Mittwoch, 24. August 2016

Premiumweg Karlsruher Grat bei Ottenhöfen, Teil 2

Dies ist der zweite von zwei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Premiumweg und Genießerpfad Karlsruher Grat bei Ottenhöfen. Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zum Weg. Heute wandern wir entlang des Wegs.

Startpunkt des Wegs ist bei der Straßeneinmündung Albert-Köhler-Straße / Hildahain in Ottenhöfen. Man folgt der Straße Hildahain aufwärts und kommt zu einer Aussichtsplattform mit Blick auf das obere Achertal mit Ottenhöfen sowie auf den Katzenkopf, einen Nebengipfel der Hornisgrinde. Von der Aussichtsplattform führt ein Fußweg weiter nach oben. Man erreicht schließlich die Markgraf-Bernhard-Straße, der man bis zum Ende folgt. Dort tritt man in den Wald ein. Zum Teil in Kehren geht es nun im Wald aufwärts bis zum Gipfel des Eichkopfs, der allerdings keinerlei Aussicht bietet.

Samstag, 20. August 2016

Premiumweg Karlsruher Grat bei Ottenhöfen, Teil 1

Im Verlauf des Premiumwegs Karlsruher Grat ist ein Höhenunterschied von insgesamt 730 Metern zu bewältigen. Damit ist der Premiumweg Karlsruher Grat unter den außeralpinen Premiumwegen ein Kandidat für den Weg mit dem größten Höhenunterschied.

Der Premiumweg Karlsruher Grat befindet sich im hintersten Achertal bei Ottenhöfen am Westhang des Nordschwarzwalds. Im heutigen Post in diesem Blog gibt es einige allgemeinen Informationen zum Premiumweg Karlsruher Grat. Im folgenden Post wandern wir dann im Verlauf des Premiumwegs.

Der Premiumweg Karlsruher Grat gehört zur Wegegruppe der Schwarzwälder Genießerpfade. Der Weg ist 12,2 Kilometer lang. Das Deutsche Wanderinstitut e.V. hat den Weg im Oktober 2013 zertifiziert. Die Zertifizierung ist bis Oktober 2016 gültig. Dann muss sie erneuert werden. Der Weg hat 71 Erlebnispunkte erhalten - eine überdurchschnittliche Zahl. Der Weg ist als Rundwanderweg angelegt und in beiden Richtungen beschildert und markiert. Die empfohlene Gehrichtung ist gegen den Uhrzeigersinn. Ein kurzes Stück verläuft der Premiumweg Karlsruher Grat zusammen mit dem Premiumweg Bosensteiner Almpfad. Vom Bahnhof in Ottenhöfen gibt es eine Zuwegbeschilderung bis zum Weg.   

Dienstag, 16. August 2016

Wasserfälle "Edelfrauengrab" bei Ottenhöfen

Die nach einer Sage "Edelfrauengrab" genannten Wasserfälle südöstlich von Ottenhöfen am Westabfall des Nordschwarzwalds gehören zu den sehenswertesten Wasserfällen des Schwarzwalds. Die Wasserfälle werden vom Gottschlägbach gebildet, der am Westhang des Vogelskopfs und Molkereikopfs im Hauptkamm des Nordschwarzwalds entspringt und bei Ottenhöfen in die Acher mündet.

Die Wasserfälle Edelfrauengrab liegen innerhalb des Naturschutzgebiets Gottschlägtal - Karlsruher Grat. Das 151 Hektar große Naturschutzgebiet wurde im Jahr 1975 ausgewiesen. Der Gottschlägbach bildet im untersten Teil des Naturschutzgebiets sieben Fallstufen mit einer Gesamthöhe von 45 Metern. Die höchste Fallstufe ist 9 Meter hoch.

Die Wasserfälle Edelfrauengrab befinden sich in Vulkangesteinen. Konkret kommen Quarzporphyre aus der Perm-Zeit vor. Ihre Entstehung war während der Zeit des Rotliegenden. Diese Gesteine werden auch in einem Steinbruch abgebaut, der unmittelbar westlich an das Naturschutzgebiet angrenzt (Schotter- und Edelsplittwerk). 

Die Wasserfälle Edelfrauengrab wurden 1862 öffentlich zugänglich gemacht. 180 Stufen und mit Geländer gesicherte Steige führen entlang der Wasserfälle aufwärts ins obere Gottschlägtal. Es gibt im Wegverlauf einige Sitzbänke und kleine Wegabstecher.

