Dienstag, 12. Mai 2020
Der Beilfels - ein Naturdenkmal und Geotop bei Neubulach
Der Beilfels befindet sich am orographisch rechten Talhang des Teinachtals zwischen Bad Teinach und der Mündung des Teinachtals in das Nagoldtal.
Der Beilfels ist als Geotop ausgewiesen. Gemäß der Geotopbeschreibung gehört der Beilfels stratigraphisch in den Hauptgeröllhorizont der Geröllsandsteinformation (Mittlerer Buntsandstein). An den Wänden sind zahlreiche Schrägschichtungszyklen erschlossen.
Der Beilfels ist auch ein flächenhaftes Naturdenkmal. Es wurde mit der Veröffentlichung am 22.10.1949 im Amtsblatt für den Kreis Calw verordnet. Seine Fläche ist 0,1 Hektar. Die Schutzgebietsnummer ist 82350470005. In der Beschreibung zum Naturdenkmal heißt es, dass der Beilfels eine aus drei großen Felsen bestehende Felsengruppe darstellt. Zwischen den Felsen befinden sich einzelne Blöcke. Die Felsen zeigen Überhänge, Spalten und höhlenartige Nischen.
Dienstag, 17. März 2020
Naturdenkmal Hohe Tann bei Schenkenzell im Mittleren Schwarzwald
Die als Einzelgebilde geschützte Hohe Tanne bei Schenkenzell gehört zu den größten Bäumen des Schwarzwalds. Die Tanne steht auf einer Höhe von 668 m ü NN. Eine Tafel am Stamm der Tanne weist auf der Naturdenkmal hin.
Der Mittelweg, ein Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins von Pforzheim nach Waldshut, führt am Naturdenkmal Hohe Tann vorbei. Der Kohlbrunnen, eine gefasste Quelle, befindet sich gleich neben dem Naturdenkmal. Der Teisenkopf mit dem Aussichtsturm befindet sich oberhalb des Naturdenkmals.
Samstag, 25. Januar 2020
Die Giersteine bei Forbach-Bermersbach
Eine Infotafel vor Ort gibt weitere Auskünfte. Demnach liegen die Giersteine 160 Meter über der Murg. Zwei Blöcke fallen durch ihre Größe und Vertiefungen auf. Der größere Block hat einen Umfang von 13 Metern. Im Jahr 1905 legte man eine schmale Treppe hinauf auf den größten Block der Giersteine an.
Die Wissenschaft nimmt an, dass vor Jahrtausenden das Flussbett der Murg sich an der Stelle der Giersteine befand. Die Giersteine wären demnach ein Überbleibsel des einstigen Flussbetts der Murg. Die Giersteine bestehen aus Forbachgranit und zeigen die typsiche Wollsackverwitterung des Granits.
Freitag, 2. November 2018
Geotop und Naturdenkmal Kuckucksfelsen bei Calw
Der Kuckucksfelsen ist eine Felsgruppe aus mehreren Felstürmen. Der Fels besteht aus Buntsandstein und konkret aus dem Mittleren Buntsandstein. Der Fels liegt im Grenzbereich zwischen den Schichten des oberen Hauptbuntsandsteins und des oberen Geröllhorizonts der besonders harten Geröllsandsteinformation.
Deutlich können die Schichtungsstrukturen im Fels erkannt werden. Die einzelnen Felsen sind gebändert und zum Teil überkragend. Diese Gesteinsstrukturen entstehen, wenn härtere und weichere Felsschichten durch Witterungseinflüsse und Wassereinwirkung unterschiedlich modelliert werden.
Eine Höhle im Hauptfelsen des Kuckucksfelsens wurde aus Sicherheitsgründen zugemauert. Die Höhle entstand durch die Auswaschung weicherer Schichten. Beeindruckend sind auch die steilen, bewaldeten Abhänge in der Umgebung der einzelnen Felsen der Felsgruppe Kuckucksfelsen.
Freitag, 17. Juni 2016
Der Eichener See - ein temporärer Karstsee bei Schopfheim
Der Dinkelberg besteht aus Muschelkalk und weist zahlreiche Karstphänome auf. Dazu gehört auch der Eichener See, der ein zeitweise auftretender Dolinensee ist. Vor allem im Winter und Frühjahr bildet sich für wenige Tage bis mehrere Monate ein kleiner See, der vom Grundwasser gespeist wird. Der maximale Pegelstand wird mit 2,5 Metern angegeben. Dann bedeckt der See eine Fläche von 250 mal 130 Metern.
