Samstag, 17. Oktober 2015

Die Eiszeit-Tour der Baiersbronner Himmelswege, Teil 1 von 3

Die Eiszeit-Tour ist ein Rundwanderweg bei Baiersbronn-Huzenbach. Die Eiszeit-Tour gehört zur Wegegruppe der Baiersbronner Himmelswege, die wiederum ein Teil des Baiersbronner Wanderhimmels sind.

Die Baiersbronner Himmelswege sind nichts für Anfänger unter den Wanderern. Das gilt auch für die Eiszeit-Tour, einen der neun Himmelswege. Die Eiszeit-Tour soll im heutigen und in den beiden folgenden Posts in diesem Blog beschrieben werden.

Die Eiszeit-Tour ist 11 Kilometer lang. Im Wegverlauf sind beachtliche 410 Meter Höhenunterschied im Aufstieg und im Abstieg zu bewältigen. Das Wegzeichen der Eiszeit-Tour ist ein Schneekristall in grüner Farbe. Die Eiszeit-Tour verläuft durchgehend zusammen mit beschilderten Wanderwegen des Schwarzwaldvereins. Für die Eiszeit-Tour wurde keine eigenständige Beschilderung erstellt. Auf den Wegweisern des Schwarzwaldvereins wurde das Zeichen der Eiszeit-Tour mit aufgebracht.


Die Eiszeit-Tour ist ein Rundweg, den man in beiden Richtungen begehen kann. Hier beschrieben wird die Eiszeit-Tour entgegen dem Uhrzeigersinn. Der größere Teil der Eiszeit-Tour verläuft auf Forstwegen. Nicht gerade kurze Teile verlaufen jedoch auf Pfaden, insbesondere in der Karwand des Huzenbacher Sees und in der Karwand des Kammerlochs. Diese Pfade gehören zum Schwierigsten, was der Schwarzwald an Pfaden zu bieten hat. Höhepunkte der Eiszeit-Tour sind der Huzenbacher See, das große Kar mit der Karwand beim Huzenbacher See, das Kar Kammerloch, der Kammerloch-Wasserfall und jetzt ganz neu die Kernzone Wilder See/Kleemüsse des Nationalparks Schwarzwald, durch deren Ausläufer die Eiszeit-Tour führt.

Wie kommt man hin?
Startpunkt der Eiszeit-Tour ist Baiersbronn-Huzenbach. Huzenbach liegt an der B 462 und an der Murgtalbahn Rastatt-Freudenstadt. 

Reist man mit der Bahn an, steigt man am Haltepunkt Huzenbach aus (Eilzüge halten dort nicht). Vom Haltepunkt geht man zur nahen B 462, überquert sie aber nicht. Man wendet sich nach links und überquert auf der Bundesstraßenbrücke die Murg. Dahinter wendet man sich erneut nach links und kommt nach wenigen Metern zu einem Wanderwegweiser des Schwarzwaldvereins und zur Eiszeit-Tour. Es geht nun als Erstes ins Ortszentrum von Huzenbach im nördlichen Bereich des Orts. Die Eiszeit-Tour führt dorthin aber nicht entlang der Bundesstraße. Vielmehr steigt der Weg den westlichen Talhang des Murgtals hinauf und führt durch die höhergelegenen Ortsteile von Huzenbach in Richtung Zentrum.

Reist man mit dem Auto an, verlässt man im nördlichen Ortsbereich von Huzenbach die B 462 und biegt nach Westen ab auf die Seebachstraße. Wenige Meter nach dem Abbiegen erreicht man den kleinen Parkplatz Fuhrmannsbrunnen. 

Im Verlauf der Eiszeit-Tour unterwegs
Vom Ortszentrum Huzenbach folgt man der Straße und später dem Forstweg, der im Seebachtal aufwärtsführt. Nach einiger Zeit kommt man bei einer Forststraßenverzweigung und einer Holzhütte zur Außengrenze des Nationalparks Schwarzwald (Schild). Mit einer doppelten Kehre geht es nun in der Entwicklungszone des Nationalparks Schwarzwald weiter aufwärts. Schließlich erreicht man den Huzenbacher See. 

