Mittwoch, 24. August 2016

Premiumweg Karlsruher Grat bei Ottenhöfen, Teil 2

Dies ist der zweite von zwei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Premiumweg und Genießerpfad Karlsruher Grat bei Ottenhöfen. Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zum Weg. Heute wandern wir entlang des Wegs.

Startpunkt des Wegs ist bei der Straßeneinmündung Albert-Köhler-Straße / Hildahain in Ottenhöfen. Man folgt der Straße Hildahain aufwärts und kommt zu einer Aussichtsplattform mit Blick auf das obere Achertal mit Ottenhöfen sowie auf den Katzenkopf, einen Nebengipfel der Hornisgrinde. Von der Aussichtsplattform führt ein Fußweg weiter nach oben. Man erreicht schließlich die Markgraf-Bernhard-Straße, der man bis zum Ende folgt. Dort tritt man in den Wald ein. Zum Teil in Kehren geht es nun im Wald aufwärts bis zum Gipfel des Eichkopfs, der allerdings keinerlei Aussicht bietet.


Vom Eichkopfgipfel führt der Premiumweg zunächst wieder abwärts. Man kommt an der Eichkopfhütte vorbei. Kurios ist ein Kühlschrank mitten im Wald, der gegen eine Gebühr Getränke bietet. Ein kleines Stück folgt man der schmalen Blöchereckstraße. Der Weg kommt am Holderbrünnele vorbei und steigt dann in Serpentinen in das untere Gottschlägtal ab. Hin und wieder hat man durch den Wald hindurch Blicke auf den Porphyr-Steinbruch des Schotter- und Edelsplit-Werks Ottenhöfen.

Im Talgrund des Gottschlägtals folgt man dem Gottschlägbach entlang der Wasserfälle "Edelfrauengrab" (siehe hierzu den Post vom 16.08.2016 in diesem Blog). Ab dem Beginn der Wasserfälle bis zum Bosensteiner Eck befindet man sich im Naturschutzgebiet Karlsruher Grat-Gottschlägtal. Man erreicht schließlich das obere Gottschlägtal, in dem es auch ein Gehöft und Wiesenflächen gibt. Bei einer wichtigen Wegkehre befindet sich ein Getränkebrunnen, an dem man ebenfalls gegen eine Gebühr kühle Getränke erwerben kann.

Nun beschreibt der Premiumweg den Anstieg zum Karlsruher Grat. Auf halber Höhe kommt man am Herrenschrofen vorbei, einem Felsen und Aussichtspunkt, dessen Gipfel man mit einem kurzen Abstecher vom Weg erreicht. Wie für den Karlsruher Grat so sind auch für den Herrenschrofen gute Schuhe, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.

Man erreicht schließlich das Westende des Karlsruher Grats. Über den Karlsruher Grat verläuft gemäß örtlicher Werbung "der einzige Klettersteig des Schwarzwalds". Das trifft so nicht ganz zu, weil keinerlei technische Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Der Karlsruher Grat ist Teil einer 4,3 Kilometer langen und 700 Meter breiten Felsmasse aus Quarzporphyr (Rhyolith), die in den Granit der Umgebung eingeschoben ist. Der offiziell beschilderte Premiumweg Karlsruher Grat führt nicht direkt über den Grat, sondern hält sich an einen Umgehungspfad auf der Nordseite des Karlsruher Grats. Im Rahmen dieser Umgehung muss man allerdings einige Meter Höhenverlust in Kauf nehmen.  

Schließlich erreicht man das Bosensteiner Eck, mit 818 m ü NN der höchste Punkt des Premiumwegs Karlsruher Grat. Ab hier bis zum Brennte Schrofen verläuft der Premiumweg Karlsruher Grat zusammen mit dem Premiumweg Bosensteiner Almpfad. Man kommt am Berggasthaus Bosensteiner Eck vorbei und erreicht über aussichtsreiche Wiesen den Brennte Schrofen. Dort befinden sich eine Schutzhütte und ein Aussichtspunkt (siehe hierzu die Posts vom 01.04.2014, 04.04.2014 und 08.04.2014 zum Bosensteiner Almpfad in diesem Blog).

Beim Brennte Schrofen beginnt ein langer und zum Teil steiniger Abstieg, zunächst bis zum Bergsattel Kleineck. Von dort hat man einen schönen Blick nach Norden auf den Ort Seebach und die Hornisgrinde sowie nach Süden auf das Gottschlägtal. Weiter absteigend erreicht man den Ottenhöfer Ortsteil Hagenbruck. Man überquert hier den Gottschlägbach und folgt dem Theresienweg zur schon bekannten Albert-Köhler-Straße in Ottenhöfen.

Hier gibt es eine Übersicht über die Premiumwege im Schwarzwald. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Premiumwegen im Schwarzwald befassen, verlinkt.

Website von Ottenhöfen: www.ottenhöfen.de

Aussichtsplattform bei der Straße Am Hildarain in Ottenhöfen: Im Hintergrund sieht man den Katzenkopf, einen Ausläufer der Hornisgrinde.

Auf einem Pfad verläuft der Premiumweg Karlsruher Grat durch einen schönen Wald über den Gipfel des vollständig bewaldeten und keine Aussicht bietenden Eichkopf, 526 m ü NN.
Beim Abstieg vom Eichkopf ins Gottschlägtal hat man immer mal wieder einen Blick auf den Porphyr-Steinbruch des Schotter- und Edelsplitwerks Ottenhöfen mit seinen Aufbereitungs- und Verladeanlagen.

Gehöft im oberen Gottschlägtal bei Ottenhöfen
Blick vom Aussichtsfelsen Herrenschrofen auf das Gottschlägtal bei Ottenhöfen
Auf den Felsen des Karlsruher Grats: Im Hintergrund erhebt sich der Vogelskopf im Hauptkamm des Nordschwarzwalds.
Der Karlsruher Grat ragt über die Bäume hinaus
Bergwiese beim Bosensteiner Eck: Im Hintergrund erhebt sich die Hornisgrinde, der höchste Berg des Nordschwarzwalds.
Blick vom Bergsattel Kleineck in Richtung Süden auf das untere Gottschlägtal: Die sichtbaren Häuser gehören zu Ottenhöfen.

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