungszone des Nationalparks Schwarzwald. Hier werden auf einer Sturmwurffläche Laubbäume angepflanzt, die wegen des Wildverbisses mit einer Umhüllung aus Plastik geschützt werden müssen.
Im Taleinschnitt des Spaltbächles in der Kernzone Buhlbachsee/Hechliskopf des Nationalparks Schwarzwald: Der Sturm hat hier einige Fichten umgeworfen. Die Natur sorgt für Jungwuchs aus Laubbäumen und Nadelbäumen.
Der Seensteig führt auf einem Pfad im Taleinschnitt des Spaltbächles innerhalb der Kernzone Buhlbachsee/Hechliskopf des Nationalparks Schwarzwald entlang. Die Natur ist hier bereits eine Spur wilder. Langeweile kommt nicht auf. 
In der Kernzone Buhlbachsee/Hechliskopf des Nationalparks Schwarzwald: Riesige Nadelbäume und junge Laubbäume wechseln sich ab.
Am Buhlbach in der Kernzone Buhlbachsee/Hechliskopf des Nationalparks Schwarzwald: Vor der Ausweisung als Kernzone im März 2015 wurden hier auf Freiflächen entlang des Bachs noch Laubbäume gepflanzt. 
Der Buhlbachsee, ein eiszeitlicher Karsee, befindet sich seit März 2015 in einer der Kernzonen des Nationalparks Schwarzwald.
Der Buhlbachsee ist in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts bereits vollständig verlandet. In den Jahren 1936 und 1951 hat man Staumauern errichtet. Damit wurde der Bulhlbachsee wiedergeschaffen. Seitdem ist die Verlandung erneut im Gang. Sie wird in den kommenden Jahrzehnten erneut zu einem vollständigen Verschwinden des Sees führen. Da der Buhlbachsee sich in einer der Kernzonen des Nationalparks Schwarzwald befindet, darf in die Dynamik der Natur dort nicht mehr eingegriffen werden. Es ist also anzunehmen, dass die Verlandung des Buhlbachsees zugelassen wird. Eine andere Frage ist, was die Nationalparkverwaltung mit der Staumauer macht, sollte sie z.B. irgendwann einmal baufällig sein.   
Blick über den Buhlbachsee: Die Verlandung ist ausgehend vom Rand sowie von einer schwimmenden Insel im Gewässer bereits weit fortgeschritten. In der rechten Bildhälfte sieht man einige abgestorbene Fichten, ein ganz normaler Vorgang in einem Wildnisgebiet.

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