Sonntag, 23. September 2018

Portalgemeinde Hornberg des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord

Die Stadt Hornberg im Ortenaukreis ist eine von 22 Portalgemeinden des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord.

Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord gilt mit einer Fläche von 3.750 km² als der größte Naturpark Deutschlands. Zusammen mit dem Naturpark Südschwarzwald bedeckt er fast die gesamte Fläche des Schwarzwalds und reicht auch noch ein wenig über die Großlandschaft Schwarzwald hinaus.

Im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord gibt es insgesamt 22 sogenannte Portalgemeinden. Diese Kommunen sollen eine Tür für die Erlebniswelt des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord darstellen. Die Portalgemeinden vertreten den Naturpark allgemein sowie mit ihren jeweiligen regionalen inhaltlichen Schwerpunkten.

Die Stadt Hornberg mit ca. 4.200 Einwohnern ist eine der Portalgemeinden des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord. Die Gemarkung von Hornberg erstreckt sich beidseits des Gutachtals im Mittleren Schwarzwald. Die untere Schleife der Schwarzwaldbahn befindet sich auf der Gemarkung von Hornberg. Zu Hornberg gehört auch das Reichenbachtal, ein Seitental des Gutachtals.

Hornberg ist als Ort an der berühmten Schwarzwaldbahn bekannt. Der größte Viadukt der Schwarzwaldbahn befindet sich gleich beim Bahnhof von Hornberg. Das Hornberger Schießen ist eine historische Begebenheit, die heute noch bekannt ist und die sogar für ein heute noch gebräuchliches Sprichwort Pate gestanden hat. Die Schwarzwaldhöhen beidseits des Gutachtals bieten fast endlose Möglichkeiten für Spaziergänge und Wanderungen.

Steckbrief
Name: Hornberg
Landkreis: Ortenaukreis
Regierungsbezirk: Freiburg
Einwohner: ca. 4.200
Fläche: 54,45 km²
Großlandschaft: Schwarzwald
Naturraum: Mittlerer Schwarzwald

Mittwoch, 19. September 2018

St. Aurelius in Calw-Hirsau - eine der ältesten Kirchen des Schwarzwalds

Hirsau bei Calw im Nagoldtal ist vor allem wegen der Klosterruine St. Peter und Paul bekannt.

Es gibt in Hirsau jedoch eine noch ältere Klosterkirche aus der Zeit vor dem Kloster St. Peter und Paul. Dies ist die Klosterkirche St. Aurelius.

Das Kloster St. Aurelius entstand um 830-838. In die Kirche von St. Aurelius wurde die Reliquien des heiligen Aurelius überführt. Später verfielen die Gebäude. Ab dem Jahr 1049 wurde die Bausubstanz des ehemaligen Klosters wiederaufgebaut. Im Jahr 1071 wurde die neue Aureliuskirche geweiht. Im Jahr 1092 verließen die Mönche das Aureliuskloster bereits wieder. Es war zu klein geworden. Man zog in das neue Kloster St. Peter und Paul auf der anderen Seite der Nagold um.

Ab dem Jahr 1584 wurde das Kloster St. Aurelius teilweise abgebrochen und zur Scheune umfunktioniert. 1954/55 wurde die Klosterkirche St. Aurelius renoviert. Seither ist sie als Katholische Kirche St. Aurelius in Funktion.

Die St. Aureliuskirche ist heute eine dreischiffige, flach gedeckte Säulenbasilika auf kreuzförmigem Grundriss mit gewölbten Seitenschiffen und Vorhalle. Im Inneren fallen vor allem die romanischen Würfelkapitelle auf.

Samstag, 15. September 2018

Querweg Gengenbach - Schapbach - Alpirsbach - ein Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins

Der Querweg Gengenbach-Schapbach-Alpirsbach ist ein Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins. Der Weg wird vom Schwarzwaldverein in die Wegegruppe der Traditionellen eingeordnet.

Der Querweg Gengenbach-Schapbach-Alpirsbach verläuft im nördlichen Teil des Mittleren Schwarzwalds. Seinen Anfangs- und Endpunkt hat der Weg im Kinzigtal. Unterwegs quert der Weg das Nordrachtal, das Wolftal und das Kleine Kinzigtal. Der Weg kommt auch auf dem Moos mit dem Moosturm vorbei.

