Sonntag, 13. Januar 2013

Die Gipfel des Feldbergs - Der Mittelbuck

Dies ist der vierte von vier hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zu den Gipfeln des Feldbergs, des höchsten Bergmassivs im Schwarzwald. Heute geht es um den Mittelbuck, 1.472.4 m ü NN. 

Vielfach wird der Mittelbuck gar nicht zu den Gipfeln des Feldbergs gezählt. Der Feldberg hat demnach nur drei Gipfel. Und tatsächlich gibt es Gründe dafür, dass der Mittelbuck kein richtiger Feldbergipfel ist. Denn der Mittelbuck hebt sich kaum aus dem Verbindungskamm zwischen dem Feldberg-Seebuck und dem Feldberg-Höchsten heraus.


Allerdings existiert nun einmal die Bezeichnung Mittelbuck. Und in detaillierten Karten gibt es auch eine Höhenangabe dazu. Der Mittelbuck befindet sich dort, wo der Kamm zum Baldenweger Buck vom Hauptkamm des Feldbergs zwischen dem Seebuck und dem Höchsten abzweigt. In Richtung Nordosten gibt es noch einen weiteren kleinen Gipfelpunkt mit einer Höhe von 1.460,4 m ü NN. Diesen Punkt könnte man als den Nebengipfel des Mittelbucks bezeichnen. Dort standen vor Jahren noch die Radarschirme der NATO. Sie waren der am deutlichsten sichtbare Teil der Bebauung auf den Feldberggipfeln.

Das ganze Gebiet um den Mittelbuck ist inzwischen renaturiert worden. Man hat dort oben heute ein wenig den Eindruck, in den Bergen von England, Wales oder Schottland zu sein. Im Sommer wird das waldlose Gebiet von Schafen beweidet. Man könnte auf den nur leicht geneigten Flächen überall problemlos gehen. Vor allem eine Traverse vom Hauptgipfel zum nordöstlichen Nebengipfel des Mittelbucks wäre sicher interessant. Jedoch befindet man sich hier im Naturschutzgebiet Feldberg. Und da ist es nicht gestattet, die ausgewiesenen Wege zu verlassen. Man wird sich somit damit begnügen müssen, das ganze Gebiet des Mittelbuck von den Wegen aus zu betrachten.

Wie kommt man hin?
Am Mittelbuck kommt man automatisch vorbei, wenn man auf dem stark begangenen, asphaltierten Weg vom Feldberg-Seebuck zum Feldberg-Höchsten wandert. Nächstgelegener Ausgangspunkt ist der Feldberger Hof an der Feldberg-Passhöhe der Bundesstraße 317 mit Großparkplatz und Bushaltestelle.

Zunächst besteigt man den Feldberg-Seebuck bzw. fährt mit der Kabinenbahn (sommers) oder dem Sessellift (winters) auf diesen Gipfel. Dann steigt man in den Grüble genannten Sattel zwischen dem Seebuck und dem Mittelbuck ab. Darauf beginnt der Wiederanstieg zum Mittelbuck. Die Entfernung vom Feldberger Hof bis zum Mittelbuck ist ca. 2,7 Kilometer.   

siehe auch:
Die Gipfel des Feldbergs - Der Höchsten
Die Gipfel des Feldbergs - Der Seebuck
Die Gipfel des Feldbergs - Der Baldenweger Buck

Blick vom Feldberg-Seebuck zum Mittelbuck: Der Turm im Hintergrund links befindet sich bereits auf dem Feldberg-Höchsten, nach rechts außerhalb des Bilds zweigt der Kamm zum Baldenweger Buck ab.
Irgendwo hier ist der Gipfel des Feldberg-Mittelbucks, am Horizont erstreckt sich die Schwäbische Alb.
Auf dem Feldberg-Mittelbuck mit Blick zum Feldberg-Höchsten: rechts im Bild sind die obersten Hänge des Zastler Kars zu sehen.
Blick vom Feldberg-Höchsten zum Mittelbuck: der höchste Punkt des Mittelbucks befindet sich rechts außerhalb des Bilds, im Bild sichtbar ist der 1.460,4 m ü NN hohe Nebengipfel des Mittelbucks.
   

1 Kommentar:

  1. Nach dem Baldenweger Buck war ich heute auch am Mittelbuck. Für mich eindeutig keine eigenständiger Gipfel, da zu wenig Eigenständig und markant. Den Begriff sehe ich eher als eine örtliche Bezeichnung zur Orientierung (für die ehemaligen Nutzer) auf der weiten Feldberg-Hochweider.

    Ralf Laternser, geologe und Gipfelsteinsammler

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