Montag, 2. April 2018

Die neue Hängebrücke Bad Wildbad (Hängebrücke Bärenklinge) (Wild Line) - eine neue Top-Attraktion im Entstehen

Mit der neuen Hängebrücke Bärenklinge erhält der Sommerberg bei Bad Wildbad eine weitere Touristenattraktion.

Die Hängebrücke Bärenklinge weist eine Länge von 380 Metern auf und wird damit eine der längsten Hängebrücken der Welt sein. Die Höhe über Grund ist maximal ca. 60 Meter (abhängig von der Belastung der Brücke). Zwei Pylone tragen die Seile der Brücke. Am 6. März 2018 wurde mit Hilfe eines Hubschraubers das erste Seil zwischen den beiden Pylonen gespannt. Die Eröffnung der Fußgänger-Hängebrücke ist für Juli 2018 geplant. Die Kosten betragen drei Millionen Euro.

Die Hängebrücke überspannt die Bärenklinge, die sich am orographisch linken Berghang über der Enz bei Bad Wildbad befindet. Die Hängebrücke befindet sich einige hundert Meter südlich der Bergstation der Sommerbergbahn. Die Hängebrücke wird sich im Verlauf des Märchenwegs, der AugenBlick-Runde (eines Rundwanderwegs des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord) und anderer Rundwanderwege befinden. Der Märchenweg wiederum beginnt direkt beim Aussichtsturm des Baumwipfelpfads auf dem Sommerberg.

Der südliche Pylon steht in der Nähe des Auchhalder Kopfs, eines Gleitschirmfliegerstartplatzes. Der nördliche Pylon befindet sich beim Heermannsweg.    

Der Sommerberg bei Bad Wildbad entwickelt sich immer mehr zum Hotspot für den Tourismus. Andere Attraktionen des Sommerbergs sind die Standseilbahn, der Baumwipfelpfad, der Märchenweg, der Bikepark und der Naturpark-AugenBlick.

Kommentar
Der Sommerberg bei Bad Wildbad wird zum Schwerpunkt für den Tourismus ausgebaut. Dagegen ist erst mal überhaupt nichts einzuwenden. Es ist gut, wenn viele Besucher in den Schwarzwald kommen.

Die Natur wird durch Attraktionen wie die Wild Line kaum in Mitleidenschaft gezogen. Zumindest als Kulisse braucht man die Natur, braucht man die grünen Wälder auch bei Attraktionen wie dem Baumwipfelpfad und der Wild Line. Und es ist ja nicht ausgeschlossen, dass der eine oder andere Besucher, der zunächst mal nur wegen der Wild Line in den Schwarzwald gekommen ist, später dann auch die Natur dieses Mittelgebirges entdeckt.

Wie fast immer und überall gibt es jedoch zwei Seiten der Medaille. Besucherschwerpunkten wie dem Sommerberg müssen Naturflächen bzw. Wildnisflächen gegenüberstehen. Im Ansatz ist das in Bad Wildbad ja auch schon vorhanden. Ca. einen Kilometer südlich des Standorts der Wild Line befindet sich der Bannwald Stürmlesloch und damit ein kaum bekanntes und nur selten aufgesuchtes Wildnisgebiet.

Bisher gibt es immer noch nicht genügend Wildnisflächen im Schwarzwald. Die Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung sieht einen Wildnisanteil in ganz Deutschland von zwei Prozent bis zum Jahr 2020 vor. Bricht man diese deutschlandweite Vorgabe auf den Schwarzwald herunter, müsste dieses Mittelgebirge einen Wildnisanteil von mindestens drei Prozent der Fläche aufweisen. Mit den vorhandenen Bannwäldern, den Kernzonen des Nationalparks Schwarzwald sowie den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwarzwald wird dieser Wert noch nicht erreicht. Es müssen weitere Wildnisflächen ausgewiesen werden. Warum nicht auch im Stadtgebiet von Bad Wildbad?

Bad Wildbad ist eine Portalgemeinde im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Hier gibt es eine Übersicht über Bad Wildbad. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Bad Wildbad befassen, verlinkt.
Der südliche Pylon der Hängebrücke Bad Wildbad im Bau (März 2018)
Blick über die Bärenklinge mit dem nördlichen Pylon der Hängebrücke Bad Wildbad im Hintergrund
Der südliche Pylon der Hängebrücke Bad Wildbad
Der nördliche Pylon der Hängebrücke Bad Wildbad
Blick von Norden über die Bärenklinge bei Bad Wildbad

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