40 Meter unter dem Boden gibt es wasserundurchlässige Schichten. Bei Starkregen oder nach der Schneeschmelze steigt der Grundwasserspiegel in den Hohlräumen oberhalb der wasserundurchlässigen Schichten und tritt hierbei in der Doline des Eichener Sees zutage.
Eine zooligische Besonderheit des Eichener Sees sind die Kiemenfußkrebse. Diese bis zu 2 cm großen Tiere schlüpfen zu Millionen, sobald sich das Wasser in der Doline staut. Es wird vermutet, dass Vögel die Krebse dereinst eingetragen haben.
Der Eichener See ist seit dem Jahr 1942 Landschaftsschutzgebiet mit einer Fläche von 8,43 Hektar und seit dem Jahr 1983 flächenhaftes Naturdenkmal mit einer Fläche von 3,75 Hektar. Seit dem Jahr 2005 ist der Eichener See auch FFH-Gebiet innerhalb des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000.
Sonntag, 21. September 2014
Toteisloch in Titisee
Südöstlich des Bahnhofs von Titisee befindet sich das wenig beachtete, 1,2 Hektar große Naturdenkmal Toteisloch.
Während Tag für Tag Tausende Besucher dem Ufer des Titisees zustreben, verirrt sich kaum einmal jemand zum Toteisloch. Das Naturdenkmal wurde im Jahr 1961 ausgewiesen. Das ca. 200 mal 50 Meter große und 10 bis 12 Meter tiefe Toteisloch ist auch ein Geotop.
Der Schwarzwaldverein hat im Jahr 2011 eine Informationstafel beim Toteisloch aufgestellt. Das wie eine zugewachsene Kiesgrube aussehende große Loch entstand am Ende der letzten Eiszeit vor ca. 20.000 Jahren. Der Feldberggletscher ließ damals in der Nähe des heutigen Bahnhofs von Titsee einen riesigen Eisbrocken zurück. Der Eisbrocken wurde relativ rasch zusedimentiert. Damit verzögerte sich das Abschmelzen des Eises. Nach dem Abschmelzen entstand eine Hohlform, deren Sedimentdecke schließlich einbrach.
Montag, 28. April 2014
Naturdenkmal Mauzenstein bei Bad Herrenalb
Der Mauzenstein ist als Geotop und Naturdenkmal ausgewiesen.
Der ca. 5 mal 3 mal 1 Meter große Felsblock zeigt schön die Schichtungen im Buntsandstein. Der Felsblock ist als Naturdenkmal sowie als Geotop ausgewiesen. Als Besonderheit weist der Mauzenstein vom Menschen stammende Bearbeitungen auf.
Wenige Meter vom Mauzenstein entfernt an der nächsten Wegkreuzung führt der Historische Grenzweg von Michelbach vorbei. Aus Anlass des 900jährigen Bestehens von Michelbach wurden entlang des Grenzwegs im Jahr 2002 verschiedene Schilder aufgestellt. Das Schild in der Nähe des Mauzensteins informiert wie folgt: "Man nimmt an, dass der Stein in der Frühzeit der Besiedlung dem Astralkult (Verehrung der Gestirne) diente".
Mittwoch, 16. April 2014
Naturdenkmal Bernsteinfelsen bei Gaggenau-Sulzbach
Allerdings befindet sich der Bernsteinfelsen mit einer Höhe von 693 m ü NN nicht auf dem höchsten Punkt des Höhenrückens (Mauzenberg, 759 m ü NN). Die Aussicht ist somit auf den Bereich von Nordwesten bis Südwesten beschränkt.
Der Bernsteinfelsen besteht aus Gesteinen des unteren Geröllhorizonts des Mittleren Buntsandsteins. Im Fels sind deutliche Schichtungsstrukturen erkennbar. Der Bernsteinfelsen ist ein Geotop. Im Jahr 2007 hat die zuständige Stadt Gaggenau den Bernsteinfelsen auch als Naturdenkmal ausgewiesen. Ebenfalls geschützt ist eine Fläche im Umkreis von 50 bis 150 Meter vom Bernsteinfelsen. Dort findet sich ein ausgedehntes Blockfeld.
Montag, 11. November 2013
Geologische Naturdenkmale im Landkreis Calw
Nachfolgend sind diese Naturdenkmale aufgelistet. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen dieser Naturdenkmale befassen, sind und werden vom heutigen Post verlinkt. Der heutige Post ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.
