Montag, 14. Juni 2010

Murgtal-Wanderweg von Huzenbach nach Raumünzach

Heute gehen wir eine Teilstrecke des Murgtal-Wanderwegs von Baiersbronn-Huzenbach nach Forbach-Raumünzach. Diese Teilstrecke ist 8,7 Kilometer lang. 

Der Murgtal-Wanderweg ist ein Regionaler Wanderweg des Schwarzwaldvereins.

Der Weg verläuft mit einer Länge von 95 Kilometern in acht Tagesetappen von der Quelle der Murg bis zu ihrer Mündung in den Rhein.

Der heutige Wegabschnitt verläuft fast durchgehend rechts (östlich) der Murg in der Nähe der Murgtalbahn. Der Weg ist auf diesem Abschnitt zum größten Teil asphaltiert, denn hier verläuft gleichzeitig der Murgtal-Radweg. Man könnte diesen Abschnitt ohne weiteres auch mit dem Fahrrad zurücklegen. Jedoch ist auch das zu Fuß gehen lohnend, denn man sieht beim zu Fuß gehen einfach mehr und andere Dinge als dies bei den schnelleren Fortbewegungsarten der Fall ist. Steigungen gibt es kaum. Aus naturkundlicher Sicht interessant ist, dass man auf dem Wegabschnitt von Huzenbach nach Raumünzach vom Buntsandsteinschwarzwald mit seinen breiten und gleichmäßigen Tälern in den Grundgebirgsschwarzwald mit seinen tiefeingeschnittenen Tälern wechselt.

Freitag, 11. Juni 2010

Nagoldursprung bei Seewald


Die 92 Kilometer lange Nagold verläuft von ihrer Quelle bei Seewald-Besenfeld bis zur Mündung in die Enz bei Pforzheim praktisch durchgehend in den Gesteinsschichten des Buntsandsteins. Kein anderer Fluss in Baden-Württemberg ist so eng mit dem Buntsandstein verbunden.

Die Quelle der Nagold befindet sich auf der Hochfläche zwischen dem Murgtal im Westen und dem Nagoldtal im Osten. Die Nagold fließt von der Quelle zunächst nach Südosten, biegt dann nach Osten um und schlägt erst bei der Stadt Nagold ihren Hauptkurs nach Norden ein.

Montag, 7. Juni 2010

Der Huzenbacher See bei Baiersbronn-Huzenbach

Der Huzenbacher See gehört zu den nach offizieller Zählart zehn Karseen des Nordschwarzwalds.

Zudem ist der Huzenbacher See einer von drei Karseen im Nationalpark Schwarzwald sowie einer von fünf Karseen, die auf der Gemarkung von Baiersbronn (Landkreis Freudenstadt) liegen.

Im heutigen Post in diesem Blog wird der Huzenbacher See kurz vorgestellt. Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Huzenbacher See befassen, sind und werden vom heutigen Post verlinkt. 

In den nahezu unendlichen Wäldern westlich des Murgtals befindet sich der Huzenbacher See. Der Huzenbacher See ist ein Karsee. Der See hat eine Naturgeschichte und eine vom Menschen beeinflusste Geschichte.

Steckbrief
Name: Huzenbacher See
Typ: Karsee
Schutzgebietskategorie: Nationalpark (Kernzone)
Landkreis: Freudenstadt
Stadt/Gemeinde: Baiersbronn
Großlandschaft: Schwarzwald
Naturraum: Grindenschwarzwald und Enzhöhen
Höhenlage: 747 m ü. NN
Fläche: 2,7 Hektar
Fläche des Karbodens: 5,0 Hektar
Tiefe des Sees: 7,5 Meter
 
Die Naturgeschichte des Huzenbacher Sees 
Die Naturgeschichte des Huzenbacher Sees beginnt während der letzten Eiszeit vor ca. 20.000 Jahren. An den Nordosthängen des Schwarzwalds sammelten sich damals große Schneemengen an, die durch ihr Gewicht langsam zu Eis wurden. Das Eis begann sich in Bewegung zu setzen, ein kleiner Gletscher entstand. Der Gletscher hobelte die Bergflanke ab, eine Mulde, ein Bergkar wurde gebildet. Das abgehobelte Gestein sammelte sich am Schmelzpunkt des Gletschers an und bildete dort einen hohen Wall, eine sogenannte Endmoräne. Nach dem Abschmelzen des Gletschers am Ende der Eiszeit bildete sich in der Karmulde, unterstützt durch die wie eine Staumauer wirkende Endmoräne, ein See. 