Freitag, 12. August 2016

Der Endbahnhof Ottenhöfen der Achertalbahn

Die Achertalbahn ist eine Nebenbahn im westlichen Nordschwarzwald, die vom Oberrheintal ausgehend einen Teil des Achertals erschließt. Der Endbahnhof der Achertalbahn im Achertal ist Ottenhöfen im Schwarzwald.

Der Bahnhof befindet sich in der Nähe der Ortsmitte von Ottenhöfen. Es gibt ein Bahnhofsgebäude, das sogar (Stand 2016) geöffnet ist mit einem Warteraum und einem Prospektregal. Beim Bahnhof Ottenhöfen gibt es Busanschluss, insbesondere nach Seebach, das weiter talaufwärts liegt und als Einzige der Achertalgemeinden nicht an die Achertalbahn angebunden ist.

Die Züge der Achertalbahn fahren ca. jede Stunde. Im Bahnhof Achern hat die Achertalbahn Anschluss an die Rheintalbahn. Leider gibt es beim Umsteigen von Karlsruhe auf die Achertalbahn zum Teil lange Wartezeiten. Ein Anschluss ist hier oft nicht vorhanden. Das ließe sich nur verbessern, wenn die Achertalbahn häufiger als jede Stunde fahren würde. Es sollte eigentlich auch im Interesse der Talschaft sein, mehr Besucher mit der Bahn zu empfangen. Voraussetzung dafür wären kurze Anschlüsse in Achern sowohl aus Richtung Karlsruhe als auch aus Richtung Offenburg.

Montag, 8. August 2016

Aussicht vom Kybfelsen bei Freiburg im Breisgau

Der Kybfelsen befindet sich in dem langen Berggrat, der vom Schauinslandgipfel nach Freiburg zieht. Der Kybfelsen bildet eine Felsengruppe, die stark bewachsen ist. Deshalb ist die Aussicht vom Kybfelsen relativ eingeschränkt. An Stelle einer potenziellen Rundumsicht gibt es nur einen Blick in Richtung Westen über die letzten Ausläufer des Schwarzwalds bei Freiburg hinweg zur Oberrheinischen Tiefebene mit dem Kaiserstuhl und den Vogesen.

Der Kybfelsen ist ein Geotop. Das Gestein besteht aus Flasergneisen (früher: Orthogneis). Das Gestein ist gemäß der Geotopbeschreibung homogen, kaum gebankt und weist granitähnliche, abgerundete Verwitterungsformen auf. Westlich unterhalb der Felsen hat sich durch den Verwitterungsschutt ein kleines Blockmeer gebildet. Im südlichen Bereich wurde kurze Zeit versucht, Bergbau zu betreiben. Davon zeugt ein kleiner Stollen, der wenige Meter in den Berg reicht.

Donnerstag, 4. August 2016

Naturpark-Infostern in Dobel

Die Infosterne sind ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Im Jahr 2015 gab es im Naturparkgebiet bereits 24 Infosterne. Jeder Infostern besteht aus drei beidseitig bedruckten Infotafeln, die sternförmig zueinander geordnet sind.

Auch in der Gemeinde Dobel befindet sich ein Infostern. Dobel ist eine von 22 Portalgemeinden des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord. Die vier Portalgemeinden Bad Herrenalb, Dobel, Straubenhardt und Neuenbürg bilden das Naturpark-Portal Nord. Dobel ist auch Initiativgemeinde im Naturpark und darf das geschützte Siegel Naturpark-Initiativgemeinde tragen. 

Der Naturpark-Infostern Dobel befindet sich beim Kurhaus Dobel in der westlichen Ortshälfte am Schnittpunkt der Hauptstraße und der Neuen Herrenalber Straße. 

Sonntag, 31. Juli 2016

Aussichtsturm Schwanner Warte bei Straubenhardt-Schwann

Der Aussichtsturm Schwanner Warte befindet sich am Nordrand des Schwarzwalds. Das ist gleich zweifach gemeint. Einerseits endet die Großlandschaft Schwarzwald mit dem Naturraum Schwarzwald-Randplatten wenige hundert Meter nördlich des Aussichtsturms. Andererseits liegt der Aussichtsturm am Waldrand. 

Südlich des Turms erstreckt sich der fast kein Ende findende Wald des nordöstlichen Schwarzwalds. Und das Gelände steigt südlich des Turms kräftig und stetig an. Der Aussichtsturm Schwanner Warte befindet sich auf einer Höhe von 475 m ü NN. Der Höhenkurort Dobel südwestlich davon liegt bereits auf einer Höhe von ca. 700 m ü NN.