Falkenstein bei Bad Herrenalb im Post vom 22.10.2009
Franzosenfels bei Schmieh
Katzenstein bei Bad Liebenzell
Beutelstein bei Bad Liebenzell im Post vom 08.03.2010
Granitvorkommen bei Hirsau
Bruderhöhle bei Hirsau im Post vom 08.04.2010
Freitag, 8. November 2013
Großer Wendenstein bei Bad Wildbad
Der ca. 7 mal 4 mal 2 Meter große Felsblock besteht aus Gesteinen des oberen Geröllhorizonts des Mittleren Buntsandsteins.
Dieser Felsblock hat der Erosion widerstanden und hebt sich auffallend von der ansonsten ebenen Umgebung ab. Vermutungen, dass der Felsblock früher als Richt- oder Kultstätte gedient hat, sind nicht bewiesen.
Wenige Meter westlich des Großen Wendensteins befindet sich eine Wiesenlichtung. Von dort bietet sich ein Blick über einen Teil des Eyachtals. Der Große Wendenstein ist zusammen mit dieser Wiesenlichtung ein schönes, nicht allzu weites Wanderziel von der Bergstation der Sommerbergbahn bei Bad Wildbad aus.
Donnerstag, 8. März 2012
Der Stubenfels bei Bad Teinach-Zavelstein
An den Hängen des Nagoldtals und seiner Seitentäler gibt es eine ganze Reihe von Buntsandsteinfelsen. Wegen der dichten Bewaldung der Talhänge sind diese Felsen allerdings aus der Ferne oder vom Talboden aus oft nicht sichtbar. Oft kann man diese Felsen nur sehen, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Und dann tauchen sie zwischen den Bäumen erst aus einer Entfernung von 100 bis 200 Metern auf.
Einer dieser Felsen ist der Stubenfels. Er befindet sich am orographisch linken (westlichen) Talhang der Nagold unmittelbar südlich der Einmündung des Rötelbachtals oberhalb des zu Bad Teinach-Zavelstein gehörenden kleinen Orts Kentheim. Ein Besuch des Stubenfelsens lohnt sich gleich aus zwei Gründen. Zum einen gibt es am Felsen sehr interessante Schichtungen zu sehen. Zum anderen ist die Wegführung entlang des Felsens überraschend und einmalig.
Montag, 31. Januar 2011
Der Wackelstein auf dem Welzberg bei Calw
Der Wackelstein ist ein nur zwei mal zwei mal ein Meter großer Felsblock aus Buntsandstein. Trotz der geringen Größe umgibt irgend etwas Besonderes, etwas Geheimnisvolles diesen Stein.
Der Wackelstein ist als Geotop und Naturdenkmal ausgewiesen.
Der Weg, der von Calw-Stammheim hinaus zum Sporn der Welzbergs führt, heißt Wackelsteinweg. Und neben dem Stein befindet sich ein Holzschild, das auf dieses Geotop hinweist. Dabei würde man ohne dieses Holzschild Gefahr laufen, beim ersten Besuch den Stein glatt zu verfehlen und einfach an ihm vorbeizugehen.
Der hochkant stehende Einzelblock wird durch Fußsteine vor dem Umkippen bewahrt. Das trägt zum Geheimnis bei, das sich um den Wackelstein rankt. Sind diese Fußsteine natürliche Relikte der Verwitterung? Oder wurden sie irgendwann von Menschen in diese Lage gebracht? Man vermutet heute, dass der Unterbau an diesem Felsen einmal eine keltische Kultstätte war.
Montag, 15. November 2010
Der Ellbachsee bei Freudenstadt-Kniebis
Der Ellbachsee gehört zu den nach offizieller Zählart zehn Karseen des Nordschwarzwalds.
Zudem ist der Ellbachsee einer von fünf Karseen, die auf der Gemarkung von Baiersbronn (Landkreis Freudenstadt) liegen.
Im heutigen Post in diesem Blog wird der Ellbachsee kurz vorgestellt. Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Ellbachsee befassen, sind und werden vom heutigen Post verlinkt.
Die Seefläche des Ellbachsees ist heute bereits stark eingeschränkt, einerseits durch Verlandungsvorgänge von den Seerändern her, andererseits durch eine auf dem See schwimmende Torfinsel, die sogar schon von einigen jungen Bäumen bestockt wird. Auch die heutige Tiefe des Sees ist mit 2 Metern im Vergleich zu einigen anderen Karseen des Schwarzwalds nicht besonders beeindruckend.