Mittwoch, 2. Juni 2010

Bannwald Birkenkopf bei Gaggenau


Beim Gedanken an einen Bannwald im Schwarzwald, einen zukünftigen Urwald im bekanntesten deutschen Mittelgebirge, denkt man unwillkürlich an hohe, dicke Tannen, die auf bemoostem Grund wachsen. Da verwundert es vielleicht, dass der Bannwald Birkenkopf im unteren Murgtal fast nur aus Laubbäumen besteht.

Und in der Tat ist der Laubwald die natürliche Waldart der tieferliegenden Teile des Schwarzwalds. Wenn heute im ganzen Schwarzwald die Nadelbäume überwiegen, dann ist dies vom Menschen so gemacht. Und bei den Nadelbäumen handelt es sich vielfach nicht einmal um die Tanne, die von Natur aus die Herrscherin der höheren Schwarzwaldlagen ist. Die Forstwirtschaft hat sehr viel Fichte gepflanzt, ein Nadelbaum, der auf den ersten Blick nicht sofort von der Tanne zu unterscheiden ist.


Sonntag, 30. Mai 2010

Aussicht vom Mahlberg-Turm bei Gaggenau

Der Mahlbergturm befindet sich auf der Grenze zwischen den Landkreisen Rastatt und Karlsruhe.

Zieht man von Karlsruhe aus eine Linie nach Süden, ist der 613 Meter hohe Mahlberg der erste richtige Gipfel des Schwarzwalds. Zwischen Karlsruhe und dem Mahlberg hebt sich das Gelände zwischen dem Albtal im Osten und dem Oberrheingraben bzw. dem Murgtal im Westen langsam in der Form eines Hochplateaus an, richtige Gipfel fehlen jedoch.

Die besondere Stellung des Mahlbergs drückt sich auch in der naturräumlichen Gliederung des Schwarzwalds aus. Die Untereinheit "Grindenschwarzwald und Enzhöhen" hat im Mahlberg ihren nördlichen Ausläufer. Westlich und nordwestlich des Mahlbergs erstreckt sich die Untereinheit "Nördlicher Talschwarzwald" und östlich sowie nördlich des Mahlbergs befindet sich die Untereinheit "Schwarzwald-Randplatten". Die politische Gliederung steht der landschaftlichen nicht nach. Über den Mahlberggipfel verläuft die Grenze zwischen den Landkreisen Rastatt (Stadt Gaggenau) und Karlsruhe (Gemeinde Malsch). Der Mahlberg ist der höchste Punkte des Landkreises Karlsruhe, nicht jedoch des Landkreises Rastatt. 


Samstag, 29. Mai 2010

Vom Eyachtal hinauf zum Tornadostein und zur Spitzhütte


Das Eyachtal, ein Seitental des Enztals, zählt zu den schönsten und naturbelassendsten Tälern des Schwarzwalds. Die Hänge des 10 km langen Tals sind durchgehend bewaldet. Der Talgrund ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dort befindet sich ein Mosaik aus Wiesen, Wasserläufen und Wäldern. 

Man kann mit dem Auto in das Tal hineinfahren. Hierbei biegt man zwischen Neuenbürg und Höfen an der Enz nach Westen vom Enztal ab. Bei der Eyachmühle ungefähr in der Mitte des Tals befinden sich Parkplätze. Es gibt eine Vielzahl an Wandermöglichkeiten im Tal, entlang der Talhänge und auf den angrenzenden Hochflächen. Als erste Schnupperwanderung bietet sich eine 1,2 Kilometer lange Tour (hin und zurück 2,4 Kilometer) von der Eyachmühle hinauf zum Tornadostein und weiter zur Spitzhütte an. Der zu bewältigende Höhenunterschied ist 170 Meter.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Hagenschießer Felsenmeer bei Pforzheim


Das Hagenschießer Felsenmeer ist ein Überbleibsel der letzten Eiszeit am Hang des Würmtals ganz in der Nähe von Pforzheim.

