Donnerstag, 8. März 2012

Stubenfels bei Bad Teinach-Zavelstein


An den Hängen des Nagoldtals und seiner Seitentäler befindet sich eine ganze Reihe von Buntsandsteinfelsen. Wegen der dichten Bewaldung der Talhänge sind diese Felsen allerdings aus der Ferne oder vom Talboden aus oft nicht sichtbar. Oft kann man diese Felsen nur sehen, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Und dann tauchen sie zwischen den Bäumen erst aus einer Entfernung von 100 bis 200 Metern auf.

Einer dieser Felsen ist der Stubenfels. Er befindet sich am orographisch linken (westlichen) Talhang der Nagold unmittelbar südlich der Einmündung des Rötelbachtals oberhalb des zu Bad Teinach-Zavelstein gehörenden kleinen Orts Kentheim. Ein Besuch des Stubenfelsens lohnt sich gleich aus zwei Gründen. Zum einen gibt es am Felsen sehr interessante Schichtungen zu sehen. Zum anderen ist die Wegführung entlang des Felsens überraschend und einmalig.


Wie kommt man hin?
Der nächstgelegene, mit dem Auto erreichbare Ausgangspunkt ist der kleine Ort Kentheim im Nagoldtal an der Bundesstraße B 463. In Kentheim gibt es kaum Parkplätze. Bei der alten, historischen Kirche sollte man nicht parken. Kommt man aus Richtung Calw, befinden sich unbefestigte Parkplätze direkt an der B 463, unmittelbar vor der Brücke der Eisenbahn und noch vor dem Beginn der Ortsbebauung.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man mit dem Zug (Nagoldtalbahn) zum Bahnhof Calw oder zum Bahnhof Bad Teinach fahren. Vom Bahnhof Calw ist man auf Wanderwegen ca. 4 Kilometer bis Kentheim unterwegs, vom Bahnhof Bad Teinach ca. 3 Kilometer. Busse halten ebenfalls in Kentheim, vor allem werktags.

Von Kentheim folgt man der Rötelbachstraße mit dem Zeichen gelbe Raute des Schwarzwaldvereins bis wenige Meter nach dem Ende der Bebauung. Dann biegt man nach links auf einen ebenfalls mit der gelben Raute bezeichneten Weg ab, der als Pfad steil und in Kehren hinauf zum Stubenfelsen führt. Die Entfernung von Kentheim zum Stubenfelsen ist ca. 0,5 Kilometer, der zubewältigende Höhenunterschied ist ca. 120 Meter. Vom Stubenfelsen kann man die Wanderung in Richtung Zavelstein, Bad Teinach oder ins Rötelbachtal fortsetzen.

Im folgenden Post in diesem Blog geht es um das untere Rötelbachtal, ein Seitental des Nagoldtals.

weitere Infos zu den geologischen Naturdenkmalen im Landkreis Calw
      
Der Stubenfels befindet sich am Steilhang des Nagoldtals und stellt eine Felsgruppe mit mehreren Einzelfelsen dar.

Deutlich sind im Buntsandstein des Stubenfelsens Schichtungen zu erkennen. Die Schichtungen sind teilweise schräg, die Schrägstellung wechselt zudem. Die Verhältnisse, unter denen vor Jahrmillionen im Zeitalter der Trias diese Sandsteine abgelagert worden sind, haben anscheinend immer wieder gewechselt. 

Eine der interessantesten Wegführungen des Schwarzwalds: hier darf man keine Klaustrophobie haben. Der Weg am Fuß des Stubenfelsens führt durch eine schmale Spalte zwischen zwei Felsen hindurch. Es empfiehlt sich, den Rucksack abzunehmen und mit schräggestelltem Oberkörper durchzugehen. Wer dies partout nicht machen will, kann auf abschüssigen Wegspuren auf der Talseite am Felsen vorbeigehen.

Der Weg verläuft unter einem Felsüberhang entlang. Hier muss man in gebückter Haltung gehen.

Natürlicher Unterstand beim Stubenfelsen

Auf einem Felsvorsprung wächst eine Fichte. Die Fichte ist im Schwarzwald von Natur aus eigentlich nicht heimisch. Jedoch ist dieser spezielle Standort ideal für die Fichte, die sich als Flachwurzler um die Felsen festklammern kann.
   

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