Montag, 11. September 2017

Die Romantik-Tour der Baiersbronner Himmelswege, Teil 2 von 3

Dies ist der zweite von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Rundwanderweg Romantik-Tour der Baiersbronner Himmelswege.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Infos zu diesem Weg. Im heutigen Post beginnen wir mit der Wanderung im Verlauf des Wegs.

Im Verlauf der Schifferstraße geht es in Schönmünzach in das Schönmünztal hinein. Kurz nach dem Ortsende bei einem Wasserwerk geht es wenige Meter nach links. In der Folge geht man auf dem Flößerweg neben dem Flüsschen Schönmünz entlang - ein idyllischer Wegabschnitt. Der Flößerweg endet beim Mool-Brunnen. Ab hier geht es auf Forstwegen bis zur Häusergruppe Zwickgabel.


Nach links gehend erreicht man die Straße in Zwickgabel. Man folgt dieser Straße nun wenige Meter talauswärts. Dann biegt man nach rechts ab auf einen Forstweg, der am östlichen Rand des Schönmünztals aufwärts führt. Man kommt hierbei am Kirchlein von Zwickgabel vorbei. 

Schließlich erreicht man im Wald die Außengrenze des Nationalparks Schwarzwald, kenntlich gemacht durch eine Holztafel mit dem Nationalpark-Logo. Im weiteren Wegverlauf wird man allerdings vom Nationalpark nichts mehr mitbekommen. Es gibt keinen Hinweis auf das Erreichen der Kernzone. Es gibt keinerlei Infotafeln am Weg. Es gibt auch sonst keine Schilder usw., die auf den Nationalpark hinweisen. Das ist schade. Der Nationalpark besteht insofern eigentlich nur auf dem Papier.

Nun beginnt der lange Anstieg auf den Großhahnberg mit der Hochfläche Kleemüsse. Im Wegverlauf gibt es immer wieder wunderschöne Ausblicke auf das fast vollständig bewaldete Schönmünztal bis zum Hauptkamm des Nordschwarzwalds. Man blickt hier auf ein eigentliches Waldmeer - wunderbar!

Im Wegverlauf kommt man bald an vielen Pheromonfallen vorbei. Bei einer Waldlichtung weiter oben befindet sich eine Infotafel, die Aufklärung gibt. Demnach wird in diesem Waldgebiet das Ausbreitungsverhalten des großen achtzähnigen Fichtenborkenkäfers (Buchdrucker) erforscht. Bei der Hütte auf der Lichtung liegen eingefärbte Fichtenstämme. In ihnen brüten Borkenkäfer. Nach dem Auswachsen bohren sich die Käfer von innen durch die Borke aus dem Stamm und färben sich dabei mit dem Farbpulver aus den Stämmen ein. Die markierten Käfer werden durch insgesamt 64 Pheromonfallen in der Umgebung wieder eingefangen. Daraus können Erkenntnisse über das Ausbreitungsverhalten der Borkenkäfer gewonnen werden. Diese Untersuchungseinrichtung bestand bereits vor der Gründung des Nationalparks.

Der Weg macht kurz hinter dieser "Borkenkäferlichtung" eine kleine Verschnaufpause und steigt ein wenig zur Stumpmißhütte ab. Dann beginnt ein noch größerer Anstieg. Der Wald wird immer wilder. In einer Kehre erreicht man schließlich die Kernzone Wilder See / Kleemüsse des Nationalparks. Diese Kernzone befindet sich jetzt links (bergseits) des Wegs.

Im folgenden Post in diesem Blog geht es weiter mit der Wanderung im Verlauf der Romantik-Tour.

Hier gibt es eine Übersicht über die Einrichtungen für Besucher im Nationalpark Schwarzwald. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen dieser Besuchereinrichtungen befassen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über die Kernzone Wilder See/Kleemüsse des Nationalparks Schwarzwald. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Kernzone befassen, verlinkt.
Brücke über die Schönmünz in Baiersbronn-Schönmünzach
Beim Flößerweg: Blick auf die Schönmünz
Beim oberen Ende des Flößerwegs mit dem im Jahr 2008 erstellten Mool-Brunnen
Kirchlein in Zwickgabel
Die Außengrenze des Nationalparks Schwarzwald ist beim Hahnbrunnen im Schönmünztal erreicht.
Eine von 64 Pheromonfallen am Westhang des Großhahnbergs
In der Entwicklungszone des Nationalparks wird während einer Übergangszeit noch Waldumbau betrieben. Insbesondere werden die standortfremden Fichten entfernt.
Blick von einer Lichtung am Westhang des Großhahnbergs über das Schönmünztal hinweg zum Hauptkamm des Nordschwarzwalds
In der Kernzone Wilder See / Kleemüsse des Nationalparks Schwarzwald: Aufgegebener und langsam zuwachsender Forstweg

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.