Bei den gegebenen topographischen und botanischen Verhältnissen nimmt es kein Wunder, dass die Aussicht vom Aussichtsturm Schwanner Warte nur von Westen über Norden bis Nordosten möglich ist. Für diese Sicht, die etwas eingeschränkt auch vom Boden neben dem Aussichtsturm möglich ist, muss der Aussichtsturm nicht besonders hoch sein. Die auf einer Höhe von 487 m ü NN gelegene Aussichtsplattform ist überdacht. Der Aufstieg zum Turm erfolgt über eine stählerne Wendeltreppe, die an die Rückseite des Turms angebaut worden ist. Bei der Aussichtsplattform befindet sich eine Panoramatafel, die die wichtigsten Punkte der Aussicht erklärt. Die, was die Himmelsrichtungen betrifft, eingeschränkte Sicht wird durch die Fernsicht bei klarer Luft auf benachbarte Mittelgebirge, wie z.B. den Odenwald, den Pfälzer Wald und sogar die Vogesen wettgemacht.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Auf dem Westweg von Forbach über die Badener Höhe nach Sand, Teil 2

Dies ist der zweite von zwei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zur relativ anstrengenden Etappe des Westwegs von Forbach im Murgtal hinauf auf die Höhen des Nordschwarzwalds mit der Badener Höhe und der Passhöhe Sand an der Schwarzwaldhochstraße.

Im vorangegangenen Post sind wir bis unter den Gipfel des Seekopfs gekommen. Damit sind fast alle Anstiegs-Höhenmeter hinter uns. Im heutigen zweiten Teil der Wegetappe geht es fast nur noch horizontal bzw. abwärts. 

Auf dem Gipfel des Seekopfs befindet sich das Bussemer-Denkmal. Phillipp Bussemer war der Gründer des Westwegs. Vom Seekopfgipfel selbst hat man keine besondere Aussicht. Das Gebiet zwischen dem Seekopf und der Badener Höhe wurde vom Jahrhundertorkan Lothar 1999 arg in Mitleidenschaft gezogen. Einige Zeit danach konnte man wegen des fehlenden Waldes vom Westweg aus eine Fernsicht genießen. Inzwischen ist ein neuer Wald entstanden, dessen Bäume schon wieder um die 10 Meter hoch sind.

Samstag, 23. Juli 2016

Auf dem Westweg von Forbach über die Badener Höhe nach Sand, Teil 1

Der Westweg ist der bekannteste Fernwanderweg des Schwarzwalds. Die Etappe des Westwegs von Forbach im Murgtal hinauf nach Sand an der Schwarzwaldhochstraße im Hauptkamm des Nordschwarzwalds gehört zu den anstrengendsten Etappen des ganzen Fernwanderwegs. Denn hier muss man einen Höhenunterschied von 830 Metern im Anstieg und 275 Metern im Abstieg bewältigen. Die Entfernung beträgt 13,5 Kilometer. Das wird nur noch vom Abschnitt des Westwegs zwischen Hausach im Kinzigtal und der Wilhelmshöhe übertroffen.

Die Etappe von Forbach nach Sand kann man auch gut als Tagestour bewältigen. Forbach ist ein Bahnhof im Verlauf der Murgtalbahn (Rastatt-Freudenstadt). Von Sand bzw. vom benachbarten Mehliskopf aus fahren Linienbusse nach Forbach zurück oder ins Rheintal hinab.

Dienstag, 19. Juli 2016

Der Todtnauer Wasserfall im regenreichen Frühjahr 2016

Das Frühjahr und der Frühsommer 2016 gehörten zu den regenreichsten Perioden der letzten Jahrzehnte. So zeigte sich auch der höchste Wasserfall des Schwarzwalds, der Todtnauer Wasserfall, über mehrere Wochen hinweg mit einer selten gesehenen Wassermenge. 

Der Todtnauer Wasserfall besteht aus fünf Einzelstufen. Die von oben gesehen vorletzte Stufe ist mit einer Höhe von 60 Metern die höchste Wasserfall-Einzelstufe in den deutschen Mittelgebirgen. 

Ein Steig erlaubt es, dass man zu allen fünf Stufen des Todtnauer Wasserfalls kommt. Man kann den Steig von unten her begehen (Parkplätze an der L 126 Todtnau-Notschrei an der ersten Kehre oberhalb von Aftersteg). Es gibt auch die Möglichkeit, oberhalb des Todtnauer Wasserfalls zu parken (Parkplätze an der K 6307, Zufahrtstraße nach Todtnauberg).

Der Todtnauer Wasserfall war bereits das Thema im Post vom 10.11.2014 in diesem Blog. Dort gibt es weitere Informationen zum Wasserfall.   

Die nachfolgenden Bilder sind im Frühjahr 2016 während einer regenreichen Periode aufgenommen.