Der Ellbachsee befindet sich in einem ehemaligen Gletscherkar an einem Nordhang in einer Höhe von 771 m ü NN ca. 1,5 Kilometer nördlich des Freudenstädter Ortsteils Kniebis. Der Ellbachsee mit dem umgebenden Kar ist ein sehr anschauliches Beispiel für die Phänomene, die die letzte Eiszeit im Schwarzwald hinterlassen hat. Eines dieser Phänome ist die steile Karwand mit einer Höhe von ca. 150 Metern, die der Gletscher während der Würmeiszeit ausgehobelt hat. Ein weiteres Phänomen ist die Endmoräne des ehemaligen Gletschers, die den See gestaut hat. Der Abfluss aus dem See hat diese Endmoräne bereits vor längerer Zeit an der zentralen Stelle durchbrochen. Und das dritte Phänomen ist das vom Gletscher ausgehobelte Becken, das heute der See bzw. das entstehende Verlandungsmoor füllen.
Freitag, 2. Juli 2010
Riesenstein bei Bad Wildbad
Der Riesenstein ist ein unvermittelt im dichten Wald auf dem Meisternrücken östlich von Bad Wildbad liegender großer Buntsandsteinfelsen, der als Geotop und Naturdenkmal ausgewiesen ist..
Das Enztal bei Bad Wildbad ist tief in die Hochflächen des Nordschwarzwalds eingeschnitten. Die Mehrzahl der erholungssuchenden Menschen, der Wanderer und Spaziergänger in Bad Wildbad geht oder fährt auf die Hochflächen westlich des Enztals. Dorthin führen die Sommerbergbahn - eine Standseilbahn -, und auch eine Straße. Auch die Wanderwege führen in der Mehrzahl in das Gebiet westlich des Enztals.
Das Gebiet östlich des Enztals fristet dagegen ein Schattendasein. Östlich des Enztals befindet sich ein Höhenzug, der Meistern genannt wird. Dieser Höhenzug bildet kaum eine richtige Hochfläche aus, denn das Tal der Großen Enz und das östlich verlaufende Tal der Kleinen Enz nehmen das Gebiet förmlich in die Zange. Will man auf die Höhe des Meistern, hilft keine Bahn und keine Straße. Den gesamten Höhenunterschied von immerhin 300 Metern von Bad Wildbad bis zum Gipfelbereich des Meistern muss man zu Fuß bewältigen.
Donnerstag, 17. Juni 2010
Geigerles Lotterbett bei Neubulach
Dieser Felsen aus Mittlerem Buntsandstein (Geröllsandsteinformation) ist mit einer Abmessung von 2 mal 3 Metern nicht besonders groß. Seine Form ist es, die ihn aus den Tausenden gleich großer Buntsandsteinfelsen im Schwarzwald herausragen lässt.
Der Felsen "Geigerles Lotterbett" befindet sich im Nagoldtal unmittelbar südlich der Abzweigung des Teinacher Tals auf einem Bergsporn, der von Westen her in das Nagoldtal hineinragt und die Nagold zu einer großen Schleife zwingt. Die Eisenbahnlinie Calw-Nagold unterquert den Bergsporn in einem Tunnel. Am Ende des Bergsporns unmittelbar über der Nagold befindet sich die Burgruine Waldeck, die Thema des nächstfolgenden Posts in diesem Blog sein wird.
Die Form des Felsen Geigerles Lotterbett hat zu zahlreichen Geschichten Anlass gegeben. Der Name des Felsens leitet sich aus einer Geschichte ab, wonach ein armer Musikant, der das Geld für eine Übernachtung im Gasthof nicht aufbringen konnte, hin und wieder in diesem Felsen nächtigte. Gemäß einer anderen Sage soll eine Adelige aus der benachbarten Burg Waldeck einen beim Felsen nächtigenden Geiger, nein, nicht überfahren, sondern vielmehr (wie sagt man das richtig?) überritten haben.
Man kann den Felsen Geigerles Lotterbett von oben her, von der Hochfläche bei Neubulach, und von unten her, aus dem Nagoldtal erreichen.
Donnerstag, 8. April 2010
Bruderhöhle bei Hirsau
Die Bruderhöhle am Westhang des Nagoldtals bei Calw-Hirsau ist mehr Fels als Höhle. Die Bruderhöhle ist als Naturdenkmal und Geotop ausgewiesen.