Zum Huzenbacher See siehe den Post vom 12.10.2015 in diesem Blog.

Ab hier führt die Eiszeit-Tour durch die Kernzone Wilder See/Kleemüsse des Nationalparks.

Die Eiszeit-Tour umrundet den Huzenbacher See im Verlauf der sogenannten Seerunde. Schließlich zweigt von der Seerunde der steile Pfad ab, der durch die Karwand oberhalb des Huzenbacher Sees hinaufführt zur Hochfläche Kleemüsse. Ein Warnschild weist darauf hin, dass dieser Pfad nur für geübte Wanderer mit guten Schuhen geeignet ist.

Der Pfad steigt durch urwaldartige Wälder (der Wald in der Karwand wird bereits seit längerer Zeit nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt) steil an. Auf einer Brücke überquert man einen Zufluss des Huzenbacher Sees.

Hier geht es im folgenden Post in diesem Blog weiter.

Hier gibt es eine Übersicht über die Einrichtungen für Besucher im Nationalpark Schwarzwald mit Links zu allen Artikeln in diesem Blog, die sich mit diesem Thema befassen.            

Das Wegzeichen der Eiszeit-Tour der Baiersbronner Himmelswege ist ein Schneekristall.
Die Eiszeit-Tour verläuft durchgehend auf Wanderwegen des Schwarzwaldvereins (hier: gelbe Raute für örtliche Wanderwege).
Die Baiersbronner Himmelswege haben keine eigene Beschilderung. Das Zeichen der Eiszeit-Tour ist auf den Wegweisern des Schwarzwaldvereins vorhanden (im Bild ganz rechts in der Pfeilspitze).
Blick auf Baiersbronn-Huzenbach im Murgtal
Auf dem Weg ins Seebachtal überschreitet man die Außengrenze des Nationalparks Schwarzwald.
In der Entwicklungszone des Nationalparks Schwarzwald im Seebachtal: Hier kann ab der Gründung des Nationalparks im Jahr 2014 für die Dauer von maximal 30 Jahren noch ein Waldumbau stattfinden. Das Bild zeigt, wie einige Fichten gefällt worden sind. Fichten machen heute noch den größeren Teil der Wälder des Schwarzwalds aus. Diese Baumart ist aber im Schwarzwald bis auf wenige Sonderstandorte nicht heimisch.  
In der Entwicklungszone des Nationalparks Schwarzwald im Seebachtal: Hier sieht man, wie unter den Fichten ein Jungwuchs aus Laubbäumen aufkommt. Der Nationalpark fördert diese Entwicklung.
Unschöner Kahlschlag im Seebachtal in der Nähe des Huzenbacher Sees: Dieser Kahlschlag erfolgte bereits vor der Gründung des Nationalparks Schwarzwald.
Prächtige alte Tanne mit riesigem Stamm im Seebachtal innerhalb der Entwicklungszone des Nationalparks Schwarzwald: Man kann sicher sein, dass diese Tanne im Rahmen eventueller Waldumbaumaßnahmen garantiert nicht gefällt wird.
Vom Huzenbacher See verläuft die Eiszeit-Tour auf einem steilen, steinigen und mit Wurzeln durchkreuzten Pfad durch die Karwand hinauf zur Hochfläche bei der Kleemüsse. Dieser Pfad ist nur für geübte Wanderer mit festem Schuhwerk geeignet. Ein Schild weist darauf hin.
Auf einer Brücke quert die Eiszeit-Tour in der steilen Karwand einen Zufluss zum Huzenbacher See.
Schöne, farbige, plattige Schichtung des Buntsandsteins im Bachbett in der Karwand des Huzenbacher Sees

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