Heute sind die Günterfelsen im dichten Wald versteckt und man sieht sie erst aus ca. 100 Metern Entfernung zwischen den Bäumen. Man glaubt es kaum, aber Bilder von vor 50 Jahren zeigen die Günterfelsen auf freiem Feld. Seit dieser Zeit hat man die Weidewirtschaft in der Umgebung der Günterfelsen aufgegeben und den Wald wachsen lassen.
Das Aussehen der Günterfelsen könnte zur Schlussfolgerung führen, dass diese Felsbrocken Findlinge sind, also in der Eiszeit von Gletschern hierher transportiert wurden. Das ist jedoch nicht der Fall. Der Forbachgranit ist hier vor Ort entstanden. Das Granitgestein ist im Laufe der Zeit verwittert. Man spricht hier von Wollsackverwitterung, weil das Aussehen der Felsen den früher noch etwas mehr als heute bekannten Wollsäcken gleicht. Auch an anderen Stellen des Grundgebirgsschwarzwalds kann man diese Wollsackverwitterung sehen.
Fast stößt man sich an den Felsen an: so spät tauchen sie aus dem dichten Wald auf.
Ein Baum wurzelt direkt auf den Felsen, noch vor 50 Jahren lagen die Günterfelsen auf freiem Feld.
Die Günterfelsen sehen so aus, als hätte ein Riese mit Felsbrocken gespielt.
Der Granit verwittert zu runden Formen. Der Buntsandstein, der ja wie der Granit auch größere Teil des Schwarzwalds bedeckt, verwittert zu rechteckigen Formen.
Der Fachbegriff für die Verwitterung des Granits lautet Wollsackverwitterung. Heute hat man mit diesem Begriff möglicherweise anschauliche Probleme, weil es kaum noch Wollsäcke gibt.
Ein notdürftiger Unterstand bei Regen im Bereich der Günterfelsen.
Man kann die Günterfelsen jeweils auf einer kurzen Wanderung von Norden und von Süden her erreichen. Hierbei geht man jeweils im Verlauf des Westwegs, des bekanntesten Fernwanderwegs des Schwarzwalds (Zeichen rote Raute). Der Westweg verläuft direkt an den Günterfelsen vorbei.
Ausgangspunkt im Norden ist die Martinskapelle, mit dem Auto von Furtwangen erreichbar. Von der Martinskapelle gibt die Beschilderung die Entfernung zu den Günterfelsen mit 1 Kilometer an.
Ausgangspunkt im Süden ist der Brendgipfel, ebenfalls mit dem Auto von Furtwangen aus erreichbar. Von dort sind die Günterfelsen mit einer Entfernung von 1,2 Kilometern ausgeschildert.
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