Am Ende der letzten Eiszeit sah es im Schwarzwald noch ein wenig anders aus als heute. Die Talhänge und Hochflächen waren unbewaldet. Die Sonne taute die südexponierten Hänge tagsüber auf. Nachts gefror der Boden wieder. Der Westwind konnte ungehindert wehen und kleine Gesteinspartikel aufnehmen. Durch diese Vorgänge lösten sich einzelne Felsen aus dem Buntsandstein und rutschten den Hang hinab. An bestimmten Stellen sammelten sie sich an und bildeten Felsgruppen. Diese Häufung von Felsen nennt man heute Felsenmeere. 

Es gibt im Schwarzwald an vielen Hängen Felsenmeere. Unter den heute vorherrschenden Randbedingungen mit dichter Bewaldung und mäßig warmem Klima können sich die Felsenmeere nicht mehr neu bilden. Die noch vorhandenen Felsenmeere sind somit Zeugen einer Zeit vor 10.000 Jahren.

Samstag, 15. Mai 2010

Gibt es eine zweite Chance für den Nationalpark Nordschwarzwald?

In einer sogenannten Pressehintergrundinfo vom 12.05.2010 zum Thema "Wildnis und Wildnisgebiete in Deutschland" hat das Bundesamt für Naturschutz die Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gebeten zu prüfen, ob nicht auch in diesen Ländern geeignete Gebiete vorliegen, die als Nationalpark entwickelt werden können.

Die Bitte des Bundesamts für Naturschutz und damit der Bundesregierung gründet sich auf mehrere Sachverhalte:

Donnerstag, 13. Mai 2010

Bannwald Zimmeracker bei Pforzheim


Der Bannwald Zimmeracker ist der nordöstlichste Bannwald des Schwarzwalds und der einzige auf dem Gebiet der Stadt Pforzheim.

Seine Größe von 111,7 Hektar ist allerdings in Bezug auf seine Nähe zur Großstadt Pforzheim beachtlich. Eine erste Verordnung zum Bannwald stammt aus dem Jahr 1992. Die jünste Verordnung, die den Bannwald auch vergrößerte, stammt aus dem Jahr 2001.

Innerhalb des Bannwalds kann man zwischen der Hochfläche Hagenschieß und den Hängen zum Würmtal unterscheiden. Die Bereiche auf der Hochfläche wurden von den Stürmen der vergangenen Jahrzehnte teilweise stark mitgenommen. Der Baumbestand an den Hängen des Würmtals hingegen ist relativ alt. Im Gebiet sind die Laubbäume vorherrschend.

Ausgangspunkt für den Bannwald Zimmeracker sind ein Parkplatz im Würmtal unterhalb der Burgruine Liebeneck (Landesstraße L 572) sowie ein Parkplatz auf der Hochfläche Hagenschieß an der Straße vom Seehaus nach Tiefenbronn.

Montag, 10. Mai 2010

Naturerlebnispfad Battert bei Baden-Baden


Am 23. April 2010 wurde der neue Naturerlebnispfad Battert bei Baden-Baden im Rahmen einer Fachführung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe offiziell eröffnet. Im Verlauf des Naturerlebnispfads sind nun drei große Orientierungstafeln sowie sechs Informationstafeln zu verschiedenen Themen aufgestellt.

Der Battert nördlich oberhalb von Baden-Baden gehört zu den wertvollsten und bekanntesten Natursehenswürdigkeiten des Schwarzwalds. Dort befinden sich die größten Felsbildungen des Nordschwarzwalds. Das Gebiet ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, zudem wurde im Naturschutzgebiet sowie auf den nördlich angrenzenden Flächen ein Bannwald eingerichtet. 

Die Felsen, das Naturschutzgebiet sowie der Bannwald sollen in diesem Blog zu einem späteren Zeitpunkt mit eigenen Posts beschrieben werden. Heute geht es aus aktuellem Anlass um den neuen Naturerlebnispfad, der durch die schönsten Teile des Naturschutzgebiets führt.