Im heutigen Post in diesem Blog wird der Querweg Gengenbach-Schapbach-Alpirsbach kurz vorgestellt. Alle zukünftigen Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Querweg Gengenbach-Schapbach-Alpirsbach befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt. 

Das Wegzeichen des Querwegs Gengenbach-Schapbach-Alpirsbach ist eine blaue Raute auf gelbem Grund. Die Wegzeichen aller Querwege des Schwarzwaldvereins haben die gelbe Hintergrundfarbe.

An wichtigen Stellen im Wegverlauf sowie an den Wanderwegverzweigungsstellen finden sich freistehende weiße Wegweiser. 

Dienstag, 11. September 2018

Das ehemalige Kloster Wittichen bei Schenkenzell

Im Witticher Tal, einem Seitental des Kleinen Kinzigtals im Mittleren Schwarzwald, befindet sich das ehemalige Kloster Wittichen.

Kloster und Tal scheinen nicht so recht zusammenzupassen. Das Witticher Tal, das vom Klosterbach durchflossen wird, ist schmal. Es gibt im Talgrund kaum ebene Stellen. Dem gegenüber steht die Größe der ehemaligen Klosteranlage. Obwohl heute nur noch ein Teil der Klostergebäude vorhanden ist, scheint die Anlage das Tal förmlich sprengen zu wollen. 

Zunächst entstand an der Stelle des späteren Klosters im Jahr 1324 eine Klause, die im Jahr 1325 als Tertianerinnenklause anerkannt wird. Nach einem Brand 1327 wird die Kirche wiederaufgebaut. 1376/1402 wird die Klause zur Abtei erhoben. Im 17. Jahrhundert wird die Kirche wesentlich umgestaltet.
 
Das Kloster wurde 1802 aufgelöst. Die Klosterkirche wurde zur Pfarrkirche. Ab dem Jahr 1855 werden mehrere Gebäude abgerissen. Erhalten haben sich die Kirche, der sogenannte Lange Bau und der Klosterstall, der heute Museum ist.

Freitag, 7. September 2018

Der Hansjakob-Weg I (Kleiner Hansjakob-Weg) - ein Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins

Der Hansjakob-Weg I (auch Kleiner Hansjakob-Weg genannt) ist ein Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins. Der Weg wird vom Schwarzwaldverein in die Wegegruppe der Traditionellen eingeordnet.

Der Hansjakobweg I verläuft im nördlichen Teil des Mittleren Schwarzwalds nördlich des Kinzigtals. Der Hansjakobweg I führt auch durch das Kleine Kinzigtal sowie durch das Wolftal. Der Wegverlauf ähnelt einer Acht.

Der im Jahr 1981 eröffnete Hansjakob-Weg I bildet eine 52 Kilometer lange Rundtour, die in offiziellen drei Tagesetappen bewältigt wird. Hierbei ist der Abstecher vom Kloster Wittichen nach Schenkenzell und zurück enthalten. Ohne diesen Stichweg ist die Gesamtlänge des Hansjakob-Weg I 44 Kilometer.

Im heutigen Post in diesem Blog wird der Hansjakob-Weg I kurz vorgestellt. Alle zukünftigen Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Hansjakob-Weg I befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt.

Der Hansjakob-Weg I ist nach dem badischen Volksschriftsteller und Pfarrer Heinrich Hansjakob (1837–1916) benannt.

Montag, 3. September 2018

Panoramaweg Baden-Baden von der Talstation der Merkurbergbahn bis Forellenhof/Fischkultur, Teil 2 von 2

Dies ist der zweite von zwei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den zweiten Abschnitt des Premiumwegs Panoramaweg Baden-Baden von der Talstation der Merkurbergbahn bis zum Forellenhof.

Im vorangegangenen Post in diesem Blog gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Wegabschnitt. Wir haben die Wanderung auch bereits begonnen und sind bis zum Futterplatz des Wildgeheges Baden-Baden gekommen. Heute setzen wir die Wanderung fort.

Im Wald weitergehend durchquert man ein Arboretum, in dem verschiedene Nadelbäume zu sehen sind. Bald kommt man erneut zum Waldrand und überblickt das Oostal. Unterhalb sieht man die Gebäudegruppe Hofgut Schafberg, die heute ein Altenpflegeheim ist. Man geht in der Folge durch diese Gebäudegruppe hindurch.

Nun quert der Weg das Haimbachtal, ein Seitental des Oostals. Später wird das Pfrimmersbachtal gequert, ebenfalls ein Seitental des Oostals. Das nächste zu querende Seitental ist das Märzenbachtal. Dort befindet sich ein Tierheim. Vielleicht hört man hin und wieder Hunde bellen.

