Dienstag, 27. Dezember 2011

Naturschutzgebiet "Blindsee bei Hundsbach"


Der Blindsee ist gemäß der offiziellen Zählung einer von zehn Karseen des Nordschwarzwalds.

Zudem ist der Blindsee einer von drei Karseen, die auf der Gemarkung von Forbach (Schwarzwald) (Landkreis Rastatt) liegen.

Der Blindsee ist jedoch kein eigentlicher See mehr, sondern zum größten Teil bereits ein Moor. Aber möglicherweise ist der Name Blindsee doch passend. Er ist wohl so gemeint, dass es sich hier um ein Seenauge handelt, das blind, also nicht mehr vorhanden ist.

Steckbrief
Name: Blindsee
Typ: Karsee
Schutzgebietskategorie: Naturschutzgebiet
Landkreis: Rastatt
Stadt/Gemeinde: Forbach (Baden)
Großlandschaft: Schwarzwald
Naturraum: Grindenschwarzwald und Enzhöhen
Höhenlage: 885 m ü. NN
Fläche: ca. 6,2 Hektar (Moorfläche)

Nach dem Ende der letzten Eiszeit und dem Rückzug der vor allem auf den Hochplateaus des Schwarzwalds sowie an den Nord- und Osthängen vorhanden gewesenen Gletscher blieben im Schwarzwald zahlreiche Kare zurück, deren abflusslose Bodenmulden sich mit Wasser füllten. Viele der ehemaligen Karseen sind heute vollständig verlandet und bewaldet. Beim Blindsee liegt ein Zwischenstadium vor. Der See ist bereits verschwunden, das entstandene Moor ist jedoch noch offen und weitgehend ohne Bewaldung. Damit stellt das Naturschutzgebiet Blindsee eine Besonderheit dar. 

Dienstag, 20. Dezember 2011

Renchtalsteig von Alexanderschanze bis Zuflucht


Der Renchtalsteig ist ein im Jahr 2010 eingerichteter Wanderweg, der in fünf Tagesetappen rund um das Renchtal führt. Der Wanderweg ist insgesamt 98,1 Kilometer lang, die Tagesetappen schwanken zwischen 16,5 und 23,6 Kilometer.

Nun ist es bei weitem nicht jedermanns Sache, eine mehrtägige Wanderung zu unternehmen. Auch Weglängen um die 20 Kilometer will man nicht an jedem Tag unter die Füße nehmen. Gefragt sind in der Regel Wanderungen von 10 bis 15 Kilometern Länge, bei denen man idealerweise wieder zum Ausgangspunkt zurückkommt bzw. bei denen es vom Ziel eine zuverlässigen Rückfahrmöglichkeit gibt.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Großer Volzemer Stein bei Dobel

Zwei Kilometer östlich des Höhenkurortes Dobel befindet sich mitten im Wald eine Felsengruppe, der Große Volzemer Stein. Geht man durch das ebene bis leicht geneigte Waldgebiet, deutet nichts darauf hin, dass man hier auf eine größere Felsengruppe stößt. Umso überraschender ist es dann, wenn die Felsen neben dem Weg plötzlich auftauchen.

Zwischen Dobel und dem Großen Volzemer Stein verläuft die Kreisgrenze zwischen dem Landkreis Calw und dem Enzkreis. Dobel befindet sich im Landkreis Calw, der Große Volzemer Stein liegt jedoch bereits im Gebiet des Enzkreises.

Das beim Großen Volzemer Stein angestehende Gestein ist der Mittlere Buntsandstein mit der Schicht der Geröllsandstein-Formation. Die untenliegenden Gesteinsschichten sind weicher als die an oberer Stelle anstehenden Schichten. Das führt dazu, dass die untere Gesteinsschicht schneller verwittert. Dadurch kommen die obenliegenden Schichten ins Rutschen. Felsblöcke lösen sich und bilden am Fuß der Felsen ein Blockmeer.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Freudenstadt: Kreuzungspunkt von Wanderwegen

Freudenstadt sagt gerne von sich, dass es die heimliche Hauptstadt des Schwarzwalds ist. Wenn dies zutrifft, müsste Freudenstadt auch ein Zentrum der Wanderwege sein. Und tatsächlich, in Freudenstadt treffen sich drei Fernwanderwege und ein regionaler Wanderweg des Schwarzwaldvereins. Dazu kommen zahlreiche lokale Wanderwege.

Auf dem Marktplatz von Freudenstadt, dem größten Marktplatz Deutschlands, kreuzen sich die Fernwanderwege Mittelweg, Ostweg und Gäurandweg sowie der regionale Wanderweg Glatttal-Höhenweg.

Der Mittelweg führt in neun Tagesetappen von Pforzheim nach Waldshut. Freudenstadt liegt am Ende der dritten Etappe der Wegs. DerOstweg führt in elf Tagesetappen von Pforzheim nach Schaffhausen. Von Pforzheim aus erreicht man Freudenstadt nach vier Tagesetappen. Der Gäurandweg beginnt in Mühlacker und endet in Freudenstadt. Hierfür benötigt man sechs Tagesetappen. Der Glatttal-Höhenweg führt von Freudenstadt nach Alpirsbach. 

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Premiumweg "Murgleiter" verlängert und neu zertifiziert

Der Wanderweg "Murgleiter" verlief bisher zwischen Gernsbach und Baiersbronn im Murgtal in drei Tagesetappen. Kurz nach seiner Einrichtung wurde der Wanderweg im Jahr 2008 vom Deutschen Wanderinstitut e.V. mit dem Label Premiumweg ausgezeichnet. Im Jahr 2011 wurde die Murgleiter um zwei weitere Tagesetappen verlängert und erneut als Premiumweg zertifiziert. 

Die Murgleiter darf das Label Premiumweg nun drei weitere Jahre bis zum Jahr 2014 führen. Die Erlebnispunktzahl - die Messgröße für die Qualität des Wanderwegs - erhöhte sich nach der Verlängerung der Murgleiter und ihrer erneuten Zertifizierung von bisher 57 auf 59 Punkte.

Die Weglänge der Murgleiter erhöhte sich von bisher 68 auf 110 Kilometer. Die Zahl der Tagesetappen erhöhte sich von drei auf fünf. Die beiden neuen Tagesetappen wurden jeweils an die bisherigen Enden der Murgleiter angefügt. War das nördliche Ende der Murgleiter bisher in Gernsbach, so ist es nun beim Unimog-Museum in Gaggenau-Bad Rotenfels. Und das südliche Ende der Murgleiter ist nicht mehr am Rand von Baiersbronn, sondern auf dem Schliffkopf bei der Quelle der Murg.