Dienstag, 27. Oktober 2009

Naturschutzgebiet Erlenbruckmoor




Das Naturschutzgebiet Erlenbruckmoor in Hinterzarten wurde bereits im Jahr 1942 ausgewiesen und gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten des Schwarzwalds. Das Gebiet ist mit einer Fläche von 17,5 Hektar verhältnismäßig klein. Man darf das Naturschutzgebiet nicht betreten, es sei denn, man verfügt über eine Sondergenehmigung des Regierungspräsidiums.

Lohnt es sich also überhaupt, das Gebiet aufzusuchen? Lohnend ist ein Rundweg um das Gebiet. Teilweise kann man von diesen Wegen einen Blick auf das Moor bekommen. Von Hinterzarten wandert man Richtung Oberzarten bis zum Mathisleshof. Dort biegt man nach links ab auf einen Forstweg und hält sich dann bei der nächsten Gelegenheit erneut links. Die Orientierung ist eigentlich nicht besonders schwierig. Man benutzt einfach immer diejenigen Wege, die sich am nächsten zum Moor befinden. So kommt man automatisch um das Moor herum. Später erreicht man die kleine Häuseransammlung Erlenbruck, die dem Moor den Namen gegeben hat. Von dort kann man wieder nach Hinterzarten zurückwandern oder auch in die andere Richtung zum Seebachtal und zum Titisee gehen.

Das Naturschutzgebiet Erlenbruckmoor ist ein Beispiel für ein zu kleines Naturschutzgebiet. Geschützt ist die Moorfläche mit der unmittelbaren Umgebung. Nicht in das Schutzgebiet einbezogen sind hingegen die Hänge, die in die verschiedenen Himmelsrichtungen an das Moor angrenzen. Auf den Hängen weiden Pferde und Kühe. Das Wasser, das von den Hängen in das Moor fließt, enthält viel zu viele Nährstoffe als dies für das Hochmoor zuträglich ist.

Letztendlich wäre es erforderlich, die Flächen auf den Hängen aufzukaufen und sie dem Naturschutzgebiet zuzuschlagen. Aber dafür ist kein Geld da.

Das Naturschutzgebiet Erlenbruckmoor bei Hinterzarten darf man nicht betreten. Nur aus mehr oder weniger großer Entfernung gibt es einzelne Blicke in das kleine Moor.
 

Nur einen Kilometer von Hinterzarten (Bild) entfernt befindet sich die vermoorte Fläche des Erlenbruckmoors auf der Wasserscheide zwischen dem Seebachtal (Titisee) und dem Hinterzartener Becken.

Den baumfreien Hochmoorkernbereich im Erlenbruckmoor kann man nur erahnen.

Auf den an das Erlenbruckmoor angrenzenden Wiesen weiden Pferde.

Und auf den höhergelegenen Wiesen beim Erlenbruckmoor sieht man Kühe.

Der Mathisleshof in Oberzarten befindet sich am Hang westlich des Erlenbruckmoors.


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