Freitag, 31. August 2018

Panoramaweg Baden-Baden von der Talstation der Merkurbergbahn bis Forellenhof / Fischkultur, Teil 1 von 2

Im heutigen und im folgenden Post in diesem Blog wandern wir im Verlauf der zweiten Etappe des Panoramawegs Baden-Baden von der Talstation der Merkurbergbahn bis zum Forellenhof/Fischkultur.

Der Panoramaweg Baden-Baden ist ein 42 Kilometer langer Rundwanderweg rund um Baden-Baden. Der Weg wurde im Jahr 1998 als erster Wanderweg in Baden-Württemberg vom Deutschen Wanderinstitut e.V. als Premiumwanderweg zertifiziert.

Die zweite Etappe des Panoramawegs Baden-Baden ist acht Kilometer lang. Sie verläuft nördlich des Oostals am Westhang des Merkurgipfels (Großer Staufenberg) sowie am Westhang und Südhang des Kleinen Staufenberg entlang und hinab ins Oostal.

Wie kommt man hin?
Der Start- und der Endpunkt der zweiten Etappe des Panoramawegs Baden-Baden sind gut mit den Linienbussen des Stadtverkehrs Baden-Baden zu erreichen. Die Bushaltestelle am Startpunkt heißt Merkurwald. Sie befindet sich direkt neben der Talstation der Merkurbergbahn. Von Zentrum Baden-Badens kommt man ca. alle halbe Stunde dorthin.

Die Bushaltestelle am Endpunkt der zweiten Etappe des Panoramawegs Baden-Baden heißt Oberbeuern. Von dort fahren die Busse ebenfalls ca. alle halbe Stunde entlang des Oostals ins Zentrum von Baden-Baden und zum Bahnhof.

Im Verlauf der zweiten Etappe des Panoramawegs Baden-Baden unterwegs
Von der Talstation der Merkur-Bergbahn steigt der Weg im Wald leicht bergan in Richtung Süden und erreicht zunächst die Liegewiese Häslichmatte. Dort befindet sich auch eine Schutzhütte.

Weiter ansteigend kommt man zum Wildgehege Baden-Baden. Hier biegt der Weg nach rechts ab und folgt dem Zaun des Wildgeheges abwärts. Man kommt an einer Beobachtungsplattform vorbei. Man überquert das Eckbächel, kommt aus dem Wald heraus und geht an den Eckhöfen vorbei. Auf einem Bergsporn bietet sich ein Abstecher von jeweils 300 Metern Länge zur 1809 gestifteten Marienkapelle an. Von hier hat man eine schöne Sicht auf das Oostal mit seiner Bergumrahmung.

Der Panoramaweg steigt nun wieder gegen Osten an und erreicht erneut den Zaun des Wildgeheges. Man kommt zur Futterstelle für Rot-, Muffel- und Damwild. 

Hier geht es im folgenden Post in diesem Blog weiter.      

Hier gibt es eine Übersicht über den Panoramaweg Baden-Baden mit Informationen zur Markierung und Beschilderung. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Etappen des Panoramawegs befassen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über die Premiumwege des Schwarzwalds. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Premiumwegen befassen, verlinkt.
Blick auf das Gebäude der Talstation der Merkurbergbahn am Startpunkt der zweiten Etappe des Panoramawegs Baden-Baden  
Schutzhütte bei der Liegewiese Häslichmatte wenige hundert Meter südlich der Talstation der Merkurbergbahn
Am Nordrand des Wildgeheges in Baden-Baden mit Blick hinab ins Oostal
Beobachtungsplattform am Rand des Wildgeheges in Baden-Baden
Blick von der Beobachtungsplattform am Rand des Wildgeheges in Baden-Baden in Richtung Kleiner Staufenberg
Blick vom Rand des Wildgeheges Baden-Baden auf den Merkurgipfel mit seinem Turm
Die Marienkapelle befindet sich wenige hundert Meter abseits des Panoramawegs Baden-Baden.
Blick von der Marienkapelle in Richtung Süden hinab ins Oostal
Beim Futterplatz des Wildgeheges Baden-Baden

Montag, 27. August 2018

Naturpark-Infostern bei der Geroldsauer Mühle in Baden-Baden

Der Naturpark-Infostern in Baden-Baden befindet sich bei der Geroldsauer Mühle im Stadtteil Geroldsau. Die Geroldsauer Mühle ist einer von zur Zeit zwei Schwarzwälder Naturparkmärkten im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.