An diesem steilen Hang oberhalb der Calwer Teilorte Hirsau und Ernstmühl treten viele Bundsandsteinfelsen ans Tageslicht, von denen einer die Höhle beherbergt. Der Name der Höhle leitet sich wahrscheinlich vom nahen ehemaligen Kloster Hirsau ab. Die Höhle diente möglicherweise während kriegerischer Zeiten den Mönchen als Unterschlupf.
Die Entstehung der Höhle ist auf die unterschiedliche Verwitterungsneigung der übereinanderliegenden Buntsandsteinschichten zurückzuführen. Diesen Effekt bezeichnen die Fachleute als Wabenverwitterung. Die Höhle befindet sich im Bereich des Mittleren Buntsandsteins an der Grenze zwischen dem Oberen Hauptbuntsandstein und dem Oberen Geröllhorizont.
Donnerstag, 25. März 2010
Geroldsauer Wasserfall bei Baden-Baden
Im riesigen Stadtwald von Baden-Baden verborgen ist der Geroldsauer Wasserfall. Der Grobbach stürzt hier über eine 9 Meter hohe Stufe des hier anstehenden Bühlertalgranits.
Der Geroldsauer Wasserfall befindet sich beim Baden-Badener Stadtteil Geroldsau. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Wasserfall zu erreichen. Mit dem Auto fährt man von Baden-Baden in Richtung Schwarzwaldhochstraße (B500) und parkt hinter Geroldsau auf dem Parkplatz Geroldsauer Wasserfall. Von dort führt ein Weg durch den Wald in 1,4 Kilometer zum Wasserfall. Die Buslinie 204 fährt jede Stunde vom Zentrum Baden-Badens nach Geroldsau. Man fährt bis zur Endstation und steigt wenige Meter bis zum Parkplatz an. Reist man mit dem Bus an, ist es noch empfehlenswerter, eine Haltestelle vor der Endstation (Haltestelle Malschbacher Straße) auszusteigen. Dort folgt man der Geroldsauer Straße und später dem spannenden Fußweg am Grobbach entlang und erreicht nach ca. 1,7 Kilometern den Wasserfall.
Montag, 8. März 2010
Beutelstein bei Bad Liebenzell
Der Beutelstein ist ein interessant strukturierter Buntsandsteinfelsen sowie ein Naturdenkmal und ein Geotop im Nagoldtal bei Bad Liebenzell. Der Fels befindet sich direkt neben einer Straße.
Der Beutelstein befindet sich direkt am Grund des
Nagoldtals bei Bad Liebenzell. Die Deckschicht des Buntsandsteins reicht
hier also bis zum Talgrund. Unter dem Buntsandstein befindet sich das
Grundgebirge aus Gneis und Granit. Die Nagold hat sich bei Bad
Liebenzell nicht genügend tief eingegraben, um das Grundgebirge
freizulegen. Südlich von Bad Liebenzell gibt
es jedoch eine Stelle, wo der Forbachgranit an einer Straßenböschung
aufgeschlossen ist. Dort ist die Grenze zwischen Granit und
Buntsandstein also etwas höher gelegen als direkt bei Bad Liebenzell.
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Falkenstein bei Bad Herrenalb
Die sehenswerte Felsengruppe des Falkenstein bei Bad Herrenalb besteht aus dem Rotliegenden (und nicht aus Buntsandstein oder Granit wie sonst im Schwarzwald häufig der Fall).
Das Rotliegende besteht aus Konglomeraten und Arkosen (Sandsteine mit einem nennenswerten Anteil an Feldspat sowie einer eckigen Struktur der Körner). Sieht man sich vor Ort das Gestein näher an, sieht man schnell die Unterschiede zum Buntsandstein. Die Felsengruppe ist als Naturdenkmal ausgewiesen sowie ein Geotop.
Es gibt den geologischen Begriff der Badener Mulde. Dieses Gebiet zwischen Baden-Baden und Bad Herrenalb ist im Erdaltertum gegenüber der Umgebung abgesackt, so dass sich dort die Sedimente des Rotliegenden in nennenswerter Form erhalten konnten. Das Rotliegende ist ein Gestein, das auf den Mulden des Grundgebirges aus Granit abgelagert wurde, lange bevor im Erdmittelalter die eigentliche Hunderte von Millionen Jahren andauernde Ablagerungszeit in Baden-Württemberg begann.