Donnerstag, 17. Juni 2010

Geigerles Lotterbett bei Neubulach


Dieser Felsen aus Mittlerem Buntsandstein (Geröllsandsteinformation) ist mit einer Abmessung von 2 mal 3 Metern nicht besonders groß. Seine Form ist es, die ihn aus den Tausenden gleich großer Buntsandsteinfelsen im Schwarzwald herausragen lässt. 

Der Felsen "Geigerles Lotterbett" befindet sich im Nagoldtal unmittelbar südlich der Abzweigung des Teinacher Tals auf einem Bergsporn, der von Westen her in das Nagoldtal hineinragt und die Nagold zu einer großen Schleife zwingt. Die Eisenbahnlinie Calw-Nagold unterquert den Bergsporn in einem Tunnel. Am Ende des Bergsporns unmittelbar über der Nagold befindet sich die Burgruine Waldeck, die Thema des nächstfolgenden Posts in diesem Blog sein wird.



Die Form des Felsen Geigerles Lotterbett hat zu zahlreichen Geschichten Anlass gegeben. Der Name des Felsens leitet sich aus einer Geschichte ab, wonach ein armer Musikant, der das Geld für eine Übernachtung im Gasthof nicht aufbringen konnte, hin und wieder in diesem Felsen nächtigte. Gemäß einer anderen Sage soll eine Adelige aus der benachbarten Burg Waldeck einen beim Felsen nächtigenden Geiger, nein, nicht überfahren, sondern vielmehr (wie sagt man das richtig?) überritten haben.

Man kann den Felsen Geigerles Lotterbett von oben her, von der Hochfläche bei Neubulach, und von unten her, aus dem Nagoldtal erreichen.

Von oben her fährt man von Altbulach auf der K 4304 leicht abwärts in Richtung Nagoldtal. Am Waldrand befinden sich ein Spielplatz und ein Parkplatz, genannt Rastplatz Wasen. Von dort führt die Markierung gelbe Raute des Schwarzwaldvereins in 0,8 Kilometern und mit einem Höhenunterschied von 120 Metern auf einem Pfad zum Teil steil abwärts zum Rastplatz Geigerle.

Von unten her kann man beim Bahnhof Bad Teinach - Neubulach starten. In der Nähe befinden sich auch Parkplätze. Man quert den Fluss Nagold und wendet sich nach links. An der Abzweigung der Straße nach Bad Teinach befindet sich ein großes, sehenswertes Informationsportal des Naturparks Schwarzwald Mitte / Nord. Man geht am Wegweiser E-Werk vorbei mit Ziel Ruine Waldeck. Bald verlässt man jedoch den bezeichneten Weg und folgt einer langsam ansteigenden Forststraße bis zum Rastplatz Geigerle (ca. 1,2 Kilometer mit 80 Metern Höhenunterschied).  

weitere Infos zu den geologischen Naturdenkmalen im Landkreis Calw

Zwei Steinplatten aus Buntsandstein sind beim Felsen Geigerles Lotterbett gegeneinandergestellt. Es entsteht der Eindruck eines steinernen Zeltes.

Auf einer der Schmalseiten der Gesteinskonstruktion ist ein wenig Mauerwerk aufgeschichtet.
Aus dieser Perspektive unterscheidet sich der Felsen nicht sonderlich von vielen ähnlichen Felsbildungen im Schwarzwald.


Gleich neben dem Felsen Geigerles Lotterbett befindet sich ein großer Rast- und Grillplatz. Dort ist ein weiterer Buntsandsteinfels aufgestellt mit der Inschrift "Rastplatz Geigerle, Gemeinde Altbulach".


Auf dem 0,4 Kilometer langen Wanderweg von Geigerles Lotterbett zur Burgruine Waldeck kommt man an weiteren Buntsandsteinfelsen vorbei.

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