Die Gemarkung von Baden-Baden befindet sich zum größeren Teil im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Baden-Baden hat Anteil an den Naturräumen Nördlicher Talschwarzwald, Ortenau-Bühler Vorberge, Offenburger Rheinebene und Nördliche Oberrhein-Niederung. Baden-Baden hat auch Anteil am Nationalpark Schwarzwald.

Die Naturpark-Infosterne sind Infotafeln, die ein einheitliches Layout aufweisen. Im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord gibt es bereits über 25 Naturpark-Infosterne.

Die Naturpark-Infosterne bestehen aus drei großformatigen, beidseitig bedruckten Infotafeln. Die drei Tafeln sind so zueinander geordnet, dass sie einen Stern bilden. Die Naturpark-Infosterne bieten touristische Informationen zum Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, zur jeweiligen Standortgemeinde und zu deren Umgebung. An der Oberseite der vier Pfosten, die die Infotafeln tragen, befindet sich jeweils ein Piktogramm, das die Standortgemeinden selbst auswählen können.


Der Naturpark-Infostern Baden-Baden wurde am 26. Juni 2018 eingeweiht. 60 Prozent der Kosten kamen als Förderung vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.

Der Naturpark-Infostern Baden-Baden bietet die folgenden Informationen:


Donnerstag, 23. August 2018

Der Karlstein - ein Granitfelsen am Hauenstein bei Hornberg

Der Karlstein ist ein Granitfelsen westlich von Hornberg im Mittleren Schwarzwald.

Der Karlstein befindet sich an der höchsten Stelle des Bergs Hauenstein in einer Höhe von 969 m ü NN und auf der Wasserscheide zwischen dem Gutachtal im Osten sowie dem Elztal im Westen. Bis zum Jahr 1806 war der Karlstein der höchste Gipfel Württembergs. Heute befindet sich der Karlstein jedoch vollumfänglich im badischen Landesteil des Bundeslands Baden-Württemberg.

Die Aussicht vom Karlstein ist begrenzt, weil der Felsen nicht über die Baumkronen hinausragt. Eine Fernsicht gibt es vor allem in Richtung Süden und Osten. Auf dem Gipfel befindet sich ein Gedenkstein, der anlässlich der Besteigung des Karlstein durch Herzog Karl von Württemberg am 23. Juli 1770 gesetzt worden ist.      

Der Karlstein ist als Geotop ausgewiesen. In der Geotopbeschreibung wird Triberg-Granit als Gestein genannt. Die Felsgruppe mit steil abfallenden Wänden bis zehn Metern Höhe verläuft rippenartig in der Falllinie des Hanges. Im oberen Bereich der Felsgruppe ist eine beginnende Wollsackverwitterung zu beobachten.

Sonntag, 19. August 2018

Anteil der Kernzone im Biosphärengebiet Schwarzwald soll von 3,01 auf 3,3 Prozent steigen

Der Anteil der Kernzonenfläche an der gesamten Fläche des Biosphärengebiets Schwarzwald soll von 3,01 Prozent auf 3,3 Prozent steigen. Das haben das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in BW sowie das Regierungspräsidium Freiburg jeweils in einer Pressemitteilung im Juli 2018 bekanntgegeben.

Die jetzt in die Wege geleitete Erweiterung der Kernzonenfläche geht auf eine Zusicherung an das deutsche MAB*-Nationalkomitee zurück. Demnach sollen innerhalb des Biosphärengebiets Schwarzwald weitere 200 Hektar Fläche als Kernzonenfläche ausgewiesen werden.

Die gesetzlichen Vorarbeiten für die Erweiterung der Kernzone des Bioshärengebiets Schwarzwald wurden bereits erledigt. Am 2. Mai 2017 hat das Regierungspräsidium Freiburg eine Verordnung erlassen, gemäß der acht weitere Bannwälder auf dem Gebiet des Biosphärengebiets Schwarzwald ausgewiesen werden (Zweite Biosphären-Bannwälder-Verordnung). Jetzt geht es nur noch darum, die Verordnung zum Biosphärengebiet so zu ändern, dass die acht neuen Bannwälder als Kernzone des Biosphärengebiets Schwarzwald zählen.

Dies sind die geplanten neuen Kernzonen des Biosphärengebiets: