Montag, 2. August 2010

Günterfelsen bei Furtwangen


Die Günterfelsen sind die größten Felsblöcke des Mittleren Schwarzwalds und die größten bekannten Felsblöcke aus Triberger Granit. Rund um die Günterfelsen wurde im Jahr 1956 ein 1,7 Hektar großes Naturschutzgebiet ausgewiesen. Anlass waren damals Begehrlichkeiten, bei den Günterfelsen Granit abzubauen.

Heute sind die Günterfelsen im dichten Wald versteckt und man sieht sie erst aus ca. 100 Metern Entfernung zwischen den Bäumen. Man glaubt es kaum, aber Bilder von vor 50 Jahren zeigen die Günterfelsen auf freiem Feld. Seit dieser Zeit hat man die Weidewirtschaft in der Umgebung der Günterfelsen aufgegeben und den Wald wachsen lassen.


Das Aussehen der Günterfelsen könnte zur Schlussfolgerung führen, dass diese Felsbrocken Findlinge sind, also in der Eiszeit von Gletschern hierher transportiert wurden. Das ist jedoch nicht der Fall. Der Triberger Granit ist hier vor Ort entstanden. Das Granitgestein ist im Laufe der Zeit verwittert. Man spricht hier von Wollsackverwitterung, weil das Aussehen der Felsen den früher noch etwas mehr als heute bekannten Wollsäcken gleicht. Auch an anderen Stellen des Grundgebirgsschwarzwalds kann man diese Wollsackverwitterung sehen.

Man kann die Günterfelsen jeweils auf einer kurzen Wanderung von Norden und von Süden her erreichen. Hierbei geht man jeweils im Verlauf des Westwegs, des bekanntesten Fernwanderwegs des Schwarzwalds (Zeichen rote Raute). Der Westweg verläuft direkt an den Günterfelsen vorbei.

Ausgangspunkt im Norden ist die Martinskapelle, mit dem Auto von Furtwangen erreichbar. Von der Martinskapelle gibt die Beschilderung die Entfernung zu den Günterfelsen mit 1 Kilometer an.

Ausgangspunkt im Süden ist der Brendgipfel, ebenfalls mit dem Auto von Furtwangen aus erreichbar. Von dort sind die Günterfelsen mit einer Entfernung von 1,2 Kilometern ausgeschildert.

Ziel in der Nachbarschaft:
Die Aussicht vom Brendturm ist das Thema im Post vom 12.07.2010 in diesem Blog.
Brigachquelle bei Sankt Georgen im Post vom 10.08.2011
Die Nordseite des Rohrhardsberg im Post vom 15.07.2011
Die Quelle der Breg bei Furtwangen im Post vom 22.08.2010
Elzquelle bei Furtwangen im Post vom 24.07.2010

Fast stößt man sich an den Felsen an: so spät tauchen sie aus dem dichten Wald auf. 
Ein Baum wurzelt direkt auf den Felsen, noch vor 50 Jahren lagen die Günterfelsen auf freiem Feld.
Die Günterfelsen sehen so aus, als hätte ein Riese mit Felsbrocken gespielt.
 
Der Granit verwittert zu runden Formen. Der Buntsandstein, der ja wie der Granit auch größere Teil des Schwarzwalds bedeckt, verwittert dagegen zu rechteckigen Formen.
Der Fachbegriff für die Verwitterung des Granits lautet Wollsackverwitterung. Heute hat man mit diesem Begriff möglicherweise anschauliche Probleme, weil es kaum noch Wollsäcke gibt.
Ein notdürftiger Unterstand bei Regen im Bereich der Günterfelsen.

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